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Befürchtungen Wie teuer wird das Leben für die Briten nach dem 29. März 2019?

21.02.2019, 11:24  |  2563   |   |   

Ein No-Deal könnte dazu führen, dass Zölle von 40 Prozent oder mehr auf Lebensmittel wie Rindfleisch und Cheddarkäse erhoben werden, die Preise in den Geschäften steigen und die Haushaltsbudgets stark belastet, so die Warnung von Einzelhandelsorganisationen. 

Angesichts der zunehmenden Befürchtungen, dass das Vereinigte Königreich die EU ohne eine Einigung in 36 Tagen verlassen könnte, haben das British Retail Consortium (BRC), das Northern Ireland Retail Consortium (NIRC) und Retail Ireland gemeinsam darauf hingewiesen, dass dieses Ergebnis zu Verzögerungen an den Grenzen und zu Engpässen bei frischem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse führen könnte.

Der geplante EU-Austritt im März erfolgt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn das Vereinigte Königreich importiert im Frühjahr viele frische Produkte: 90 Prozent des in Großbritannien konsumierten Salats, 80 Prozent der Tomaten und 70 Prozent der Beerenfrüchte. Sie kommen über Europa auf die Insel. Erhöhte Zölle, die Abwertung des Pfunds und neue regulatorische Kontrollen würden die Kosten für frische Lebensmittel und Getränke in die Höhe treiben. Diese würden dann die an die Verbraucher weitergegeben werden, warnten die Einzelhandelskammern.

Wenn das Vereinigte Königreich die EU ohne Abkommen verlässt, greifen beide auf die Zölle der Welthandelsorganisation zurück, was Einfuhrzölle auf alltägliche Lebensmittel von Obst bis Käse bedeutet. Dies würde einen Zollsatz von 42 Prozent auf importierten Cheddar, 46 Prozent auf Mozzarella, 40 Prozent auf Rindfleisch, 21 Prozent auf Tomaten und 15,5 Prozent auf Äpfel bedeuten, so BRC.

Ornua, das irische Molkereiunternehmen hinter der Marke Kerrygold, begann im vergangenen Herbst mit der Bevorratung von Cheddar in Großbritannien, um sich gegen einen starken Preisanstieg im Falle eines No-Deal Brexits zu schützen.

Andrew Opie, Direktor für Lebensmittel und Nachhaltigkeit beim BRC, sagte: "Wir können keine leichte Alternative zu Importen über Calais finden, wo es häufige Fährverbindungen und den Kanaltunnel gibt. Die Mengen an Frischprodukten, die dort importiert werden, sind enorm, zum Beispiel fahren in Spitzenzeiten täglich etwa 130 Lastwagen nur mit Zitrusfrüchten durch".

Quelle:

The Guardian



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