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Gold gibt nach

Gastautor: Martin Siegel
01.03.2019, 08:16  |  2911   |   |   

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.324 auf 1.313 $/oz nach. Heute Morgen verliert der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong weiter und notiert aktuell mit 1.311 $/oz um 7 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien geben weltweit leicht nach.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Lebensarbeitszeit wächst zwischen 2008 und 2017 von 36,5 auf 38,4 Jahre.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem unveränderten Dollar nach (aktueller Preis 37.080 Euro/kg, Vortag 37.254 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.


Silber verliert (aktueller Preis 15,55 $/oz, Vortag 15,71 $/oz). Platin steigt an (aktueller Preis 867 $/oz, Vortag 862 $/oz). Palladium verbessert sich (aktueller Preis 1.547 $/oz, Vortag 1.532 $/oz). Die Basismetalle entwickeln sich uneinheitlich. Der Ölpreis zieht an (aktueller Preis 66,90 $/barrel, Vortag 66,14 $/barrel).


Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert 0,5 % oder 0,4 auf 75,9 Punkte. Bei den Standardwerten fällt B2 Gold 2,4 %. Kirkland verbessert sich 1,2 %. Bei den kleineren Werten geben Belo Sun 9,1 %, GoGold 5,5 % und Sandspring 5,4 % nach. Guyana verbessern sich 6,6 % und First Finance 4,1 %. Bei den Silberwerten verlieren Silver Bear 3,6 % und Impact 3,0 %. Mandalay haussieren 30,4 %, Maya 19,8 % und Aurcana 15,5 %.


Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel uneinheitlich. DRD fallen 6,6 % und Anglogold 2,3 %. Impala verbessern sich 8,2 % und Sibanye 2,6 %.


Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen uneinheitlich. Bei den Produzenten fallen Troy 13,0 % und Medusa 5,1 %. Doray verbessert sich 3,5 %. Die Explorationswerte entwickeln sich seitwärts. Bei den Metallwerten geben Lynas 5,4 % und Panoramic 4,1 % nach. Gindalbie zieht 7,7 % an.



Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 1,1 % auf 124,50 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Impala (+8,2 %), Guyana (+6,6 %) und Semafo (+3,6 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der DRD (-6,6 %) und Endeavour (-4,3 %). Der Fonds dürfte heute etwas stärker als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Monatsauswertung zum 31.01.19 verbessert sich der Fonds um 9,3 % auf 119,49 Euro und entwickelt sich damit etwas besser als der Xau-Vergleichsindex, der um 8,2 % zulegt. Seit Auflage des Fonds im April 2007 setzt sich der Fonds mit einem Gewinn von 19,5 % vom Xau-Vergleichsindex (-39,0 %) deutlich ab. Das Fondsvolumen erhöht sich durch die Kursgewinne und Zuflüsse von 70,3 auf 80,3 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2014: 4,6 %
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