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Marktkommentar: Tilmann Galler (J.P. Morgan): Economic Update – 28. Januar 2019
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Marktkommentar Tilmann Galler (J.P. Morgan): Economic Update – 28. Januar 2019

Nachrichtenquelle: Asset Standard
28.01.2019, 11:05  |  716   |   |   

Die Übersicht "Economic Update" vom 28.01.2019 analysiert Veränderungen der konjunkturellen Daten und Kapitalmärkte.

Diese zweiwöchentlich aktualisierte Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick Veränderungen der konjunkturellen Daten und Kapitalmärkte, wobei auch die Implikationen für Anleger im Fokus stehen.

Wachstum

Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2018 keine technische Rezession erlebt. Nach der Schrumpfung der Wirtschaftsleistung im 3. Quartal erholte sich die Konjunktur im 4. Quartal leicht, insbesondere auf Grund eines stärkeren privaten Verbrauchs. Für das Gesamtjahr stellt das Statistische Bundesamt ein Wirtschaftswachstum von 1,5% fest. Die Stimmungsindikatoren in der Euro-Zone deuteten zuletzt abwärts: Im Januar sank der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Dienstleister um 0,4 Punkte auf 50,8, was aber vor allem am Rückgang in Frankreich lag. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe ging um 0,9 Punkte auf 50,5 zurück.

Jobs

Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelte sich zum Jahresende weiter gut. Von November auf Dezember sank die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt um 14.000, gegenüber dem Vorjahr wurden 175.000 Arbeitslose weniger gezählt. Auch die Erwerbstätigkeit legt weiter zu: Im November stieg sie um 34.000 auf 45,22 Millionen Personen. In der Euro-Zone ging die Arbeitslosenrate von Oktober bis November von 8,0% auf 7,9% zurück. In den USA bleibt der Arbeitsmarkt stark, im Dezember schufen die Unternehmen weitere 312.000 Jobs.

Gewinne

In den USA ist die Berichtssaison zum 4. Quartal 2018 angelaufen. 47 Unternehmen aus dem Index S&P 500 haben Zahlen vorgelegt. 74% übertrafen die Gewinnerwartungen, 36% die Umsatzerwartungen. Die Steuersenkungen waren im 4. Quartal für ein Gewinn-Plus von etwa sieben bis acht Prozent verantwortlich. Für die operativen Gewinne wird für das Gesamtjahr ein Plus im Vergleich zum Vorjahresquartal von rund 26% erwartet. Auch im europäischen Index Stoxx600 haben die ersten Gesellschaften Zahlen veröffentlicht. Derzeit wird mit einem Gewinnwachstum im 4. Quartal 2018 gegenüber Vorjahresquartal von 4,8% (ohne Energie-Sektor: 2,8%) und einem Umsatzplus von 4,4% (ohne Energie-Sektor: 0,5%) gegenüber Vorjahresquartal gerechnet.

Inflation

Die Inflationsrate war zum Jahresende 2018 auf dem Rückzug. In Deutschland sank sie von 2,3% im November auf 1,7% im Dezember. In der Euro-Zone betrug die Teuerungsrate im Dezember 1,6% nach 1,9% im November. Die Kerninflationsrate (ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel) stagnierte bei 1,0%. In den USA ging die Inflation im Dezember auf 1,9% (Vormonat: 2,2%) zurück, die Kernrate blieb mit 2,2% unverändert.

Zinsen

Die US-Notenbank hat im Dezember erwartungsgemäß den Leitzinskorridor um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25%-2,50% erhöht. Die Zentralbanker betonten die gute Verfassung der amerikanischen Konjunktur, blieben aber etwas vorsichtiger. Im Mittel erwarten sie dieses Jahr nun nur noch zwei und nicht mehr drei Leitzinserhöhungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) beendete auf ihrer Dezember-Sitzung ihr Anleihekaufprogramm. Erträge auslaufender Papiere will sie aber weiter reinvestieren. Ihre Leitzinsen wird die EZB nach eigener Aussage mindestens bis Sommer 2019 stabil halten. 

Risiken

• Turbulenzen an den Kapitalmärkten aufgrund schlechterer Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken.
• Konjunkturelle Abschwächung in China und Europa.
• Schwächere Gewinndynamik der Unternehmen in den kommenden Quartalen.
>• Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA, Europa sowie China.
• Destabilisierung der Eurozone aufgrund der Ausgabenpolitik der neuen Regierung in Italien.

Investmentthemen

• Aktien und europäische Hochzinsanleihen bleiben aufgrund von Bewertung und der aussicht auf steigende Gewinne vorerst attraktiv.
• Gestiegene US-Renditen und höhere Marktrisiken rechtfertigen aktuell eine neutrale Duration.
• Wir präferieren zur Zeitaufgrund des defensiven Charakters: US-Aktien und Large-caps.



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