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Adidas, Nike und Puma – neue Allzeithochs oder Korrekturgefahr?

Nachrichtenquelle: Sharedeals
14.02.2019, 21:10  |  300   |   |   
Wenn man an Sportartikelhersteller denkt, fallen einem wohl als erstes die drei Namen Adidas (WKN: A1EWWW), Nike (WKN: 866993) und Puma (WKN: 696960) ein. Zwar gibt es noch weitere Anbieter wie Under Armour (WKN: A0HL4V), aber diese sind noch längst nicht so bekannt wie diese großen Drei. Dabei ist auch deren Unternehmensgeschichte sehr interessant.

Denn Adidas und Puma gibt es nur, weil sich seinerzeit die beiden Brüder Adolf und Rudolf Dassler gestritten haben. Der Name Adidas ist denn auch aus dem Namen des Gründers Adolf Dassler entstanden. Da der Name Rudidas nicht so besonders gut geklungen hätte, benannte Rudolf Dassler sein Konkurrenzunternehmen schließlich nach einer Raubkatze, Puma.

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Der Name Nike hingegen kommt aus der griechischen Mythologie, wo die Siegesgöttin diesen Namen trug. Entstanden aber ist der Konzern aus Beaverton, Oregon (USA) allerdings einst unter dem Namen Blue Ribbon Sports – und vertrieb zunächst Sportschuhe der Marke Asics. Basis des Geschäftsmodell war jedoch ein Konzept, dass Unternehmensgründer Phil Knight im Rahmen seiner Abschlussarbeit im Bereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität entwickelt hatte. Im Jahr 1989 übernahm Nike die Weltmarktführerschaft im Bereich Sportartikel und konnte diese bis heute verteidigen.

Sportartikelhersteller befinden sich in einem langfristigen Boom-Markt
Alle drei oben genannten Aktien notieren derzeit, trotz der Korrektur an den Aktienmärkten bis Dezember, nahe ihrer Allzeithochs. Dies zeigt eine große relative Stärke an und ist prinzipiell eigentlich sehr positiv zu werten. Eigentlich, denn langsam aber sicher beginnt die ein oder andere der genannten Aktien doch Sorgen zu machen. Bis heute waren diese Sorgen noch charttechnischer Natur. Inzwischen zeichnen sich jedoch auch aus fundamentaler Sicht erste Wolken am Horizont ab.

Zwar befinden sich alle drei Aktien in langfristigen Aufwärtstrends, was auch so bleiben dürfte. Denn der Markt für Sportartikel ist ein langfristiger Boom-Markt, da Sportbekleidung im Laufe der Zeit immer gesellschaftsfähiger geworden ist und auch zukünftig gesellschaftsfähiger werden dürfte. Aber auch innerhalb solch langfristiger Trends kommt es eben zwischenzeitlich schon mal zu deutlicheren Schwächephasen mit entsprechenden Korrekturbewegungen der Aktien. Dies gilt umso mehr, wenn sich die konjunkturelle Lage eintrübt – und genau das ist derzeit der Fall!

China kriselt, die Eurozone schwächelt und jetzt geraten auch noch die USA unter Druck!
So kriselt die Konjunktur in der Volksrepublik China, schon aufgrund des „Handelskriegs“ von Donald Trump mit dem Reich der Mitte. Da insbesondere Deutschland zuletzt sehr stark auf China gesetzt hat, gerät auch die deutsche Wirtschaft immer mehr ins Hintertreffen. Auf Basis der heute vorgelegten Daten ist sie im vierten Quartal gerade noch um eine technische Rezession herum gekommen. In anderen Euroländern wie Italien sieht es jedoch noch schlechter aus, so dass die Eurozone als ganzes immer stärker schwächelt.

Bleiben noch die USA, wo US-Präsident Donald Trump die Aktienkurse auch mit Hilfe massiver Steuersenkungsprogramme befeuert hat. Hier sahen wir zuletzt eine 180°-Wende der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in Sachen Geldpolitik. So langsam wird auch immer klarer warum. Denn auch wenn die Fed-Offiziellen noch beteuern, wie stark die US-Wirtschaft laufe, glaubt das spätestens nach den heute vermeldeten Einzelhandelsdaten (den schlechtesten seit neun Jahren!) wohl keiner mehr.

Die großen Notenbanken halten dagegen, aber…
Obwohl sich also generell die konjunkturelle Entwicklung nahezu weltweit immer weiter eintrübt, scheinen die Anleger an den Börsen dies noch weitestgehend zu ignorieren. So hat der chinesische Leitindex Shanghai Composite zuletzt eine Doppelboden-Formation ausgebildet und befindet sich schon wieder auf dem Weg nach oben. Der DAX und andere europäische Leitindizes tun sich zwar noch schwerer, auf ihnen lastet jedoch auch der anstehende Brexit. In den USA dagegen vertrauen die Anleger nahezu uneingeschränkt auf die US-Notenbank und ihre Geldpolitik.

Da kann man nur hoffen, dass ihr Glaube nicht enttäuscht wird. Denn sonst könnte in absehbarer Zeit größerer Ungemach an den Börsen dieser Welt drohen. Bei einigen, besonders konjunktursensiblen Unternehmen bzw. deren Aktien, kann man das heute schon beobachten. So verliert bspw. das Papier von Coca Cola heute ca. -7% an Wert, da der Konzern wohl die hochgesteckten Gewinnerwartungen nicht erfüllen können wird. Sportartikelhersteller wie Adidas, Nike und Puma gehören zu einer ähnlichen Kategorie von Aktien.

Charttechnisch sehr gefährliche Lage!
Alle drei genannten Aktien befinden sich denn auch in einer charttechnisch sehr gefährlichen Lage. Da sie zwar noch nahe ihrer Allzeithochs notieren, nicht jedoch darüber, könnte es hier durchaus zu charttechnischen Trendwendeformationen in Form sogenannter Doppeltopps kommen. In der Folge würde wohl mindestens eine Korrektur um -20% folgen, möglicherweise sogar etwas mehr. So notiert die Adidas Aktie derzeit knapp unter 200,00 Euro, das Allzeithoch liegt dagegen knapp unter 220,00 Euro. Fällt hier die charttechnische Unterstützung im Bereich 185,00 Euro, könnte sie durchaus bis rund 150,00 Euro korrigieren.
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Diskussion: Adidas: Kaufempfehlung entfällt
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