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Pressemeldung: Elena Moya (M&G): Panoramic Weekly-03.01.2019
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Pressemeldung Elena Moya (M&G): Panoramic Weekly-03.01.2019

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.01.2019, 11:35  |  497   |   |   

2019 - Sollte man sich besser anschnallen?

Das neue Jahr hat mit einer blassen Erinnerung an wahrscheinlich all das begonnen, was Anleger in der Weihnachtszeit vergessen wollten: Die Wirtschaftsdaten verschlechtern sich, während der Ölpreis weiter sinkt, dadurch werden Aktien und die aktienähnlichsten festverzinslichen Anlageklassen nach unten gezogen. Traditionell als sichere Häfen geltende Anlageklassen weisen, wie bereits im Jahr 2018, eine anhaltende Rally auf.


03.01.2019

Das hinter uns liegende Jahr endete weitaus schlimmer als es begonnen hatte: Nach einem starken Wachstum 2017, in dem die meisten Rentensektoren positive Renditen erzielten, schwanden mit der Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China und den italienischen Wahlen im Mai, die Fragen nach der Zukunft der Europäischen Union (EU) aufwarfen, schnell die frühen Hoffnungen des Vorjahres. Die Befürchtungen vor einem harten Brexit belasteten auch die wirtschaftlichen Aussichten des Kontinents und ließen die Kreditspreads erstmals seit Jahren wieder über die der USA steigen. In China setzte sich die Verlangsamung fort, gleichzeitig sank in den USA der Optimismus, da die Zinsen stiegen, die Wirtschaftsdaten enttäuschten und Öl aufgrund einer schwachen prognostizierten Nachfrage auf weniger als 50 US-Dollar pro Barrel fiel. Die US-Unternehmensergebnisse wurden ebenfalls gesenkt, was auf das allmähliche Nachlassen des Effekts der jüngsten Steuersenkungen zurückzuführen ist. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, die im vergangenen Jahr ein 7-Jahres-Hoch von 3,2% erreichte, änderte die Richtung, nachdem die Demokraten bei den Midterm-Wahlen im November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus übernommen hatten. Die Anleger waren der Ansicht, dass ihr Sieg die Chancen auf weitere Steueranreize von Präsident Trump verringert. Seitdem ist die Rendite 10-jähriger US-Staatspapiere kontinuierlich gesunken und lag Ende 2018 bei 2,66%.

Trotz des Pessimismus erzielte im vergangenen Jahr fast ein Drittel der 100 festverzinslichen Anlageklassen, die von Panoramic Weekly beobachtet werden, positive Renditen. Angeführt wurde die Liste von traditionell als sicher geltenden Anlagen wie Bundesanleihen und US-Treasuries. Im Zuge des sich verlangsamenden weltweiten Wachstums und aufgrund der globalen Verschuldung, die satte 225% des weltweiten BIP erreicht, wetten Anleger, dass einige Zentralbanken ihre Zinserhöhungsprognosen zügeln müssen – um so die Anleihenkurse besser zu unterstützen. US-Notenbankchef Jerome Powell hat dies bereits im Dezember getan – die Fed sieht in diesem Jahr anstatt drei nun zwei Zinserhöhungen vor. Das Team von M&G Panoramic Weekly wünscht Ihnen ein frohes neues Jahr.

Gewinner:

„Sichere Häfen“ – Die beste Zeit in den schlechtesten Zeiten:

US-Staatsanleihen, europäische Staatsanleihen und japanische Staatspapiere machten 2018 das, was sie normalerweise immer tun: sie lieferten positive Renditen, egal unter welchen Bedingungen. Während die Märkte für Unternehmensanleihen ebenso wie die Entwicklungsländer unter höheren Zinsen, einem stärkeren Dollar, den anhaltenden Handelskriegen und einem niedrigeren Weltwirtschaftswachstum litten, blieben die traditionell sicheren Häfen stabil. US-Staatsanleihen wiesen lediglich in zwei der letzten 18 Jahre (2009 und 2013) negative Renditen auf, während europäische und japanische Staatsanleihen über den gleichen Zeitraum nur in einem Jahr positive Renditen (2006 bzw. 2003) verpasst haben. Staatsanleihen profitierten von der anhaltend niedrigen globalen Inflation – ein Umfeld, das sich angesichts des jüngsten Ölpreisverfalls fortsetzen könnte. Ein schwächeres Wachstum und eine steigende globale Verschuldung könnten die Zentralbanken auch von einer strafferen Geldpolitik abhalten: Von 19 großen Wirtschaftsregionen prognostizieren fünf niedrigere Zinsen in drei Jahren (USA, Mexiko, Tschechien, Japan und Korea). Noch vor knapp zwei Monaten sagte dies laut Bloomberg-Daten keine dieser Wirtschaftsregionen voraus. Auch bei den Währungen haben sich die „Safe-Havens“ besser entwickelt, vor allem der US-Dollar und der Yen. Wie Dickens es mit Blick auf als sicher geltende Anlagen ausgedrückt hätte: Es war die beste Zeit, es war die schlechteste Zeit. Es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit…

Chinas Staatsanleihen und die lockere Politik – Die Ausnahme:

Chinas auf US-Dollar lautende Staatsanleihen erzielten 2018 eine Rendite von 3,8%, damit waren sie die drittbeste unter den 100 festverzinslichen Anlageklassen, die von Panoramic Weekly beobachtet werden. Der Anstieg erfolgte trotz einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, das von 6,9% im Vorjahr mittlerweile auf eine annualisierte Rate von 6,5% gesunken ist. Der EMI des Landes für das verarbeitende Gewerbe sank im Dezember auf 49,4, den schwächsten Wert seit 2016, und lag damit unter dem Niveau von 50, das einen Rückgang anzeigt. Dennoch stützen die Konjunkturprogramme der chinesischen Regierung, einschließlich der Senkung des Reservebedarfs der Banken, weiterhin die Wirtschaft und den Anleihenmarkt. Chinesische Schuldtitel, die sich nach wie vor hauptsächlich in den Händen lokaler Investoren befinden, werden ausländischen Investoren zunehmend über das Bond-Connect-Programm verfügbar gemacht und werden möglicherweise stärker gefragt sein, nachdem sie ab April dieses Jahres in einigen Bloomberg Barclays Benchmark-Indizes enthalten sind. In dem derzeitigen Umfeld mit weltweit steigenden Zinsen begrüßen Investoren ein Land mit einer allgemeinen Lockerungspolitik.

Verlierer:

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