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Mining: Die wichtigsten News der Woche auf einen Blick!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
22.02.2019, 14:59  |  1341   |   |   

Rohstoffbrief.com fasst jeden Freitag die wichtigsten News aus der Welt des Mining und der Rohstoffe zusammen. Zu den Themen heute zählen u.a. die Goldreserven Australiens, Barrick Gold und Acacia, eine türkische Goldraffinerie, der Welt-Nickelmarkt, NextSource Materials, die Zink- und Bleimärkte, Teranga Gold und ein sino-australischer Konflikt.

Graphit-Developer NextSource Materials erhält Mining-Lizenz

Am Donnerstag vergangener Woche wurde die Aktie von NextSource Materials in Toronto vom Handel ausgesetzt. Am Freitag wurde dann auch der Grund bekannt gegeben: Das Unternehmen hat von der Regierung Madagaskars die Mining-Lizenz für 40 Jahre erhalten. Da es keine Beschränkungen hinsichtlich der Produktionsmengen gibt, kann NextSource auf seinem Molo Graphit-Projekt so viel an sogenanntem „SuperFlake“-Graphit produzieren wie möglich ist. Laut Vorstandschef Craig Scherba will man nun den Bau der Mine wie geplant vorantreiben und Anfang 2020 in Produktion gehen. Die Aktie von NextSource legte am Freitag um mehr als 17 Prozent zu, hat aber einen Teil seiner Gewinne inzwischen wieder abgegeben.

Kohlestreit zwischen China und Australien?

Australiens Regierung hat Berichte dementiert, wonach einige Häfen in China bis auf Weiteres Kohleimporte nicht oder nur verzögert abfertigen würden. Der australische Dollar hatte aufgrund dieser Nachrichten binnen weniger Minuten deutlich an Wert verloren. Das Dementi konnte die Verluste des Aussies aber nicht ausgleichen. Als Auslöser gilt unter anderem der Streit um eine Beteiligung chinesischer Unternehmen wie Huawei am Ausbau der 5G-Netze in Australien. Manche Kenner behaupten gar, Australien würde sich zum Büttel der USA machen, die bereits in Europa dafür werben, Huawei aus entsprechenden Infrastrukturmaßnahmen herauszuhalten. In Sachen Rohstoffe können es sich übrigens weder Australien noch China leisten, mit der Gegenseite in einen längeren Konflikt zu geraten. Für beide ist dieses Geschäft zu wichtig, sie hängen voneinander ab.

 

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Gold Fields-CEO: Fusionen und Übernahmen brauchen ihre Zeit

Viel Applaus gab es für die Mega-Deals von Barrick Gold und Newmont Mining. Doch es gibt auch einige kritische Stimmen. Gold Fields-CEO Nick Holland kennt sich mit Transaktionen dieser Größenordnung aus, denn sein Unternehmen schloss sich einst mit Gencor zu dem heutigen Gebilde zusammen. Holland glaubt jedenfalls, dass Fusionen und Übernahmen dieser Größe ihre Zeit brauchen, wie er nun gegenüber MiningMX sagte (zum Artikel): Als Gold Fields gegründet wurde, brauchten wir zwei bis fünf Jahre Zeit, um eine neue Unternehmenskultur zu etablieren, so Holland. Übernahmen an sich brächten in der Regel jedenfalls keine sofortigen Vorteile. Für Holland kam der Zusammenschluss zwischen Barrick und Randgold Resources zudem nicht überraschend: Es gebe zu wenig Neuentdeckungen, eine zu kleine Projekt-Pipeline und zu wenig Kapital, so Holland. Daher seien Zusammenschlüsse und Übernahmen ein Weg, um diesem Dilemma zu entkommen. Die Analysten von BMO Capital Markets haben in einem „Gedankenexperiment“ mal analysiert, welche starken und schwachen Player es im Goldsektor gibt. Wir haben die Studie an dieser Stelle zusammengefasst!

Türkische Goldraffinerie dementiert Venezuela-Handel

Erst jüngst war eine türkische Wirtschaftsdelegation zu Gast in Venezuela. In der Folge berichteten diverse Medien, dass die Istanbul Gold Refinery Gold aus dem südamerikanischen Land verarbeite. Das Unternehmen dementierte nun diese Berichte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajans (AA). Man würde weder Gold aus dem Land kaufen oder verarbeiten, auch nicht von der venezolanischen Zentralbank. Zudem befolge man internationale Sanktionen. Man habe bereits entsprechende Aufsichtsbehörden sowie die London Bullion Market Association (LBMA) über diesen Umstand „aufgeklärt“.

Teranga Gold: Starke Zahlen, Bau zweiter Mine im Plan

Teranga Gold hat sehr gute Zahlen für 2018 veröffentlicht. Der Goldminer meldete einen Nettogewinn von 11,8 Mio. Dollar. Im vierten Quartal produzierten die Kanadier auf ihrer Sabodala-Mine im Senegal 59.442 Unzen Gold, im Gesamtjahr waren es mit 245.230 Unzen rund 5.000 mehr als avisiert. Die AISC lagen 2018 bei 940 US-Dollar je Unze und damit unter der Guidance von 950 bis 1025 Dollar je Unze. In diesem Jahr will Teranga auf Sabodala 215.000 bis 230.000 Unzen zu AISC-Kosten von 825 bis 900 Dollar je Unze produzieren. Zudem ist man laut COO Paul Chauwrun voll im Plan bei der aktuell im Bau befindlichen Waghnion-Mine in Burkina Faso. Hier sollen bereits dieses Jahr 30.000 bis 40.000 Unzen für AISC von 750 bis 825 Dollar gefördert werden. Teranga ist einer der am stärksten wachsenden Goldminer in Westafrika. Die Aktie konnte seit November um mehr als 40 Prozent zulegen, wird aber deutlich unter den Höchstkursen aus 2016 gehandelt. Sollte der Minenbau wie geplant 2019 gelingen, steht der Wert unseres Erachtens vor einer Neubewertung.

Bilanz 2018: Zink und Bleimärkte stark unterversorgt

Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) hat nun die abschließenden Martkdaten für 2018 vorgelegt. Demnach betrug das Defizit am globalen Zinkmarkt 384.000 Tonnen. Es fiel höher aus, als von der ILZSG noch im Oktober erwartet wurde. Die Zahl liegt aber leicht unter dem Vorjahreswert, da die Nachfrage 2018 rückläufig war. Laut Analysten wurde diese durch die hohen Zinkpreise im ersten Halbjahr 2018 gebremst. Am Bleimarkt blieb das Angebot im vergangenen Jahr um 98.000 Tonnen hinter der Nachfrage zurück. Damit war das Defizit geringer als im Oktober geschätzt und deutlich niedriger als im Vorjahr. In diesem Jahr wird sich laut Einschätzung der ILZSG die Situation sowohl am Zink- als auch am Bleimarkt entspannen, da mit einer steigenden Minenproduktion gerechnet werde.

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