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E.ON-Vorstand Dr. Johannes Teyssen: Energiewende, Kohleausstieg und gesellschaftliche Herausforderungen

21.02.2019, 09:36  |  2966   |   |   

E.ON ist ein internationales privates Energieunternehmen mit Sitz in Essen. Mit rund 43.000 Mitarbeitern konzentriert sich E.ON auf die Geschäftsfelder Energienetze, Kundenlösungen und erneuerbare Energien. Dr. Johannes Teyssen (59) ist seit 2010 Vorsitzender des Vorstands der E.ON SE. Sven Lilienström, Gründer der Initiative Gesichter der Demokratie, sprach mit Dr. Teyssen über Demokratie, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Frage, warum Sicherheit Teil der Unternehmens-DNA von E.ON ist.

Herr Dr. Teyssen, als neues Gesicht in der Riege der „Gesichter der Demokratie“ möchten wir Sie zu allererst fragen: Welchen Stellenwert haben Demokratie und demokratische Werte für Sie ganz persönlich?

Demokratie ist für mich einer der größten Fortschritte, die wir hier in Europa errungen haben. Ihre grundlegenden Attribute wie freie Wahlen, Gewaltenteilung, Presse- und Meinungsfreiheit, Minderheitenschutz, akzeptierte und gewollte politische Opposition oder verfasste und geschützte Grundrechte für jedermann sind hier die Grundlagen einer lebenswerten staatlichen Gemeinschaft. Für mich ist die Demokratie die einzige Staatsform, in der ich leben möchte. Sie zu bewahren und weiterzuentwickeln ist eine ständige Aufgabe für uns alle. Auch ich habe mich ihr verschrieben.

Natürlich habe ich auch oft mit der Politik gerungen und mit einzelnen Entscheidungen gehadert. Aber auch der Diskurs und Entscheidungen gegen die eigene Meinung gehören uneingeschränkt zum demokratischen System.

Deutschland wird populistischer - zu diesem Ergebnis kommt das „Populismusbarometer 2018“ der Bertelsmann-Stiftung. Ist der zunehmende Populismus ein Risikofaktor für Unternehmen hierzulande?

Ich teile die Sorge vieler Menschen und Unternehmen. Deswegen ist Engagement für unsere pluralistische Demokratie so wichtig. Deutschlands Wirtschaft ist in ganz besonderem Maße in die Weltgemeinschaft eingebunden. Allein deswegen - aber natürlich nicht nur - tun wir gut daran, auch unter wirtschaftlichen und Wohlstandsaspekten für unsere Demokratie und unsere freiheitlich-tolerante Art zu leben einzustehen.

In unserem eigenen Wirtschaftssektor nehme ich leider immer wieder Kräfte wahr, die wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel aus egoistischen Gründen leugnen und das Rad der Energiewende zurückdrehen wollen. Dem treten wir als E.ON entschlossen entgegen - besonders mit der Kraft von Fakten und unserer Überzeugung, eine nachhaltige Welt für unsere und kommende Generationen zu schaffen.

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