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Eilmeldung Lira-Crash belastet zunehmend türkische Realwirtschaft

14.02.2019, 12:18  |  11407   |   |   

Der Lira-Crash vom Sommer 2018 wirkt sich vermehrt auf die Realwirtschaft der Türkei aus. Im Dezember 2018 sank die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent. Dies ist der stärkste Rückgang seit Juni 2009.

Der Rückgang der türkischen Industrieproduktion vom Dezember ist der stärkste seit Juni 2009. Dadurch dürfte auch das Bruttoinlandsprodukt der Türkei im vergangenen Quartal um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal geschrumpft sein, erklärte Muammer Komurcuoglu, ein Ökonom aus Istanbul, gegenüber "Bloomberg". In den letzten drei Monaten des Jahres könnte die Wirtschaft sogar um bis zu vier Prozent geschrumpft sein, so Analysten von HalkInvest.


Quelle: TURKSTAT

Besonders stark fiel der Rückgang der Industrieproduktion im Bereich des verarbeitenden Gewerbes aus. Dort sank die Produktion um 10,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden lag der Rückgang bei 2,1 Prozent. Im Bereich Strom, Gas, Dampf und Klimaanlagen ging die Produktion um 1,2 Prozent zurück.

Die größte Volkswirtschaft des Nahen Ostens kämpft weiterhin mit den Folgen des Lira-Crash vom Sommer 2018. Infolge der Währungskrise war die Binnennachfrage eingebrochen und die Preise nach oben geschnellt.

Außerdem gerieten Banken zunehmend in Bedrängnis, da viele türkische Konzerne ihre Kredite nicht bedienen konnten. Die türkische Zentralbank zögerte bis September 2019, bevor sie schließlich den Leitzins anhob. 

Quellen:

Turkstat

Bloomberg

Wertpapier
TRY/EUR


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