DAX-0,11 % EUR/USD-0,09 % Gold-0,31 % Öl (Brent)-0,97 %

Forex-Report Konflikt USA/China dominiert Risikowahrnehmung – Exkurs Russland!

Gastautor: Folker Hellmeyer
23.01.2019, 09:49  |  1847   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1370 (07:32 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1336 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 109.69. In der Folge notiert EUR-JPY bei 124.71. EUR-CHF oszilliert bei 1.1341.

China:  Viel Irritationen, ausreichende Faktenorientierung?

Finanzmärkte neigen dazu bisweilen übermäßig zu reagieren. Das gilt insbesondere für Negativschlagzeilen. Gerade gegenüber Negativmeldungen aus China sind die westlich dominierten Finanzmärkte sehr sensibel.

Die Ankündigung, dass Foxconn als wichtiger Zulieferer für Apple 50.000 Stellen strich (Leiharbeiter), hatte im 4. Quartal 2018 für negative Furore gesorgt. Wir sind gespannt, wie die Märkte mit nachfolgender Meldung umgehen werden: Der Apple-Zulieferer Foxconn sieht im 1. Quartal 2019 in China Bedarf für 50.000 neue Mitarbeiter (Quelle Reuters, 09.56 Uhr 22.01.2019). Bisher ist die Reaktion kaum messbar. Wir verzichten an dieser Stelle auf eine weitere Kommentierung.

Gestern irritierten Nachrichten bezüglich der anberaumten Handelsgespräche zwischen den USA und China. Laut einem Medienbericht hätten die USA Gespräche für die Verhandlungen abgesagt. US-Präsident Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow wies dies jedoch kurz vor Ende des US-Handels zurück. Die verursachten Schäden durch diese Falschmeldung waren jedoch erheblich.

Es zeigt sich, dass die Finanzmärkte den Themenkomplex des US-Handelskonflikts mit China sehr sensibel begleiten. Das mag auch daran liegen, dass die Schäden bei einem Scheitern zu Lasten des US-Standorts anfallen würden (siehe EZB, Prognos). Die von China getroffenen Gegenmaßnahmen summieren sich mittlerweile auf mehr als 500 Mrd. USD.

Dieser für China und die Weltwirtschaft positive Aspekt ist an Märkten nicht diskontiert! „Chapeau!“

Zwingender Exkurs zu Russland:

Per 2018 sank die Auslandsverschuldung Russlands um 64,4 Mrd. USD auf zuletzt 453,7 Mrd. USD. Die Devisenreserven Russlands stellen sich derzeit auf gut 472 Mrd. USD.

Die westliche Sanktionspolitik hat Strukturen in Russland massiv positiv verändert. Man hat finanzielles „Deleveraging“ durch Reduktion der Auslandsverschuldung und Abwendung vom USD im Sektor der Devisenreserven betrieben und damit die Abhängigkeit vom Westen in Finanzfragen substantiell gesenkt.

Seite 1 von 2


Diesen Artikel teilen
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
KaufkraftparitätRatingagenturenLeiharbeiterDevisenreservenUSD


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Aus der Community
LUS Wikifolio-Index Performance von Kryptowährungen Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel