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Enorme Preisanstiege Verknappungs-Krieg: Wann kommt der Ölpreis-Crash?

26.02.2019, 18:28  |  27513   |   |   

Heiß diskutiert wird am Ölmarkt die Frage, wie lange die Preisrallye noch andauert. Sehen wir das Ende eines überkauften Marktes oder geht da noch was? Und: Wenn ja, wie lange?

Gestern wirkte der Tweet von US-Präsident Donald Trump, dass die Ölpreise zu hoch ansteigen würden und sich die Opec doch bitte beruhigen solle, wie eine kleinmütige Bettelei - oder eben wie ein Signal für Investoren zur Gewinnmitnahme. Dabei hat die US-Regierung vor dem Hintergrund ihrer Sanktionen gegen den Iran und gegen Venezuela einen nicht zu kleinen Anteil an der Verknappung der Fördermengen und somit am Anstieg der Preise.  

Kurzfristig gingen die Preise nach dem Tweet Trumps tatsächlich zurück, zogen dann aber wieder an und sind wieder auf Rallye-Kurs. Seit Jahresbeginn verbucht der Markt Preissteigerungen von über 20 Prozent. Im Hintergrund tobt ein Förder-Krieg zwischen den "Opec+"-Staaten (Opec plus Russland) und den USA mit seinen Verbündeten. Faustformel: "Opec+" verknappt künstlich, während die USA den Ölhahn bislang recht vergeblich so weit wie möglich aufdrehen, um die Preise zu drücken.

Einige Ölmarkt-Analysten sind jetzt der Meinung, dass die "Opec+"-Staaten unter der Führung von Saudi-Arabien sich nicht mehr auf die neuerliche Forderung Trumps, mehr Öl aus der Erde zu holen, einlassen werden. Diese Argumentation spricht für eine weitere längerfristige Preisrallye.

Dagegen steht die Meinung von Goldman Sachs-Analyst Jeffrey Currie. Der US-Analyst rechnet zwar auch mit einer mittelfristigen Preissteigerung. Demnach könnte die Öl-Sorte Brent pro Barrel einen Preis von 70 bis 75 US-Dollar erreichen - zwischen fünf und zwölf Prozent mehr als das aktuelle Niveau. Doch zum Ende des Jahres hin soll der Preis laut Currie wieder auf 60 US-Dollar je Barrel zurückgehen. Was besonders für diese Analysten-Meinung spricht: Currie hatte den Ölpreisanstieg über 100 Dollar vor gut zehn Jahren vorhergesagt, berichtet dpa-AFX.

Quelle:

dpa-AFX

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