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Syrien-Krieg Trump droht Türkei mit "wirtschaftlicher Zerstörung": Wie reagieren jetzt die Märkte?

14.01.2019, 13:16  |  3917   |   |   

In der Türkei hat sich die Lage auf den Devisen- und Aktienmärkten nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump angespannt. Trump drohte per Twitter, die Türkei für den Fall eines türkischen Angriffs auf die kurdische Armee in Nordsyrien "wirtschaftlich zu zerstören".

Nach dem Trump-Tweet verlor die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar zeitweise 1,7 Prozent auf 5,54 Lira. Am türkischen Aktienmarkt gab der türkische Leitindex BIST 100 um mehr als einen Prozentpunkt nach. "Der schon seit vergangener Woche anhaltende Abwärtstrend der Lira wurde durch die Aussagen von Trump verstärkt", so ein Devisenhändler laut "Reuters". In den letzten Monaten hatte sich die türkische Zentralbank bemüht, gegen den Willen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, der für Zinssenkungen ist, das Vertrauen der Anleger mit Zinsanhebungen zurückzugewinnen.

Drohungen

US-Präsident Donald Trump hatte die Türkei im Falle eines Angriffs auf kurdische Truppen in Nordsyrien am Sonntagabend unverhohlen gewarnt. Die Türkei werde "wirtschaftlich zerstört" werden, wenn sie die Kurden angreife, schrieb Trump auf Twitter. Außerdem forderte der US-Präsident eine 20 Meilen (gut 32 Kilometer) breite Sicherheitszone.

Trump wolle auf der anderen Seite aber auch nicht, dass die kurdische Armee die Türkei provoziere, meinte der US-Präsident in einem anschließenden Tweet. "Russland, der Iran und Syrien waren die größten Nutznießer der langfristigen US-Politik der Zerstörung von ISIS in Syrien. Die USA hat auch profitiert. Jetzt sei es aber an der Zeit, unsere Truppen wieder nach Hause zu bringen. Stoppt die endlosen Kriege", so Trump.  

Die Türkei pochte nach den Äußerungen Trumps darauf, dass die USA, die strategische Partnerschaft der beiden Nato-Staaten respektieren solle, so ein Tweet des türkischen Präsidentensprechers Ibrahim Kalın. Die USA unterstützt in Nordsyrien die Kurdenmiliz YPG im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS). Für die Türkei ist die YPG eine Terrororganisation, die es zu bekämpfen gilt.

Rückblick

Im vergangenen Jahr verlor die türkische Landeswährung im Vergleich zum Dollar bereits rund 30 Prozent an Wert. Lira-Investoren sind zudem besorgt, weil die Industrieproduktion der Türkei im November den dritten Monat in Folge nachließ. Das sei ein Zeichen dafür, dass sich die türkische Wirtschaft abkühle, so ein Händler.

Quellen:

Reuters

Hurriyet.de

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