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Frugalismus Wie Frugalismus und finanzielle Bildung die Welt verändern könnten...

12.02.2019, 13:55  |  712   |   |   

Ich bin Frugalist - Das bedeutet ich spare den Großteil meines Geldes mit dem Ziel meine zukünftige Lebenszeit von unserer Wirtschaft zu entkoppeln. Hochtrabende Worte, doch warum Frugalismus mehr als nur Sparen ist, und wie sie als finanziell gebildeter Mensch von der Bewegung profitieren können, das erfahren sie in diesem Artikel.

Zunächst einmal ist vielen Lesern von Wallstreet-Online sicher klar, mit welchen Problemen unsere Wirtschaft zur Zeit zu kämpfen hat: Das Geld findet keine Entsprechung mehr, Produkte müssen alle paar Jahre kaputt gehen, weil es ohne stetigen Konsum nicht mehr das nötige Wachstum gibt um die Staatsschulden (zumindest ansatzweise) auszugleichen. Wir stehen vor einem verheerenden Crash, der zweifelsohne irgendwann kommen muss und schieben ihn durch Tricksereien wie Fiatgeld und niedrige Bargeldreserven auf. 

Es ist (wohlgemerkt mit Vorsicht) davon auszugehen, dass absichtlich keine finanzielle Bildung erfolgt, damit die Deutschen weiterhin Staatsanleihen erwerben und Geld in Sparpläne einzahlen, die durch die (real höhere) Inflation bis zur Rente nur noch die Hälfte ihres ursprünglichen Werts widerspiegeln. Das alte Konzept: "Arbeit für große Unternehmen, Sparen und Häuslebauen" ist in vielerlei Hinsicht gefährlicher als reflektiertes Investment in Immobilien, Aktien und ETFs. Wir werden zu finanzieller Unmündigkeit bewegt und müssen dem entgegenwirken, indem wir unser Handeln hinterfragen und uns über die Grundlagen des Geldsystems, Wertschöpfung, Kreditvergabe, Remote Jobs und auch Sparsamkeit (oder noch besser Frugalismus) informieren. Die Plattform, zu deren Besuch ich an dieser Stelle anraten möchte und die genau zu diesem Zweck ins Leben gerufen wurde lautet Geldhelden.org!

Aber genug kritisiert. Tatsächlich existieren nämlich schon einige Lösungsansätze, die nicht nur im Einzelfall unser Leben verändern würden, sondern auch wünschenswerte wirtschaftliche Folgen hätten. Ich rede vom Frugalismus. Wie in dieser ARD Reportage oder dem Artikel: "Durch 10 Regeln mit 40 in Rente" skizziert geht es hierbei darum unsere Wirtschaft zu entschleunigen und dadurch unser Geld wieder ein Stück weit der Realwirtschaft anzugleichen. Dies ginge natürlich auch jetzt schon mit verheerenden Konsequenzen einher, würde jedoch auch dazu führen, dass unsere Wirtschaft langfristig Bestand haben kann. Ein kurzer Blick auf den Anstieg der Schuldenlast innerhalb weniger Jahre (repräsentativ für diese Problematik sie die 12% weltweit die in den letzten 3 Jahren hinzukamen) spricht Bände darüber, dass die Art unseres Konsums sich ändern muss. Konsum ist in der heutigen Zeit nämlich nicht einfach Anstieg des BIP, sondern oft lediglich Anstieg der Schulden. 

Um nun zu einer natürlichen Konsumform zurückzukehren, in der nur das Platz hat, was funktional ist und das Leben des Konsumenten langfristig bereichert, eignen sich wunderbar die Prinzipien des Frugalimus. Wer finanziell aufgeklärt ist, der lässt sich schwerer zum Spielball des Marktes machen. Wer selbst investiert, der nimmt den Banken einen Teil ihrer Macht. Aus diesen Gründen propagiert der Frugalimus, dass sich jeder finanziell weiterbilden und Geld nicht für Konsumgüter sondern zum Schaffen einer Lebensgrundlage und einer Zukunftsvorsorge einsetzen sollte.

Wie sich der Frugalismus innerhalb ihres Lebens ohne Verzicht umsetzen lässt, dass erfahren sie in dem Artikel: Frugalismus - Geld sparen als Nebeneffekt eines glücklicheren Lebens

 

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