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Scheuer freut Initiative der Lungenspezialisten in Feinstaubdebatte

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
24.01.2019, 08:44  |  329   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer freut sich über die Initiative von mehr als hundert Lungenfachärzten, die Feinstaub- und Stickoxidgrenzwerte in Frage stellen. "Wir brauchen eine ganzheitliche Sichtweise", sagte der CSU-Politiker am Donnerstagmorgen im ARD-Morgenmagazin. "Wenn über 100 Wissenschaftler sich zusammenschließen, ist das schon einmal ein Signal." Die bisherige Debatte nannte er "schon sehr skurril".

Die Gruppe von Lungenspezialisten zweifelt den gesundheitlichen Nutzen der geltenden Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide (NOx) an. Sie sähen keine wissenschaftliche Begründung, die die geltenden Obergrenzen rechtfertigen würde, heißt es in einer Stellungnahme.

Grenzwerte sind Grundlage für Dieselverbote in Städten. In der EU gilt für Stickstoffdioxid (NO2) ein Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, für Feinstaub sind es Werte je nach Partikelgröße. Werden die Werte länger überschritten, stehen jeweils Verbote für Diesel-Fahrzeuge zur Debatte. Die Union hält die Werte für zu hoch. Scheuer sagte, die EU gebe die Möglichkeit Grenzwertmessstationen auch dort zu platzieren, wo die Schadstoffemissionen nicht am höchsten sind. Dies hält er für "eine vernünftige Herangehensweise an die Grenzwerte"./asg/DP/mis

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Kommentare

Klar spielt die Gesundheit eine Rolle.
Aber die wird nach Meinung vieler Lungenfachärzte durch diese niedrigen Werte doch gar nicht berührt.
Hätten wir die US Grenzwerte, hätten wir kein einziges Fahrverbot.
Die US Behörden halten die 40 mikrogramm Grenze für Blödsinn.
Man tanzt um einen von der EU aufgestellten Götzen, die alle zwingt, diesen Götzen als einen Gott anzuerkennen.
Wer dies nicht tut, wird von den Gerichten verfolgt.
In Hamburg auf der Max Brauer Allee herrscht in einem Abschnitt von 500 m Fahrverbot für ältere Diesel.
Die Fahrbahn ist vierspurig.
Die Messstation steht in der Mitte der vier Spuren auf einem Mittelstreifen.
Direkt auf die Fahrbahn konnte man sie nicht stellen, dort würde sie den Verkehr behindern. Wenn man die höchsten Werte messen will, dann steht sie genau richtig.
Nachdem was da von den Lungenfachärzten kommt, sind die Grenzwerte sowieso ohne medizinische Begründung.

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