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3 Marihuana-Staaten verbieten CBD-Essen — Hier der Grund

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.02.2019, 09:45  |  1203   |   |   

Die legale Marihuana-Industrie hatte ein Jahr 2018, das lange in Erinnerung bleiben wird. Nachdem das legale Cannabis als noch etwas tabuisierte Branche in das Jahr gestartet war, endete das Jahr damit, dass sie zu einem legitimen Geschäftsmodell geworden ist, das uns noch lange an der Börse beschäftigen wird.

Im Norden war Kanada das erste Industrieland der Welt, das Freizeit-Marihuana legalisierte. Das wird die Schleusen für Milliarden von US-Dollar an potenziellem Jahresumsatz öffnen – und es hat sich bestätigt, dass die Cannabis-Industrie eine nähere Betrachtung wert sein könnte.

In den Vereinigten Staaten sahen wir, wie die U.S. Food and Drug Administration (FDA) im Juni ihr allererstes aus Cannabis gewonnenes Medikament genehmigte, wie eine Handvoll neuer Staaten während der US-Zwischenwahlen grünes Licht für den Freizeitkonsum gaben und wie Präsident Trump im Dezember durch die Unterzeichnung der Farm Bill Hanf und Cannabidiol (CBD) in nur einem einzigen Gesetz legalisierte. CBD ist das nichtpsychotoxische Cannabinoid, das am besten für seine medizinischen Vorteile bekannt ist.

CBD-Lebensmittel stehen in New York und anderen Staaten unter Beschuss

Für die Cannabis-Industrie und insbesondere für die Hersteller von CBD-Produkten scheint alles sehr gut zu laufen. Nach der Verabschiedung der Farm Bill dürfte es für CBD-Produkte auf Hanfbasis vermutlich einfacher werden, den Weg in die Regale der Einzelhändler zu finden. Das ist einer der vielen Gründe, warum die Brightfield Group annimmt, dass der globale CBD-Umsatz zwischen 2018 und 2022 durchschnittliche um 147 % pro Jahr wachsen wird und 2022 schließlich 22 Mrd. US-Dollar erreichen soll.

Aber diesen CBD-Umsatzschätzungen könnte seit der vergangenen Woche ein kleines Problem gegenüberstehen. Wie The Atlantic meldet, haben die Staaten New York, Ohio und Maine begonnen, Lebensmitteln den Krieg zu erklären, die CBD enthalten. Sogar in Staaten, in denen Freizeit-Marihuana legal ist, wie z. B. Maine, existiert eine Grauzone in Bezug auf die Zugabe von CBD zu Nahrungsmitteln.

In New York City teilte das Gesundheitsministerium mit, dass es mit der Durchsuchung von Einrichtungen (z. B. Restaurants und Cafés) begonnen habe, die CBD als Lebensmittelzusatzstoff verwenden. Dazu gehört auch die Beschlagnahmung von CBD-Produkten und die Warnung vor kommenden Geldbußen, die ab Juli bis zu 650 US-Dollar für Verstöße betragen könnten, so die New York Post. Ein Sprecher der Stadt New York sagte: „Restaurants in New York City dürfen keine Zusätze zu Lebensmitteln oder Getränken zugeben, die nicht als sicher für den Konsum zugelassen sind. Bis Cannabidiol … als Lebensmittelzusatzstoff als sicher gilt, verbietet die Abteilung den Restaurants, keine CBD-haltigen Produkte anzubieten.“

Hier ist der Grund, warum die Verwendung von CBD in essbaren Lebensmitteln noch lange nicht durch ist

Warum passiert das alles? Die Schuld liegt in erster Linie an fehlenden Richtlinien und FDA-zertifizierter Forschung zu CBD.

Man muss klar sagen, dass GW Pharmaceuticals (WKN:693692) im vergangenen Juni die Diskussion darüber, ob Cannabis einen medizinischen Nutzen hat, ein für alle Mal beendet hat. Epidiolex, das führende Medikament von GW Pharmaceuticals, eine orale Lösung mit CBD, wurde in mehreren klinischen Studien im Spätstadium für zwei seltene Arten von Epilepsie im Kindesalter eingesetzt. Die statistisch bedeutende Verringerung der Anfallshäufigkeit bei Studienpatienten, die Epidiolex einnahmen, im Vergleich zur Placebogruppe war der Grund, warum die FDA im Juni das Medikament zugelassen hat.

Das Problem dabei ist, dass die FDA diese klinische Anwendung für Patienten mit Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom zwar als statistisch bedeutend, für jede andere mögliche Erkrankung jedoch noch als unbestätigt ansieht. Trotz Daten, die darauf hindeuten, dass CBD-Behandlungen bei chronischen Schmerzen oder Glaukom helfen können, ist das noch nicht durch eine FDA-zugelassene Studie belegt. Da das „F“ in „FDA“ für „Food“ steht, schafft die Verwendung einer nicht zugelassenen Substanz in Lebensmitteln vorerst eine enorme Grauzone.

Das andere Problem betrifft das Fehlen von Regeln. CBD-Produkte haben keine Kennzeichnungsstandards oder Dosierungsrichtlinien und in vielen Fällen wissen die Verbraucher nicht, wie viel CBD sie in Restaurants und Cafés erhalten, die CBD in Lebensmitteln und Getränken verwenden. Es ist auch für einige Verbraucher schwierig, festzustellen, welche Gerichte auf einer Speisekarte CBD enthalten und welche nicht. Bis es einen besseren Weg gibt, diese Etikettierungs- und Dosierungsinformationen an den Verbraucher weiterzugeben, könnte es für CBD-Lebensmittel in jeglicher Form schwierig werden..

Nicht so schnell, CBD-Hersteller

Die Nachricht von der Razzia gegen CBD-Lebensmittel in ausgewählten Staaten mag für Cannabis-Enthusiasten etwas überraschend gekommen sein, könnte aber noch größere Auswirkungen auf die Investoren haben. Es gibt einige wenige börsennotierte Unternehmen, die sich stark auf CBD-Produkte stützen, um Umsatz und Rendite zu steigern.

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