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Marktkommentar: Edwin Lugo (Franklin Templeton): Glanzzeit für Small Cap-Werte?
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Marktkommentar Edwin Lugo (Franklin Templeton): Glanzzeit für Small Cap-Werte?

Nachrichtenquelle: Asset Standard
10.01.2019, 10:40  |  537   |   |   

Das US-Wirtschaftswachstum steuert auf schwierige Zeiten zu - Eine Suche nach potenziellen Anlagechancen außerhalb der USA

Während sich die globalen Marktteilnehmer vermehrt die Frage stellen, wie lange sich das Wirtschaftswachstum in den USA noch fortsetzen kann, sucht Ed Lugo von der Franklin Equity Group nach potenziellen Anlagechancen außerhalb der USA. Er erklärt, warum er trotz der Sorgen über die Brexit-Verhandlungen und eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft Chancen in Europa und Asien sieht.

2. Januar 2019

US-Wirtschaftswachstum steuert auf schwierige Zeiten zu

Für die US-Wirtschaft beginnt nun das zehnte Jahr des konjunkturellen Aufschwungs. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Wirtschaftswachstum über die nächsten fünf Jahre hinweg fortsetzen wird, ist unserer Einschätzung nach recht gering.

Es gibt mehrere Gründe, warum wir hiervon ausgehen. Zölle und steigende Zinsen könnten die US-Wirtschaft im Laufe der Zeit bremsen. Auch wenn die Zinsen kurzfristig ein wenig stagnieren könnten, herrscht in den USA Vollbeschäftigung, und es ist ein Aufwärtsdruck auf die Löhne zu beobachten. Dieser dürfte Inflation mit sich bringen und die Zinsen längerfristig in die Höhe treiben.

Höhere Zinsen haben unserer Einschätzung nach erhebliche Konsequenzen für die Kurse US-amerikanischer Aktien. Nicht zuletzt wird hierdurch der Barwert künftiger Cashflows von US-Unternehmen zu einem höheren Satz diskontiert. Dies legt in unseren Augen nahe, dass die Aktienkurse derjenigen Unternehmen, deren Gewinne nicht schnell genug wachsen, aller Wahrscheinlichkeit nach sinken müssen.

Unseres Erachtens zählen US-amerikanische Small Cap-Werte derzeit zu den teuersten der Welt, insbesondere in den Sektoren Technologie und Gesundheit. Da uns die Bewertungen in den USA teuer erscheinen und die Zinsen steigen, finden wir überzeugendere Chancen in Europa und Asien (außerhalb Japans).

Politische Unsicherheit belastet europäische Aktien

Trotz der anhaltenden politischen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit und dem zunehmenden Einfluss von Populismus in Europa sind wir davon überzeugt, dass bestimmte europäische Small Caps aus längerfristiger Sicht attraktiv sind.

Viele Unternehmen in den weniger zyklischen Wirtschaftszweigen der Region sind in Ungnade gefallen, da sich der Markt offenbar stärker für Gesundheits- und Technologiewerte interessiert hat. Einige dieser weniger zyklischen Unternehmen lassen sich zwar in einer ganzen Reihe von Sektoren wiederfinden, sie zeichnen sich im Allgemeinen jedoch durch gemeinsame Aspekte wie etwa ein stabiles Umsatzwachstum und angemessene Bewertungen aus.

Unternehmen, die Dienstleistungen für andere Firmen erbringen, erscheinen uns besonders attraktiv. So haben wir beispielsweise potenzielle Chancen bei einem französischen Unternehmen identifiziert, das im vertraglichen Catering-Geschäft tätig ist. Wir gehen davon aus, dass es potenziell davon profitieren könnte, dass immer mehr Unternehmen in Europa ihre Kantinen outsourcen.

Auch bei ausgewählten Herstellern von Verbraucherverpackungen aus Glas und Kunststoff finden wir Wertpotenzial. Darüber hinaus tauchen britische Entsorgungsdienstleister im Vereinigten Königreich auf unserem Radar auf. Müll muss abgeholt werden, ganz gleich, ob der Brexit stattfindet oder nicht oder ob sich die Wirtschaft im Auf- oder Abschwung befindet.

Konjunkturelle Sorgen in China eröffnen Chancen in ganz Asien

Im asiatisch-pazifischen Raum sehen wir Wertsteigerungschancen in Hongkong, Thailand und China. Unserer Einschätzung nach sind die Bewertungen zahlreicher chinesischer Aktien derzeit attraktiv. Das Land ist an mehreren Fronten hart getroffen worden, und dies belastet die Aktien in zahlreichen Wirtschaftszweigen. Zum einen ist die chinesische Regierung hart gegen Korruption vorgegangen, was die Umsätze im Verbrauchersektor belastet hat. Hiervon war insbesondere das Luxusgütersegment betroffen. Darüber hinaus hat ein rasanter Anstieg der Immobilienpreise die Regierung zu Straffungsmaßnahmen veranlasst.

Des Weiteren haben die Handelsspannungen zwischen den USA und China gravierendere Auswirkungen auf China gehabt, da das Land stärker auf US-Exporte angewiesen ist als die USA auf ihre Exporte an China. Dies bedeutet, dass sich das chinesische Wirtschaftswachstum aufgrund der laufenden Handelsspannungen im Vergleich zu den letzten Jahren abkühlen könnte.

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