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Finanzinvestoren wollen Nord/LB deutlich verkleinern und modernisieren

Gastautor: w:o Gastbeitrag
01.02.2019, 07:58  |  574   |   |   

Die privaten Investoren Cerberus und Centerbridge, die derzeit für einen Minderheitsanteil an der Nord/LB bieten, wollen die Landesbank schrumpfen und modernisieren.

Wie die „WirtschaftsWoche“ aus Kreisen der Eigentümer erfuhr, sieht ihre Planung für das Institut vor, in den kommenden Jahren 300 Millionen Euro in eine neue Technologieplattform zu investieren. Damit soll die Bank besser für die Digitalisierung aufgestellt werden.

Zudem soll sich die Bank stärker auf die Finanzierung von Infrastruktur, Immobilien und Mittelständlern konzentrieren und Randaktivitäten aufgeben. Die Bilanzsumme soll dadurch mittelfristig auf 80 Milliarden Euro sinken. Cerberus uns Centerbridge kommentierten die Informationen nicht.

Beide Investoren haben am Wochenende ein gemeinsames Angebot für die Nord/LB abgegeben. Laut Insidern bieten sie gemeinsam 600 Millionen Euro für rund 49 Pro zent der Bank.

Das Land Niedersachsen müsste einen ähnlich hohen Betrag beisteuern und würde weiterhin Mehrheitseigner bleiben. Zudem soll das Land Pensionslasten in Höhe von 2,4 Milliarden Euro übernehmen und für etwa fünf Jahre Garantien für Forderungen der Bank in Milliardenhöhe übernehmen.

Die Sparkassen sollen Teile der NordLB wie die Landessparkasse Braunschweig und das Verbundgeschäft übernehmen. Dadurch soll die Zahl der Mitarbeiter um 1500 und die Bilanzsumme von derzeit 155 Milliarden Euro um 30 Milliarden Euro verringern. 

Ob die Investoren den Zuschlag erhalten ist offen. Die Sparkassen, die 26 Prozent an der Nord/LB halten, arbeiten derzeit gemeinsam mit anderen Landesbanken an einer verbundinternen Lösung.

Quelle: WirtschaftsWoche, 31.1.2019



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