Börse Daily am Sonntag mit DAX, Allianz, Infineon, United Internet, Sixt, IBM, Kaffee

27.01.2019, 08:00  |  4549   |   |   

Kritiker bemängeln, dass die Europäische Zentralbank den richtigen Zeitpunkt für eine Zinswende verpasst hat. Nachdem auch im neuen Jahr keine Anpassung des Leitzinses erfolgte, gehen die Märkte nun frühestens 2020 von einem solchen Schritt aus. Damit dürfte die Ära Draghi von keiner einzigen Zinsanhebung geprägt sein. Welch seltsame Blüten die Zinspolitik Draghis entwickelt, lässt sich deutlich am Immobilienmarkt ablesen. Daneben sind die Sparer die Leidtragenden, da die schleichende Enteignung durch das niedrige Zinsniveau deren Vermögen vernichtet.

Entspannung erfreut

Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Tagen auch von der Hoffnung über eine Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China profitiert. US-Handelsminister Wilbur Ross bemerkte allerdings, dass eine Einigung meilenweit entfernt sei. Die Auseinandersetzung beider Länder schlägt sich auch in den Konjunkturdaten nieder. So hatte zuletzt der Internationale Währungsfonds seine Prognose für die Weltkonjunktur reduziert. Nun nimmt auch die Bundesregierung das ehemalige Ziel von 1,8 Prozent auf nunmehr nur noch 1,0 Prozent zurück. Damit gibt es weitere Punkte, die einem nachhaltigen Anstieg an den Börsen im Wege stehen.

Firmen gehen

War es doch eines der schlagenden Argumente der Brexiteers: Große Firmen mit großen Fabriken können gar nicht anders als in Großbritannien zu bleiben. Das sieht Airbus-Chef Tom Enders anders und warnt nun klar und deutlich: All jene, die daran zweifeln, Airbus könnte im Falle eines No-Deal-Brexit Geschäfte von Grossbritannien abziehen, lägen falsch. Und um wirklich kein Missverständnis aufkommen zu lassen, fügte er noch hinzu: "Bitte hören Sie nicht auf den Wahnsinn der Brexiteers, die glauben, nur weil wir hier grosse Fabriken haben, wir würden sie nicht verlagern."

Kein Ende in Sicht

Auch andere Firmenlenker werden allmählich ungeduldig. Während Enders noch warnt, ziehen andere schon ihre Konsequenzen und bauen ihre Standorte in Großbritannien bereits jetzt schon ab. Last but not least belastet auch noch der immer noch andauernde Government Shutdown in den USA. Der Regierungsstillstand schadet allerdings der US-amerikanischen Wirtschaft, und zwar deutlich! Pro Woche sollen es rund 0,13 Prozentpunkte sein. Die Ausgangssituation für einen weiteren Anstieg an den Aktienmärkten ist daher denkbar schlecht. Vielmehr sollte nach der aktuellen Zwischenerholung eine erneute Abschwächung nicht überraschen

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