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Ein vollständiger ETF-Leitfaden für REITs

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.01.2019, 10:00  |  492   |   |   

Millionen von Amerikanern besitzen Immobilien und obwohl die meisten Investoren an Aktien und Anleihen denken, wenn sie investieren wollen, können Immobilien eine gute Wahl für diejenigen sein. Immobilien haben einige attraktive Eigenschaften, die Aktien und Anleihen nicht haben, und der Besitz von Immobilien kann dir eine zusätzliche Diversifikation in deinem Anlageportfolio ermöglichen. In einigen Fällen kann die Investition in Immobilien dazu beitragen, Verluste in anderen Beteiligungen auszugleichen und so dein Kapital zu erhalten. Darüber hinaus gibt es weltweit nur eine begrenzte Anzahl von Immobilien und vor allem an bestimmten Standorten hat die Knappheit zu beeindruckenden langfristigen Renditen für Immobilieninvestoren geführt.

Direkt in Immobilien zu investieren, kann lukrativ sein, ist aber auch eine Herausforderung. Die Recherche nach bestimmten Einzelobjekten ist zeitaufwendig und die Durchführung von Transaktionen kann sehr lange dauern. Für diejenigen, denen es gefällt, schnell Aktien kaufen und verkaufen zu können, ist es eine Alternative, in Immobilienfonds zu investieren. Wie du im Folgenden  erfährst, stellen Immobilienfonds, kurz REITs genannt, Portfolios mit Dutzenden oder gar Hunderten von Immobilien zusammen und bieten ihren Aktionären die Möglichkeit, an den Erträgen und Werten der Immobilienaktien des REITs teilzuhaben.

Da Hunderte von verschiedenen REITs zur Auswahl stehen, bevorzugen viele Immobilieninvestoren börsengehandelte Fonds, die es ihnen wiederum ermöglichen, Anteile an Dutzenden von REITs in einer einzigen Anlage zu halten. Niedrige Kosten und die Möglichkeit, effizienter in Immobilien zu investieren, machen ETFs zu einer attraktiven Option für diejenigen, die Immobilieninvestitionen in ihr Portfolio aufnehmen wollen.

Nachfolgend erfährst du mehr über ETFs und REITs und dann werden wir einige der besten REIT-ETFs auf dem Markt vorstellen, zusammen mit detaillierten Informationen darüber, wie sie funktionieren und was ihre Vor- und Nachteile sind. Auf diese Weise lässt sich herausfinden, ob REIT-ETFs einen genaueren Blick hinsichtlich deines Portfolios wert sind.

Was ist ein REIT?

REIT steht für Real Estate Investment Trust und ist eine besondere Art von Anlagevehikel, das es mehreren Anlegern ermöglichen soll, ihr Geld aus einem gemeinsamen Pool in verschiedene Arten von Immobilien zu investieren. REITs bieten ihren Anlegern Aktien an und genau wie die Investoren der meisten anderen Arten von Unternehmen erhalten REIT-Aktionäre einen proportionalen Anteil an den Erträgen, die der Immobilienfonds ausschüttet, und den Vermögenswerten, die er besitzt.

Es gibt verschiedene Arten von REITs, die man in die folgenden Kategorien einteilen kann:

  • Equity REITs besitzen eigene Immobilien. Hypotheken-REITs hingegen investieren in Wertpapiere, die mit der Hypothekenfinanzierung von Immobilien verbunden sind, darunter nicht nur Hypothekendarlehen, sondern auch hypothekarisch gesicherte Wertpapiere und ähnliche Derivate.
  • REITs werden auch nach den Arten von Immobilien klassifiziert, die sie besitzen. Einige der Kategorien umfassen Wohnen, Einzelhandel, den Gesundheitsbereich, Energiespeicher, Industrie- oder Bürogebäude, Hotels, Rechenzentren und Bauholz-REITs. Da die zugrunde liegenden Vermögenswerte unterschiedlich sind, kann jede Kategorie von REITs unterschiedliche Merkmale aufweisen.

Der größte Vorteil von REITs besteht darin, dass sie es den Investoren ermöglichen, mit relativ moderaten Geldbeträgen eine Immobilieninvestition zu tätigen. Wenn du direkt in Immobilien investieren willst, dann erfordert das meist einen hohen Kapitaleinsatz. Bedenke: Typische Häuser in den USA kosten etwa 200.000 US-Dollar und unter den gewerblichen Immobilien wurden in den letzten zwei Jahren mehr als 300.000 für 1 Mio. US-Dollar oder mehr verkauft. Es würde Millionen von US-Dollar kosten, um selbst ein moderat diversifiziertes Immobilienportfolio mit etwa einem Dutzend Immobilien zusammenzustellen. Im Gegensatz dazu erlauben es REITs, in Immobilien zu investieren, und zwar bereits ab einem Preis von einer einzigen Aktie, der in der Regel weniger als 100 US-Dollar beträgt.

Der REIT-Vorteil für Einkommensinvestoren

Die andere primäre Anziehungskraft von REITs gilt für diejenigen Anleger, die Wert darauf legen, Erträge aus ihren Anlagen zu erhalten. REITs haben Steuervorteile, die die meisten Unternehmen nicht haben, da sie aufgrund ihres REIT-Status die Steuer auf Unternehmensebene vermeiden können. Stattdessen werden die Ertragsteuern von den Aktionären gezahlt, wenn sie Ausschüttungen aus dem REIT erhalten. Auf diese Weise vermeiden Immobilieninvestoren bei der Nutzung von REITs eine Doppelbesteuerung und verschaffen sich damit einen Vorteil gegenüber den meisten anderen Unternehmen.

Es gibt Dinge, die ein Immobilienunternehmen tun muss, um sich als REIT zu qualifizieren, und da wird es für die Aktionäre spannend. REITs müssen mindestens 75 % ihres Vermögens in Immobilien investieren und mindestens 75 % der Erträge müssen aus Vermietung oder anderen immobilienbezogenen Quellen stammen. REITs müssen über eine diversifizierte Aktionärsbasis von mindestens 100 Investoren verfügen, wobei keine fünf Investoren mehr als 50 % am REIT halten dürfen. Vor allem aber müssen REITs 90 % ihrer steuerpflichtigen Einnahmen in Form von Ausschüttungen an ihre Aktionäre weitergeben. Aufgrund dieses letzten Merkmals sind die Dividendenrenditen von REITs in der Regel höher als bei Aktien, was sie für Investoren zu einer Alternative zu Aktien macht, die auch noch das Potenzial von Kursgewinnen bietet.

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