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Chinas Außenhandel überraschend stark - Handel mit USA schrumpft

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Nachrichtenquelle: Shareribs
14.02.2019, 15:16  |  536   |   
Peking 14.02.2019 - Der chinesische Außenhandel hat sich im Januar stärker entwickelt, obgleich die Importe gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgingen. Die Rohstoffimporte blieben derweil stark.

Viele Konjunkturindikatoren haben in den vergangenen Monaten eine Konjunkturabkühlung in China ausgewiesen. Trotz des Handelsstreits mit den USA konnte sich der Außenhandel der Volksrepublik auch im Januar vergleichsweise stark entwickeln. So wuchsen die Exporte im Januar um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, erwartet wurde ein Rückgang um 3,2 Prozent. Im Dezember schrumpften die Exporte um 4,4 Prozent. Der Import schrumpfte derweil um 1,5 Prozent, allerdings wurde ein Rückgang um 10,0 Prozent erwartet und im Dezember war ein Rückgang um 7,6 Prozent zu verzeichnen.

Der Handelsbilanzüberschuss betrug 39,16 Mrd. USD, gegenüber 57,06 Mrd. USD im Dezember 2018.

Aber auch am Außenhandel ist der Handelsstreit mit den USA nicht spurlos vorbeigegangen. Die Lieferungen in die USA sind um 2,4 Prozent zurückgegangen. Die Importe von US-Waren gingen um 41,2 Prozent zurück. Der Handelsbilanzüberschuss mit den USA ging auf 27,3 Mrd. USD zurück.

Dagegen wurde ein Anstieg des Handelsvolumens mit der Europäischen Union um 17,6 Prozent verzeichnet. Der Handel mit Japan wuchs um 6,5 Prozent.  

Ökonomen gehen davon aus, dass die Januardaten auch von Vorzieheffekten aufgebläht wurden. So dürften Händler noch vor dem Beginn des chinesischen Neujahresfest am 5. Februar Lieferungen abgewickelt haben.

Rohstoffimporte überwiegend stabil

Die Importe von Eisenerz wuchsen im Januar um 5,3 Prozent, wobei hier ein Gutteil der Nachfrage auf Aufstockungen vor dem Neujahrsfest entfiel. Die Importe beliefen sich auf 91,26 Mio. Tonnen. Vor einem Jahr importierte die Volksrepublik jedoch 100,3 Mio. Tonnen.

Der Import von Sojabohnen lag um 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Land importierte 7,38 Mio. Tonnen Sojabohnen, wobei die Importe im Dezember bei nur 5,72 Mio. Tonnen lagen. Ein Analyst von Shanghai JC Intelligence sagte laut Reuters, dass der Anstieg auf verzögerte Dezemberlieferungen zurückzuführen sei. Zudem seien hauptsächlich brasilianische Sojabohnen importiert worden.

China importierte im Januar 42,59 Mio. Tonnen Rohöl, was 10,07 Mio. Barrel/Tag entspricht. Gegenüber dem Vorjahresmonat stellt dies einen Anstieg um 5,1 Prozent dar. Laut S&P Global Platts habe es auch hier Engpässe in der Logistik gegeben, weshalb auch hier Dezemberlieferungen erst im Januar gezählt wurden.

Weiterhin importierte das Land 479.000Tonnen Kupfer, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat stellt dies ein deutliches Plus dar. Die Importe von Kupferkonzentrat lagen bei 1,895 Mio. Tonnen und sind damit nahezu auf ein Rekordhoch gestiegen. Grund für die höheren Lieferungen sind unter anderem die strengen Auflagen für den Import von Kupferschrott zum Jahresbeginn, weshalb die Verbraucher die Nachfrage aus anderen Quellen decken müssen.

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