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Monatsrückblick Dezember

28.01.2019, 14:50  |  421   |   |   

Der letzte Monat im vierten Quartal war ähnlich volatil wie die vorherigen Monate. So verloren Nasdaq, S&P und Nikkei auf Monatssicht rund 10%. Die bis dato stark gebeutelten europäischen Märkte fielen noch einmal um 6%. Lichtblick waren lediglich einige Schwellenländer. Die Gründe für den schwachen Ausklang waren vielfältig: politische Probleme in Europa (Brexit, Italien, Frankreich, Automobilmarkt) und die Konfrontationspolitik des US-Präsidenten (Haushalts- und Handelsstreit). Aber auch Schleifspuren bei den volkswirtschaftlichen Daten führten zu Gewinnwarnungen bei namhaften deutschen Unternehmen wie BASF und Fresenius.

 

Die globalen Anleihenmärkte standen im Lichte der Aktienmärkte. Die beschriebenen Kursverluste auf den weltweiten Aktienmärkten und ansteigende Volatilitäten sorgten für die üblichen Effekte: Renditen für sichere Anleihen fielen, Credit Spreads weiteten sich aus und „Fluchtwährungen“ konnten zulegen. Die Renditen für 10-jährige US-Treasuries oder Bundesanleihen fielen nennenswert auf rund 2,75% bzw. 0,25%. Die Credit Spreads hingegen notierten im Schnitt und im Monatsvergleich erneut auf höherem Niveau. Im Credit-Universum konnten allerdings italienische Anleihen ein Kursfeuerwerk entfachen, nachdem Brüssel und Rom sich auf einen Haushaltsentwurf einigten, der eine leicht geringere Neuverschuldung für 2019 vorsieht. Auf den Währungsmärkten mussten die Dollar-Währungen gegenüber dem Euro im Dezember an Wert einbüßen. Während der US-Dollar zur Gemeinschaftswährung 1,3% verlor, war es für die „kleineren“ Währungen (kanadischer, australischer und neuseeländischer Dollar) mit bis zu 4,5% innerhalb des Monats Dezember erheblich mehr. An der Spitze der Gewinner-Währungen stand der japanische Yen mit einer gut 2%-igen Aufwertung zum Euro im Dezember. Die schwedische Krone konnte dank der Zinserhöhung der Riksbank um 1,5% zulegen; die norwegische Krone hingegen litt unter dem Verfall des Ölpreises. Alles in allem also auf den Währungsmärkten eine doch beachtenswerte Divergenz. Ein goldener Lichtblick im Dezember war die Entwicklung des Goldpreises, der einerseits von der Fed-Sitzung (Zinserhöhung für Dezember, weniger zu erwartende Zinsschritte in 2019) und andererseits von der hohen Unsicherheit profitierte.

 

Der Markt startet in das Jahr 2019 weiterhin mit hoher Volatilität. Änderungen an der Zusammensetzung der easyfolio Strategien wurden nicht vorgenommen.

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