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Mining: Die wichtigsten News der Woche auf einen Blick!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
11.01.2019, 15:34  |  1186   |   |   

Rohstoffbrief.com fasst jeden Freitag die wichtigsten Nachrichten aus der Welt des Mining und der Rohstoffe kompakt zusammen. Zu den Themen heute zählen Chinas Goldreserven, Chiles Lithium, Indonesiens Kupfer, der neue Barrick-Boss, SQM und Albemarle, Newmont Mining, Goldman Sachs, Detour Gold, die größte Münzmesse der Welt und die Frage, wie Gold eigentlich gemacht wird.

Chinesen kaufen wieder Gold

Zwei Jahre lang hat die People Bank of China offiziell kein Gold mehr zu seinen Reserven hinzugefügt. Laut Angaben der Notenbank erwarb man nun aber zum Jahresende 320.000 Unzen Gold (rund 10 Tonnen). Die Goldreserven des Landes liegen nach offiziellen Angaben somit bei 59,56 Mio. Unzen oder 1.853 Tonnen. Zuletzt hatte Chinas Zentralbank im Oktober 2016 seine Goldbestände ausgeweitet. Die offiziellen Angaben sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die tatsächlichen Reserven deutlich höher liegen, wir hatten diese Frage bereits an dieser Stelle ausführlich thematisiert. China ist der weltweit größte Produzent und Verbraucher von Gold.

Elektroautos: Norwegen macht es vor!

Norwegen bleibt der Vorreiter in Sachen Elektromobilität. In dem nordeuropäischen Land hatten Elektroautos und Hybridfahrzeuge im vergangenen Jahr einen Marktanteil von 31,2 Prozent an allen Neuzulassungen. Zählt man auch noch Plug-in-Hybride mit begrenzter elektrischer Reichweite hinzu, lag der Anteil sogar fast bei der Hälfte, wie der nationale Straßenverband mitteilte. Noch vor fünf Jahren lag der Anteil bei lediglich 6 Prozent, also dem Wert, den China im Q4 etwa erreicht haben dürfte. Die beliebtesten Modelle waren übrigens der Nissan Leaf, der e-Golf von Volkswagen und BMWs Elektro-Kleinwagen i3. Bis zum Jahr 2025 will Norwegen nur noch Elektrofahrzeuge und keine neuen Verbrenner mehr zulassen. Der Erfolg beruht allerdings auch darauf, dass es in Norwegen staatliche Zuschüsse und zahlreiche flankierende Maßnahmen gibt. So fallen beispielsweise die Umsatzsteuer und die KfZ-Steuer weg, oft auch Maut- und Fährgebühren. Zudem können E-Auto-Fahrer in Norwegen die Spuren von Bussen und Taxen nutzen. Ein Engpassfaktor bleibt aber auch in Norwegen die Ladeinfrastruktur. Von dem wachsenden Marktanteil von Elektroautos profitieren vor allem die Rohstoffe Kobalt, Kupfer, Nickel, Graphit und Lithium.

Chile: Kräftiges Exportplus bei Lithium

Chile hat im vergangenen Jahr Lithiumkarbonat im Wert von 949 Mio. US-Dollar exportiert, wie die Banco Central de Chile mitteilte. Das entspricht einem Plus von 46,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Chile ist der größte Lithium-Produzent der Welt, die Weltmarktführer SQM und Albemarle hatten mit der Regierung Vereinbarungen zum Ausbau der Produktion getroffen. Aufgrund des Booms des Batteriemarktes wird erwartet, dass sich die Lithium-Nachfrage bis 2025 etwa vervierfacht. Unterdessen veröffentlichte die staatliche Kupferagentur Chochilco eine Studie, wonach sich der Wasserverbrauch der Mining-Industrie in den kommenden zehn Jahren in dem Andenstaat verdreifachen werden. Betroffen seien vor allem Mining-Konzerne wie BHP, Anglo American, Glencore, oder Antofagasta, die ihre Abbaustätten überwiegend im trockenen Norden des Landes haben. Darunter könnten auch Lithium-Produzenten leiden. Eine Lösung könnten weitere Wasser-Entsalzungsanlagen sein, heißt es.

Barrick-CEO mit Ansage: Wir werden nicht zögern!

Zum 1. Januar hat Barrick Gold die de-facto-Übernahme von Randgold Resources abgeschlossen. Damit ist Randgold-Gründer Mark Bristow auch der neue CEO des gemeinsamen Unternehmens (mehr hier: „Der Megadeal in Zahlen„). Der Südafrikaner schlägt gleich forsche Töne an: „Die Mining-Industrie braucht eine Transformation“, sagte Bristow in einem Interview. Die Barrick/Randgold-Transaktion sieht er dabei nur als eine Art Startschuss. Die Mining-Industrie werde sich zu einem „Blue Chip-Business“ entwickeln. Man selbst werde nicht zögern, falls sich neue Opportunitäten ergeben, so die Ansage. Vor allem in Kanada wolle man seine Kapazitäten ausbauen. Schon seit Bekanntgabe des Zusammenschlusses wird spekuliert, ob auch andere große Goldproduzenten wie Goldcorp oder Newmont Mining durch die Übernahme mittelgroßer Produzenten ihr Wachstum forcieren wollen. Dank Randgold ist Barrick wieder die unangefochtene Nummer eins im Goldbusiness. Ins gleiche Horn bläst derzeit auch Pierre Lassonde. Der Gründer von Franco Nevada und ehemalige CEO von Newmont Mining rechnet damit, dass es zu weiteren Übernahmen im Sektor kommen werde. Allerdings müsse das nicht in der Größenordnung des Randgold-Deals stattfinden, so Lassonde im gegenüber Blooomberg. Hauptgrund für eine bevorstehende Übernahmewelle sei die leere Projektpipeline der meisten Goldproduzenten. .Einen Überblick zu den größten Mining-Mergern aller Zeiten finden Sie an dieser Stelle

Afghanistan: Tote bei Einsturz illegaler Goldmine

Traurige Nachrichten erreichen uns aus Afghanistan. Beim Einsturz eines Tunnels sind 30 Goldgräber gestorben, zudem gab es zahlreiche Verletzte. Nach offiziellen Angaben bauten die Bewohner eines Dorfes in der Provinz Badakhshan das Material illegal ab. Afghanistan hatte erst im Vorjahr Verträge zur Exploration von Gold- und Kupfervorkommen im Norden des Landes unterzeichnet. Sie sind Teil eines Programms, um illegale Arbeiten zu unterbinden und gleichzeitig um die Abhängigkeit von internationalen Hilfen zu reduzieren. Afghanistan gilt als reich an Bodenschätzen, die prekäre Sicherheitslage hält allerdings viele Investoren ab.

Video: So wird Gold gemacht!

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