US-Notenbank FED macht eine 180-Grad-Drehung Fondskongress Mannheim: Jetzt beginnt die Phase der wichtigen Entscheidungen für die Weltbörsen!

05.02.2019, 22:02  |  2535   |   |   

Nachdem der Chef der amerikanischen Notenbank FED Jerome Powel letzte Woche signalisierte, dass es keine weitere Zinserhöhung im ersten Halbjahr mehr gibt und das er auch dem Markt keine weitere Liquidität mehr erzielen will. Viele Fondsmanager gaben daher auf dem Fondskongress am 30./31. Januar in Mannheim einen verhalten positiven Ausblick für dieses Jahr und zwar sowohl für die Aktien- als auch die Rohstoffmärkte. Andere Referenten waren wiederum der Überzeugung, es wird weiter sehr volatil bleiben. Einige rechnen sogar mit einem Crash in 2019. Mit am besten schnitt bisher weiterhin die Moskauer Börse ab, aber auch Gold erholte sich ein wenig.

Fondskongress im Mannheim mit überwiegend positivem Ausblick

 

Beim wie immer  sehr gut besuchten Fondskongress in Mannheim, wo über 120 Fondsmanager ihre Investmentideen vortrugen, war die Stimmung trotz des schwachen Aktienjahrs in 2018 sehr positiv und hoffnungsvoll. Für viel Diskussions- und Gesprächsstoff sorgten die absichtlich etwas provokativen  Vorträge von Friedrich Merz, Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock, der vor allem auf die großen Herausforderungen für Europa aufgrund der starken Konkurrenz aus China auch im Technologiebereich einging und Thilo Sarrazin, der die Folgen der Migrationspolitik für Deutschland und Europa beschrieb, was sicherlich beides sehr wichtige Themen sind.

 

Gute Chancen für Emerging Markets

 

Anlass zur Hoffnung gaben aber auch Vorträge wie von dem bekannten Vermögensverwalter und Fondsmanager  Dr. Jens Erhardt, der zumindest für das erste Halbjahr aufgrund der neuen monetären Entwicklung viel Spielraum nach oben sieht. Carlos von Hardenberg von Möbius Capital Markets glaubt daran, dass nun die beste Dekade für Emerging Marktes aufgrund der niedrigen Bewertung und guten Wachstumsaussichten  beginnt, die im letzten Jahr aber noch enttäuschten. Der erst im letzen Jahr lancierte  Emerging Market Fonds von Möbius setzt vor allem auf Small und Mid Caps in den Schwellenländern.

 

China weiter sehr wichtig für die Rohstoffmärkte

 

Eugen Weinberg, der Rohstoffexperte der Commerzbank AG, war aber auch sehr positiv für Rohstoffe gestimmt wegen der anhaltend hohen Nachfrage aus China und den enormen Infrastrukturinvestitionen wie das Projekt „One belt - one road“, also dem Seidenstraßenprojekt von China bis nach Duisburg, in den neben Russland auch fast 70 weitere Länder bei dem Bau von Straßen, Eisenbahnlinien, Häfen und Flughäfen , also großen Infrastrukturinvestitionen, einbezogen sind. Dieses Mega-Projekt ist den USA ein Dorn im Auge, weil es damit viele Länder auch mehr an China bindet.  China wird nach seiner Meinung in einigen Jahren Marktführer auch in wichtigen Technologiebereich wie künstliche Intelligenz und E-Mobilität werden. Sie soll die Produktion von E-Autos von gegenwärtig 1 auf 7 Mio. Stück bis 2015 ansteigen. Dafür wird in Zukunft viel mehr Kupfer und Nickel gebraucht.

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