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20 Dinge, die man über die Q2-Ergebnisse von Aurora Cannabis wissen sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
19.02.2019, 08:30  |  1212   |   |   

Die Marihuana-Industrie wächst mit einer außergewöhnlichen Geschwindigkeit, wie die Schätzungen von Arcview Market Research und BDS Analytics zeigen. Die Unternehmen beiden erwarten, dass der weltweite Cannabis-Umsatz von 12,8 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018 auf 31,3 Mrd. US-Dollar im Jahr 2022 ansteigen wird. Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) hat sehr gute Chancen, einen ordentlichen Teil des Kuchens abzubekommen.

Aurora Cannabis ist wohl die beliebteste, wenn nicht die polarisierendste Pot-Aktie der Branche. Das Unternehmen ist auch auf Kurs, unter allen Anbaubetrieben das höchste Produktionspotenzial zu erreichen. Obwohl das Management einen vorsichtigen Ausblick von mehr als 500.000 Kilogramm pro Jahr gibt, sollte Aurora jedoch bis zu 700.000 Kilogramm pro Jahr schaffen. Das macht die Quartalsberichte von Aurora Cannabis besonders interessant.

Alles, was du über den zweiten Quartalsbericht von Aurora Cannabis wissen solltest

Am Montag, den 11. Februar, nach Börsenschluss, veröffentlichte Aurora Cannabis die operativen Ergebnisse des zweiten Quartals für das Geschäftsjahr 2019. In diesem Bericht sind 20 Dinge enthalten – einige gut, andere schlecht – die die Investoren sicherlich wissen wollen. Also, fangen wir an.

1. 363 % Umsatzwachstum

Nachdem Aurora Cannabis Anfang Januar eine Umsatzprognose von 50 bis 55 Mio. kanadische Dollar für das zweiten Quartal 2019 gegeben hatte, erzielte das Unternehmen einen Umsatz am oberen Ende dieser Spanne, wobei der Nettoumsatz mit 54,2 Mio. kanadische Dollar um 363 % über dem Vorjahresquartal lag. Obwohl das etwas über den Schätzungen der Wall Street lag, sollte man beachten, dass die Wall Street vor dem im Januar veröffentlichten Umsatz-Update mit 67,4 Mio. kanadische Dollar gerechnet hatte.

2. Ein Fünftel aller kanadischen Cannabis-Verkäufe entfällt auf Aurora

Es besteht an dieser Stelle kein Zweifel, dass Aurora der Spitzenproduzent sein wird. Nach den vorliegenden Daten von Health Canada entfielen im zweiten Quartal 2019 (1. Oktober – 31. Dezember) 20 % aller Verbraucherverkäufe auf das Unternehmen.

3. Medizinisches Marihuana macht immer noch die Mehrheit der Cannabis-Verkäufe aus

Interessanterweise standen im letzten Quartal von Aurora die Umsätze vom Freizeit-Pot immer noch im Schatten des medizinischen Marihuanas. Der Nettoumsatz von Cannabis für Erwachsene erreichte 21,6 Mio. kanadische Dollar, gegenüber weniger als 0,6 Mio. kanadische Dollar im ersten Quartal, wobei die Umsätze des medizinischen Cannabis nur gering auf 26 Mio. kanadische Dollar stiegen, gegenüber 24 Mio. kanadische Dollar im ersten Quartal. Man könnte davon ausgehen, dass die Umsätze von Freizeit-Marihuana die Umsätze des medizinischen Marihuana ab dem nächsten Quartal übersteigen werden.

4. Deutliches Wachstum der Nebengeschäfte

Vergiss nicht, dass Aurora über Cannabis hinaus auch andere Vertriebskanäle hat. Die zusätzlichen Einnahmekanäle, zu denen Gewächshausplanungs- und -bauleistungen, Patientenberatung, analytische Prüfdienstleistungen und horizontal integrierte Geschäfte gehören, beliefen sich im zweiten Quartal 2019 auf insgesamt 6,6 Mio. kanadische Dollar, nach nur 1,9 Mio. kanadische Dollar im Vorjahresquartal.

5. Aurora profitiert von Fair-Value-Anpassungen im zweiten Quartal 2019

Die Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), an die sich die kanadischen Cannabis-Aktien halten, war für die Cannabis-Anbauer in der Anfangsphase eher positiv als negativ. Im zweiten Quartal erzielte Aurora Cannabis einen Bruttogewinn von 28,4 Mio. kanadische Dollar vor den Fair-Value-Anpassungen. Das Unternehmen erzielte jedoch nach Fair-Value-Anpassungen  einen zusätzlichen Nettogewinn von 3,7 Mio. kanadische Dollar aufgrund der biologischen Vermögenswerte (d. h. Marihuana-Pflanzen) im Firmenbesitz. Damit stieg das Bruttoergebnis auf 32,1 Mio. kanadische Dollar.

6. Fallende Preise beim durchschnittlichen Preis von getrocknetem Cannabis pro Gramm

Obwohl die Einführung von Pot-Produkten noch in einem frühen Stadium ist, ist der Grammpreis für getrocknetes Cannabis im Jahresvergleich um 21 % und im Vergleich zum ersten Quartal um 26 % gesunken. Das Unternehmen führte diesen Rückgang auf die 10-prozentige Verbrauchssteuer auf den Verkauf von Freizeit-Cannabis sowie auf niedrigere Großhandelspreise zurück.

7. Zweistelliger Rückgang der durchschnittlichen Extraktpreise pro Gramm

Das war schockierend. Nicht nur der Preis für Trockenpflanzen fiel, sondern auch der Preis für Extrakte auf Grammbasis sank gegenüber dem Vorjahr um 25 % und gegenüber dem ersten Quartal um 18 %. Extrakte sind ein traditionell margenstärkeres Produkt, aber die Verbrauchsteuern belasteten die Preise im letzten Quartal.

8. Erwartungsgemäß hoher operativer Verlust

Dies war keine Überraschung. Aurora Cannabis verliert viel Geld, wenn einmalige Vorteile und Kosten aus der Gleichung entfernt werden. Die großzügigen Investitionen in den Kapazitätsausbau, die internationale Expansion und das Branding führten im zweiten Quartal zu einem operativen Verlust von 80,2 Mio. kanadische Dollar. Die allgemeinen Verwaltungskosten, Vertriebs- und Marketingkosten sowie die Abschlusskosten stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 476 %, 343 % bzw. 224 %.

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