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Hanfanbau in der Türkei Erdoğan setzt jetzt auf Hanf

14.01.2019, 14:12  |  3440   |   |   

Nachdem die USA Nutzhanf legalisiert haben, setzt sich nun auch der türkische Präsident Erdoğan für einen verstärkten Anbau von Industriehanf in der Türkei ein.

Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, setzt sich für die Wiedereinführung des Hanfanbaus in der Türkei ein. Dies berichten die türkische Tageszeitung "Hürriyet". In einer Rede an die Nation sagte Erdoğan: "Ich rufe meine Nation auf: Beginnen wir mit dem Anbau von Nutzhanf. Wir werden sehen, dass industrieller Hanf in vielen verschiedenen Bereichen viele Vorteile hat".

Es soll Industriehanf angebaut werden dürfen. Der Konsum und Anbau von Cannabis bleiben weiterhin illegal. Bereits seit 2017 dürfen Landwirte unter bestimmten Vorraussetzungen in 19 türkischen Provinzen Nutzhanf anbauen.

Laut Erdoğan soll der Hanfanbau lediglich für den türkischen Binnenmarkt erfolgen. Ein Export sei vorerst nicht geplant. Die Hanffasern sollen dabei insbesondere für die Produktion von Einkaufstaschen verwendet werden. Seit dem 1. Januar 2019 kosten Plastiktüten in der Türkei mindestens 25 Kurus (ca. vier Cent). Damit will die Regierung gegen Umweltverschmutzung vorgehen. Nun wolle man "Millionen Stofftaschen und Netze" aus Hanf ans Volk verteilen.

Erdoğan macht sich für die Nutzung von Hanfprodukten stark. Diese seien deutlich umweltschonender als Plastikprodukte: "Mein Mütterchen hat selbst zu Hause Netzfäden gemacht, und mit diesem Netz haben wir unsere Einkäufe erledigt. Wenn sie schmutzig waren, haben wir sie gewaschen und wiederverwendet. Dahin kehren wir jetzt zurück".

Erst vor kurzem legalisierte US-Präsident Donald Trump mit dem Farm Bill 2018 den industriellen Hanfanbau in den USA. Damit darf Nutzhanf in den USA wieder angebaut werden. Der Anbau bleibt jedoch genehmigungspflichtig.

Erdoğan Ankündigung soll bei Investoren und türkischen Unternehmen auf großes Interesse gestoßen sein. Mehr als 2.000 Investoren hätten sich bereits beim türkischen Hanf-Institut gemeldet, so die türkische Tageszeitung "Yeni Şafak".

Quellen:
Hürriyet
Stuttgarter Nachrichten
YENI Safak


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