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Aktien Frankfurt Dax vor Brexit-Abstimmung im Minus - Deutsche Post im Fokus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
15.01.2019, 15:03  |  1611   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach schwungvollem Beginn hat der Dax am Dienstag seine Gewinne vollständig abgegeben und am Nachmittag Verluste verbucht. Zuletzt stand das Barometer 0,29 Prozent tiefer bei 10 824,52 Punkten.

Noch am Vormittag hatten Nachrichten aus China, wo die Aussicht auf Steuersenkungen die Aktienkurse kräftig nach oben getrieben hatte, auch den deutschen Leitindex beflügelt und ihn bis fast an die runde Marke von 11 000 Punkten geführt. Nun aber scheinen sich die Börsianer immer stärker auf die Abstimmung im britischen Parlament über das Brexit-Abkommen am Dienstagabend zu konzentrieren.

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Der MDax als Index der mittelgroßen Unternehmen gab zuletzt um 0,06 Prozent auf 22 558,04 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,15 Prozent.

Marktbeobachter vermuten, dass das zwischen Premierministerin Theresa May und Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen keine Mehrheit im Parlament finden wird. "Sollte die britische Premierministerin so gut wie keine Unterstützung mehr finden, droht eine Verlängerung der Brexit-Krise", schrieb Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Die andauernde Unsicherheit dürfte dann die europäischen Börsen zur Wochenmitte wieder entsprechend negativ beeinflussen, erwartet er.

Die Aktien der Deutschen Post profitierten am Dienstag lange Zeit mit kräftigen Kursgewinnen von der Aussicht auf eine Portoerhöhung, drehten am Nachmittag nach detaillierteren Angaben zu der Anhebung aber deutlich ins Minus, zeitweise sogar mit mehr als dreieinhalb Prozent. Zuletzt verloren sie noch 2,2 Prozent. Nach Angaben der Post beträgt der von der Bundesnetzagentur eingeräumte Erhöhungsspielraum bei Briefen 4,8 Prozent. Damit würde das Brief-Porto von derzeit 70 Cent auf maximal 73,36 Cent steigen.

Laut der Post müssten dann zusätzliche Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen werden, um die Unternehmensziele zu erreichen. Das sorgte am Markt für eine herbe Enttäuschung, denn gehofft hatten Börsianer auf eine Anhebung auf 80 Cent.

Noch schwächer als die Post-Aktien waren im Dax nur die Papiere der Lufthansa mit minus 2,6 Prozent. Eine Abstufung auf "Halten" durch die Deutsche Bank setzte ihnen zu. Am Vortag hatten sie noch deutlich dazu gewonnen nach Aussagen zur Treibstoffkosten-Entwicklung.

In den USA geht derweil die Berichtssaison mit den Zahlen von JPMorgan weiter. Die größte US-Bank erzielte 2018 einen Rekordgewinn. Marktexperten hatten allerdings noch mehr erwartet, weshalb die Papiere im vorbörslichen US-Handel deutlich absackten. Im Dax belastete dies die Anteile der Deutschen Bank zeitweise recht deutlich. Zuletzt verloren sie 0,5 Prozent.

An der SDax-Spitze gewannen die Aktien des Technologiekonzerns Jenoptik nach einer Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe mehr als 9 Prozent. Einen Verlust von mehr als 9 Prozent verzeichneten am Index-Ende hingegen die Titel der Deutschen Beteiligungs AG nach vorsichtigeren Aussagen zur Gewinnentwicklung. Der Kursrutsch an den Aktienmärkten Ende 2018 dürfte sich negativ auf die Bewertung des Beteiligungsportfolios auswirken. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux stufte daraufhin die Anteile von "Hold" auf "Reduce" ab.

Abschläge von 4 beziehungsweise 3 Prozent verbuchten im MDax die Anteile des Gabelstaplerherstellers Kion und des Anlagenbauers Gea Group . Die Societe Generale hatte beide auf "Sell" abgestuft.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,07 Prozent am Vortag auf 0,06 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 142,52 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,16 Prozent auf 164,85 Punkte. Der Euro gab nach und kostete zuletzt 1,1412 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1467 Dollar festgesetzt./ajx

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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