Sammelklagen Wirecard: Jetzt laufen die ersten Klagen in den USA

13.02.2019, 14:04  |  4149   |   |   

In den letzten Wochen gab es viel Wirbel um das Papier des Zahlungsdienstleisters Wirecard. Nachdem der Börsenwert des Unternehmens die 25 Milliarden US-Dollar Marke geknackt hatte, liegen nun schwere juristische Vorwürfe gegen Wirecard vor.

Laut Medienberichten wurden in den USA die ersten Sammelklagen wegen angeblicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze bereits eingereicht. Nun rechnet man mit einer Klagewelle.

"Wir konzentrieren uns auf Verluste von Investoren, das Ausmaß, in dem die Unternehmensführung an Luftbuchungen beteiligt gewesen sein könnte, und die Frage, ob Anleger womöglich in die Irre geführt wurden", sagte Reed Kathrein von der US-Kanzlei Hagens Berman. Die Kanzlei gehört zu den Anwaltsfirmen, die Wirecard ins Visier nehmen und schon bei anderen Fällen tätig war - u.a. beim Dieselgate gegen Volkswagen und Daimler.

Das "Handelsblatt" berichtet: "Mehrere US-Kanzleien haben in den vergangenen Tagen Aufrufe gestartet, um von Kursverlusten betroffene Anleger als Mandanten zusammenzutrommeln".

Die Wirecard-Aktie notiert aktuell bei 98,56 Euro (13:54 Uhr).

Wirecard

Rückblick:

Die starken Kursturbulenzen wurden durch Berichte der "Financial Times" ausgelöst. In diesen Berichten geht es um die womöglich bewusste Bilanzmanipulation und Dokumentenfälschung durch einen Mitarbeiter in Singapur.

Dass Wirecard mit Manipulationsanschuldigungen konfrontiert wird, ist hierbei nicht das erste mal. Bereits in der Vergangenheit wurde das Image des Dienstleisters mit etwaigen Vowürfen beschädigt. Bisher hat Wirecard die schwerwiegenden Anschuldigungen zurückgewiesen und will die "Financial Times" verklagen.

Quellen:

Spiegel

Handelsblatt

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