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Armut Armutsgefährdung von Rentnern höher als gedacht

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
21.02.2019, 00:00  |  1078   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Armutsgefährdungsquote von Personen aus Rentnerhaushalten ist höher, als die Statistik bisher vermuten ließ. Das geht aus einer neuen Auswertung des Mikrozensus hervor, die der rentenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion, Matthias Birkwald, gemeinsam mit dem Statistikprofessor Gerd Bosbach von der Hochschule Koblenz in Auftrag gegeben hat und über die die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagsausgabe) berichtet. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens verdient.

In der Gruppe "Rentner und Pensionäre" seien das 2017 16 Prozent gewesen. Reine Rentnerhaushalte seien aber bislang nicht ausgewiesen worden, berichtet die Zeitung weiter. Pensionäre haben jedoch im Schnitt höhere Alterseinkünfte als Rentner und drücken so die Quote. Birkwald forderte deshalb eine gesonderte Auswertung für jeweils nur Rentner und Pensionäre an. Er bekam sie vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, einem IT-Dienstleister des Statistisches Landesamtes. Das Ergebnis: 2017 seien 19,5 Prozent aller Personen aus Rentnerhaushalten armutsgefährdet gewesen, aber nur 0,9 Prozent aus Pensionärshaushalten, heißt es in der Auswertung. "Wer in Zukunft ernsthaft Altersarmut verhindern oder bekämpfen will, kommt an den neuen Zahlen nicht mehr vorbei", sagte Birkwald der "Süddeutschen Zeitung". Auf die Unterschiede zwischen Beamtenpensionen und gesetzlichen Renten wiederum gebe es nur eine richtige Antwort: "Die Einführung einer echten Erwerbstätigenversicherung nach österreichischem Vorbild, in die Beamtinnen und Beamte, Selbständige, Freiberuflerinnen und Freiberufler und natürlich auch Politikerinnen und Politiker einzahlen", so der Linken-Politiker weiter.

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Kommentare

"Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens verdient."

Das bedeutet, dass meine Eltern, die sehr wenig an Rente erhalten, aber im eigenen Haus vom üppigen Gesparten leben, zwei Autos besitzen und lustig durch die Welt tingeln nicht nur armutsgefährdet sind, sondern bettelarm.
Und wenn sich heute das Medianeinkommen verdoppelt, sind plötzlich auch Rentner armutsgefährdet, die eine Rente von über 2000 Euro zur Verfügung haben.

Vielleicht sollte man bei der Berechnung von Armut und Armutsgefährdung mal von dem ausgehen, was man für ein menschenwürdiges Leben braucht. Nicht, dass uns die Leute in Mali und Somalia noch Care-Pakete schicken :o)
An Österreich,können wir uns leider hier keinesfalls orientieren,das taten wir auch nicht,als unser Land mit einer Reform-Schwämme überkübelt wurde,während andere sich dabei zurück hielten!
Die "linken" Vorschläge" klingen stets ein wenig polemisch,weil sie die Einkommens-verzichte die hier geleistet wurden,wegen angeblich sicherer Beschäftigungsverhältnisse übersehen!
Es wäre wie den teufel,mit Belzebub austreiben,da die Wirkung der letzten Reformen gänzlich übersehen,wo diese klasse der Bevölkerung her kommt und wo in Zukunft die Ursachen der Armut begründet sind,die Bezüge,wurden dermaßen reduziert,dass viele einfach jetzt noch nicht begreifen,welch bürokratischer Aufwand auf sie zu kommt,wenn sie trotz der Eindampfung,ihres erwarteten Altersbezuges ihre private Versicherung tragen müssen,fragen wir uns,ob wir dann die Todesursache auch bereit sind,ordnungsgemäß auf dem Totenschein zu benennen,die dann lauten könnte "Zu Tode bürokratet",denn wenn man alt wird,wird man vielleicht auch krank und kann schlecht laufen,wenn täglich eine Müllwagenladung an Rechnungen durch den Briefschlitz fliegt,dann ists für einen allein-stehenden unmöglich,so etwas auch nur ansatzweise noch zu bewältigen,das ist leider vollkommen unmöglich geworden!
Es ist hart,aber die Grundidee war,nehmt den Staat aus der Haftung,legt sie auf den Bürger und der kann sich beim Staat das Geld wieder holen,ist er aber wirklich krank,dann zahlt er immer wieder und das Geld,...ja,das ist leider futsch,kein Spaß,so funktioniert Bürokratie und sie haben es bis zur Perfektion getrieben und vollkommen über-kompliziert,es ist nicht die Schuld,der privaten Versicherer,aber das konzept,stammte aus ganz anderen Zeiten,da konnte man sich mal einen Ausfall leisten,sowas führt bei den heutigen kosten dann unabwendbar zum Hungertod und das berücksichtigen wir nicht genügend!
Wenn man sich also um das Wohl,der Leute sorgt,so währe es an der Zeit sie ebenfalls in den ganz normalen Abrechnungs-Prozess (..mit karte,wie bei der AOK) zu integrieren,aber ich glaube,wir wären sehr überrascht,was uns dann im Säckel für eine menge Geld fehlt!
...ist doch aber vollkommen unverständlich,dass wir das bislang nicht geschafft haben,oder?
...klingt doch irgendwie,nach " Verkehrter Welt",aber es passiert hier und es trifft immer mehr Alte!
Das,ist die Schattenseite,des Systems,auf die es sich lohnen würde,einmal einen Blick zu werfen,jahrzehntelang,ließ man sich einlullen,wie gut es einem doch ginge,ist man endlich krank,fällt alles über einen her,bis der Tod durch gängeln eintritt!
Die Einschnitte,treffen jedenfalls alle und diese betroffenen schweigen meist,und das,macht unsere "Reformer" so irrsinnig sozial-verträglich,stoßt sie mal mit der Nase auf die Verelendung,die sie angerichtet haben!

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