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Grauer Kapitalmarkt Krypto-Derivate: Das große Zocken hat begonnen

13.02.2019, 10:16  |  1382   |   |   

Nach Bitcoin-Futures nimmt nun auch der Handel von unregulierten Derivaten auf Kryptowährungen deutlich zu.

Immer mehr Miner und Investoren verkaufen Derivate auf Kryptowährungen, um an frisches Kapital zu gelangen und den Wertverlust ihrer Krypto-Assets auszugleichen. Der Bedarf für strukturierte Finanzprodukte auf Kryptowährungen nimmt derart rasant zu, dass sich Krypto-Unternehmen verzweifelt an die Banker der Wall Street wenden. Dies berichtet der US-Nachrichtensender "Bloomberg".

Sam Bankman-Fried, CEO von Alameda Research, erklärt: "Jeder, der viele Coins besitzt, hat während der Baisse von 2018 gesehen, dass sein Geschäft von den Preisen am Krypto-Markt abhängt". Und weiter: "Wenn die Preise für Krypto-Assets sinken, kann es für das Überleben dieser Akteure entscheidend sein an frisches Kapital zu gelangen".

Krypto-Miner, die neue Coins produzieren und Transaktionen verifizieren, sowie Unternehmen, die im Rahmen von ICOs Geld gesammelt haben, müssen kreativ werden, um im Geschäft zu bleiben. Sie gehören zu den Hauptverkäufern von Derivaten auf Kryptowährungen, insbesondere Kaufoptionen (Call-Option).

Der Optionshandel wurde auch von einer wachsenden Gruppe von ehemaligen Wall Street-Profis vorangetrieben, welche die traditionelle Finanzwelt für Kryptos verlassen haben. Zu den wichtigsten Akteuren am Markt für Krypto-Derivate gehören QCP Capital, mit Sitz in Singapore und das 2011 geründete US-FinTech Akuna Capital.

Während Bitcoin-Futures an regulierten Terminbörsen wie der CME gehandelt werden, handelt es sich beim Krypto-Optionshandel um weitestgehend unregulierte private bilaterale Verträge. Deshalb ist es schwierig an offizielle Zahlen zu gelangen. Der Optionshandel auf Kryptos hat auch erst vor etwa sechs Monaten Fahrt aufgenommen, während Bitcoin-Futures bereits seit 2017 handelbar sind.

Durch den Verkauf von gedeckten Krypto-Call-Optionen könnten Miner und Krypto-Unternehmen ein gewisses Einkommen aus ihren gehaltenen Krypto-Assets generieren. Sie schränkt jedoch ihre Fähigkeit ein, von Kurssteigerungen zu profitieren, denn der größte Teil des Gewinns geht an den Käufer der Option.

So z. B. hat QCP im vergangenen Monat eine dreimonatige Call-Option auf 250 Bitcoins gekauft. Der Vertrag hat einen sogenannten Ausübungspreis von 4.200 US-Dollar pro Bitcoin. Wenn der Marktpreis für Bitcoin nach Ablauf der Frist unter dem Niveau von 4.200 US-Dollar liegt, würde die Gegenpartei von QCP - in diesem Fall ein ICO-Projekt - eine Prämie von 66.250 US-Dollar erheben und ihre Bitcoins behalten. Wenn Bitcoin im April 2019 die 4.200 US-Dollar überschreitet, muss die Gegenpartei ihre 250 Bitcoins zu diesem Preis verkaufen, wobei QCP den Rest des Gewinns erhält.

"Bloomberg" führte mit Interviews mit einem Dutzend Krypto-Händlern und Investoren zum Optionshandel auf Kryptowährungen. Dabei kamen die Journalisten zu einem geschätzten monatlich Umsatzvolumen beim Krypto-Optionshandel von 125 Millionen bis 500 Millionen US-Dollar.

Quelle:

Bloomberg


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