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Nächster Megadeal! Barrick Gold will Newmont Mining schlucken!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
25.02.2019, 12:57  |  1031   |   |   

Die Gerüchte vom Freitag haben sich bewahrheitet. Barrick Gold strebt eine Übernahme von Newmont Mining an. Offenbar hat der zweitgrößte Goldproduzent der Welt relevante Aktionäre hinter sich gebracht. Die Übernahmewelle im Goldsektor rollt also weiter.

Bristow holt zum Gegenschlag aus

Anfang Januar schloss Barrick Gold die de-facto Übernahme von Randgold Resources ab (ausführlich hier). Deren CEO Mark Bristow wurde zum Vorstandschef des neuen Unternehmens und musste gleich einen Kopftreffer einstecken. Denn Newmont Mining, bis dato zweitgrößter Goldproduzent der Welt, schwang sich mit dem der Übernahme von Goldcorp zur klaren Nummer eins der Branche auf. Doch ob diese Transaktion durchgeht, wird inzwischen immer unwahrscheinlicher. Denn Barrick Gold holt nun zum großen Gegenschlag aus. Heute hat das Unternehmen aus Toronto den Aktionären von Newmont einen Zusammenschluss beider Unternehmen vorgeschlagen. Solch ein Unterfangen war bereits vor fünf Jahren gescheitert, was an der Uneinigkeit über den Sitz des Hauptquartiers und der Postenverteilung im Vorstand gelegen haben soll. Doch nun scheint Barrick genug Aktionäre des Wettbewerbes aus Denver hinter sich gebracht zu haben. Am wichtigtsen ist wohl Blackrock. Der größte Asset Manager der Welt hält 14,9 Prozent der Newmont-Aktien. Ohne den Rückhalt des US-Geldverwalters dürfte Barrick diesen Schritt kaum wagen.

Synergien im Wert von 7 Mrd. Dollar

Blackrock und allen anderen Aktionären bietet Barrick je Newmont-Aktie 2,5694 eigene Anteile an. WIe schon im Falle von Randgold Resources gibt es also keinen großen Aufpreis auf den Aktienkurs. Dafür spricht Mark Bristow in einem offenen Brief an die gemeinsame Aktionärsbasis von erheblichen Einsparungen. So seien im Falle einer Fusion „echte Synergien“ im Wert von 7 Mrd. Dollar möglich, heißt es in der Mitteilung. Newmont hatte seinen Anteilseigner durch den Goldcorp-Deal lediglich Synergien in Höhe von 100 Mio. Dollar pro Jahr in Aussicht gestellt (mehr hier). Im Blick dürfte Barrick vor allem die gemeinsamen Aktivitäten in Nevada haben, wo beide Unternehmen bei sehr niedrigen Kosten schon jetzt viel Geld verdienen. Eine Zusammenlegung der Aktivitäten dort würde erhebliche Kosten sparen.

 

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Auswirkungen auf die ganze Branche

Doch ob dieser Übernahmeversuch klappt, steht in den Sternen. Alles hängt davon, was die großen Aktionäre wollen. Der Verlierer eines Zusammenschlusses wäre auf jeden Fall Goldcorp. Der Produzent aus Vancouver würde vorerst alleine dastehen. Zu den Gewinnern aber könnte Newcrest Mining gehören. Die Australier planen schon seit Längerem, sich stärker in Nordamerika zu engagieren. In Medienberichten vom Wochenende hieß es, dass Barrick im Falle einer erfolgreichen Newmont-Übernahme die australischen Aktivitäten des Konzerns abgeben wolle und schon länger mit Newcrest, aber auch mit anderen australischen Goldkonzerne über die Abspaltung dieser Aktivitäten diskutiere. Fakt ist: In der Goldbranche bleibt es spannend. Ein solcher Zusammenschluss hätte erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Sektor. In den Blickpunkt könnte dann auch Corvus Gold geraten. Die entwickeln eines der größten Goldprojekte in Nevada mit rund 3,6 Mio. Unzen (mehr hier).

Newmont Mining

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