DAX+0,37 % EUR/USD-0,11 % Gold-0,15 % Öl (Brent)+1,24 %

Wirecard-Aktie: Wieder ein Problem gelöst

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.01.2019, 14:28  |  628   |   |   

Für Wirecard (WKN:747206) war es kein schlechter Start ins neue Jahr. Über 3 % ist die Wirecard-Aktie seit dem ersten Handelstag im Plus (Stand: 08.01.2019).

Selbstverständlich locken einstellige Kursgewinne den gestandenen Wirecard-Fan nicht hinter dem Ofen hervor. Ob gerecht oder ungerecht, von Wirecard wird nach der Kursexplosion der letzten Jahre einfach mehr erwartet.

Wirecard mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der Wirecard steigt...
Ich erwarte, dass der Wirecard fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

Die von Wirecard-CEO Markus Braun unlängst angekündigte Verdoppelung des Wirecard-Aktienkurses ist meiner Meinung nach nur realistisch, wenn Wirecard fundamental noch eine Schippe drauflegt.

Pünktlich zur Weihnachtszeit bog Wirecard (mal wieder) mit einem Deal um die Ecke, der mich demnächst wohl öfter von der Last der stressigen Feiertagseinkäufe befreien könnte. Warum das die Wirecard-Aktie für mich interessant macht? Ganz einfach: Wer meine Probleme lösen kann (und das ist gar nicht so einfach), der muss irgendetwas sehr, sehr richtig machen.

Problem erkannt, Problem gebannt

Noch im Dezember 2018 verkündete Wirecard, dass sich die Münchner mit dem Bekleidungshersteller OLYMP verpartnern wollen. Worum geht es da genau? Es geht um die Einführung eines Omnichannel-Gutscheinprogramms.

Schon beim Thema Click&Collect habe ich mich äußerst positiv zu Wirecards Omnichannel-Ideen geäußert. Der Bereich Gutscheine und Geschenkkarten hat aus meiner Sicht aber noch weitaus mehr Potenzial.

Gutscheine sind prinzipiell ein alter Hut und längst etabliert. Laut Wirecard „gaben 2017 knapp 90 Prozent der großen und 45 Prozent der mittelständischen Händler eigene Gutscheinkarten heraus“.

Die Vorteile von Gutscheinen liegen auf der Hand. Sowohl für die Händler als auch für die Kunden. Besonders an den Feiertagen.

Was schenke ich dieses Jahr? Diese Frage ist für mich jedes Jahr ein nervenzerreißender Albtraum. Sollen sich doch alle selbst beschenken, denke ich mir, und schiebe Gutscheine in handverzierte Umschläge. Punkt für mich!

Dem Händler gefällt das auch. Schließlich ist das Geld in der Kasse, die Ware aber noch im Haus. Besonders schmackhaft: Die Umtauschgefahr bei Nichtgefallen dürfte sich deutlich verringern. Der Beschenkte nimmt sich dann eben später das, was er wirklich gerne hätte. Punkt für den Händler!

Als Spezialist für Herrenhemden dürfte einem spätestens beim Omnichannel-Handel die Lust auf Gutscheine vergehen. Wer hat schon Lust, sich eine hochgerüstete IT-Abteilung zu halten, die sich ausschließlich um die Infrastruktur für eine kanalunabhängige Abwicklung von Gutscheinen kümmert. Mit diesen Dingen soll sich dann doch bitte der Technologiepartner für digitale Zahlungsabwicklung beschäftigen. Punkt für Wirecard!

Wenn Unternehmen wie Unternehmer handeln

Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Hemd geschenkt bekommen zu haben. Das spricht meiner Meinung nach nicht gegen, sondern für die Intelligenz meiner Mitmenschen. Es ist schließlich schon schwierig genug, sich höchstpersönlich ein einigermaßen passendes Hemd zu suchen.

Ich schätze, aus diesem Grund wird auch relativ wenig hochwertige Business-Kleidung unter dem Weihnachtsbaum landen. Gutscheine und Geschenkkarten könnten diese Flanke schließen.

Ein Markt mit klassischen, mittel- bis hochpreisigen Produkten, die jeder braucht, aber wohl eher selten in akzeptabler Qualität als Geschenk überreicht bekommt. Das klingt nach einem cleveren Schachzug von Wirecard, der die Weiterentwicklung der hauseigenen Omnichannel-Technologie ordentlich in Fahrt bringen könnte.

Diese Art Deal trifft bei mir genau ins Schwarze. Wirecard schafft es auch hier, sich mit chirurgischer Präzision an einen Markt heranzutasten, der nicht einfach nur als Spielwiese für eine Innovation dient, die „irgendwann einmal den Markt kreativ zerstören wird“, sondern tatsächlich im Hier und Jetzt offene Flanken zu schließen hat.

Es klingt trivial: Aber ich erwarte von einem Unternehmen, dass es unternehmerisch handelt. Kapital blind mit der Gießkanne verteilen, von der Marsbesiedlung schwärmen und Cash-Berge verwalten kann schließlich jeder.

Ärgerliche, nervenzehrende Probleme in der Gegenwart zu lösen ist da schon deutlich anstrengender. Qualität kommt eben von Qual, und daher kommen mir auch nur Qualitätsaktien ins Depot.

Nee … es ist nicht so kompliziert wie du denkst, wie ein Profi zu investieren

Jaja, ich weiß … die Profis lassen es so unglaublich kompliziert erscheinen. "Finanzmodelle" zu erstellen klingt so raffiniert. Und schwer. Es ist aber alles andere als schwer. Die Mathematik ist einfach. Der Prozess ist klar. Und jetzt kannst du es von The Motley Fool lernen. Klick hier, um unseren neuen Sonderbericht "Wie man ein Unternehmen bewertet: Eine Einführung" kostenlos herunterzuladen.

Seite 1 von 2

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.
Wertpapier
Wirecard


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel