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Sparzwang Bonuspool: Zaghaftes Vorgehen bei der Deutschen Bank

09.01.2019, 12:46  |  2835   |   |   

Der Vorstand der Deutschen Bank plant den Umfang der Boni für seine Mitarbeiter um rund 10 Prozent zu reduzieren, so berichtet es "Bloomberg" und bezieht sich auf Insider.

Den Hintergrund für die Maßnahme bildet der Kostendruck. Gleichzeitg will das größte deutsche Bankhaus keine Spitzenkräfte verlieren. Die Deutsche Bank hat den Bonuspool schon seit Jahren reduziert: von 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 2,2 Milliarden Euo in 2017. In der Vergangenheit hatte man jedoch als Ausgleich einen größeren Teil der Vergütung fest bezahlte.

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Nun könnten die Boni für das letzte Jahr selektiver ausgezahlt werden, um trotzdem bestimmte Spitzenverdiener zu halten. Die Bank werde voraussichtlich weniger als zwei Milliarden Euro an Boni vergeben - gegenüber rund 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2017. Die endgültige Zahl könnte sich noch ändern - abhängig von den Ergebnissen des vierten Quartals: Dies dürfte für Schocks sorgen, denn immerhin verlor das Papier mehr als die Hälfte des Wertes.    

"Die Deutsche Bank hat ein schwerwiegendes Talentverlustproblem und diese Bonussenkung wird das Problem noch verschärfen", sagte Tim Zuehlke, geschäftsführender Gesellschafter des Frankfurter Executive Search Unternehmens FRED. Die Erträge der Bank im vergangenen Jahr sind auf dem besten Weg, den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2008 zu erreichen.

CEO Sewing hatte im April 2018 angekündigt, dass er die Kostenkontrolle zu einem Kernstück seiner Strategie machen würde. Dazu gehörte auch ein Stellenabbau von 7.000 Mitarbeitern. Inzwischen hat die Bank mitgeteilt, dass sie im zweiten und dritten Quartal über 1.000 Front-Office-Arbeitsplätze reduziert hat.

Quelle:

Bloomberg 

Wertpapier
Deutsche Bank


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