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3 gefloppte Börsengänge, die 2019 aufholen könnten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
11.01.2019, 23:36  |  686   |   |   

Das letzte Jahr war kein leichtes für Anleger, und die Volatilität schien bei vielen Aktien, die 2018 frisch an die Börse gingen, besonders deutlich ausgeprägt. Viele einst vielversprechende Aktien sind unter den IPO-Preis gerutscht. Ganze 117 der 191 neu am US-Markt vertretenen Unternehmen lagen im Dezember unter dem Preis des Börsengangs.

Einige dieser Neulinge werden wohl auch weiter zu Spottpreisen dümpeln. Andere hingegen können sich auf Wachstumstreiber stützen, die für eine bessere Situation im Jahr 2019 sorgen können. iQiyi (WKN:A2JGN8), Sonos (WKN:A2JPF2) und Tencent Music Entertainment (WKN:A2N7WQ) verfügen über die nötigen Elemente, damit Investoren im neuen Jahr richtig Freude an ihren Aktien haben. Werfen wir doch einmal einen genauen Blick darauf.

iQiyi – um 13 % gesunken

Chinas führender Video-Streaming-Dienst hat in den ersten neun Monaten an der Börse eine echte Achterbahnfahrt hinter sich. Die Aktie ging Ende März zu 18 USD an die Börse, wurde drei Monate später bei 46,23 USD gehandelt, nur um dann richtig abzustürzen – derzeit steht sie bei um die 15 USD.

iQiyi erfüllt die hohen Wachstumserwartungen. Der Umsatz stieg im letzten Quartal um 48 %. Man leistet hervorragende Arbeit dabei, aus freien Test-Accounts zahlende Kunden zu machen: die Premium-Abonnenten sind im vergangenen Jahr um 89 % auf 80,7 Millionen gestiegen. Die Prognosen gehen davon aus, dass der Umsatz im laufenden Quartal um 43 % bis 49 % steigen wird, und Analysten erwarten, dass sich das Tempo für das Gesamtjahr 2019 auf 33 % verlangsamt.

Die Verluste für iQiyi steigen, aber es ist einfach nicht die Zeit, das Unternehmen an seiner Rentabilität zu messen. Die schnelle Expansion und der Aufbau der Content-Bibliothek wird ein riesiges Publikum erreichen und das Unternehmen nur noch stärker machen. Seit Beginn des Handelskrieges scheuen die Investoren gerade chinesische Wachstumswerte, obwohl man meinen könnte, dass ein Streaming-Entertainment-Service eine der letzten Branchen sein würde, die von einem Handelsstreit direkt in Mitleidenschaft gezogen wird. Wer denkt, dass der führende globale Premium-Streaming-Service derzeit ein Schnäppchen ist (er wird zum 3,1-Fachen des erwarteten Umsatzes gehandelt), kann jetzt ja einfach mal zugreifen.

Sonos – um 30 % gesunken

Sonos ist von unseren drei Aktien am tiefsten gefallen. Die Aktien haben seit dem Börsengang zu 15 USD im Sommer 2018 fast ein Drittel ihres Wertes verloren. Der Hersteller drahtloser Lautsprecher wurde in seinen ersten beiden Quartalsberichten als Aktiengesellschaft regelrecht abgestraft.

Sonos wurde fallen gelassen, nachdem man einen Umsatzrückgang von 7 % für das dritte Quartal bekannt gab, obwohl der Rückgang schon in der Prognose ausführlich dargelegt worden war. Sonos hatte bereits ein Jahr zuvor seine erste Heimkino-Soundbasis herausgebracht und das Vorjahresergebnis des dritten Quartals dank dieses teuren Artikels erreichen können. Dem Markt gefielen anfangs die Zahlen für das vierte Quartal, aber der Umsatzanstieg von 27 % wurde letztlich durch eine Prognose zunichte gemacht, die für das Quartal bloß eine Umsatzsteigerung von 3 % bis 6 % vorsah.

Nun, die Ergebnisse von Sonos werden durch die Einführung von Produkten beeinflusst. Investoren machen sich derzeit generell bei Tech-Unternehmen Sorgen, vor allem bei denen, die stark subventionierte Smart Speaker auf den Markt bringen. Sonos sollte sich aber weiterhin im von ihm geschaffenen Multiroom-Wireless-Speaker-Markt behaupten können. Für das gesamte neue Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 10 % bis 12 % und sollte damit seine Wachstumsspanne auf Jahresbasis auf 14 aufeinanderfolgende Jahre ausdehnen können.

Tencent Music – Rückgang um 6 %

iQiyi ist nicht der einzige Spin-off eines chinesischen Dotcom-Riesen, der bei Investoren keinen Anklang fand. Tencent dachte, dass das Angebot seiner schnell wachsenden Online-Musiktochter am Markt besser ankommen würde. Man wollte Tencent Music für 13 bis 15 USD an den Markt bringen. Die Aktien schlossen den ersten Handelstag bei 14 USD ab und sanken dann unter 13 USD.

Tencent Music bietet alles, wonach sich Wachstumsinvestoren sehnen. Man dominiert den Heimatmarkt mit mehr als 800 Millionen aktiven Nutzern pro Monat und kontrolliert rund 75 % des chinesischen Streaming-Musikmarktes. Täglich aktive Nutzer verbringen durchschnittlich über 70 Minuten pro Tag mit dem Service. In den ersten neun Monaten von 2018 ist der Umsatz um 84% gestiegen und die Profitabilität hat sich mehr als verdreifacht. Tencent Music erwirtschaftet einen hohen Gewinn in einer Branche, in der die Lizenzkosten hohe Kosten verursachen.

Der Schlüssel liegt bei Tencent Music darin, dass weniger als 30 % des Umsatzes direkt mit den Musikdiensten erzielt werden. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes werden durch musikbezogene Social-Entertainment-Dienste generiert, größtenteils virtuelle Geschenke, die die Nutzer als Anerkennung für Karaoke oder Live-Performances versenden können. Tencent Music wäre vor einem Jahr ein heißer Kandidat gewesen, und dann ist dieser riesige Wachstumswert in nur einer Woche etwas abgerutscht. Aber hier sieht alles nach zukünftigem Wachstum aus.

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