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DAX-Wochenplan: DAX nimmt Hürde Abwärtstrend

DAX-Wochenplan DAX nimmt Hürde Abwärtstrend

Gastautor: Andreas Mueller
03.03.2019, 11:59  |  7111   |   |   

Welche Marken im Chartbild für Trader und Anleger wichtig sein können, erörtere ich in folgender Chartanalyse zum Deutschen Aktienindex am Sonntag zu Ihrer Wochenvorbereitung.

Freude bei den DAX-Bullen: Der Abwärtstrend ist überwunden und eine weitere Gewinnwoche wurde verzeichnet. Damit summiert sich die DAX-Performance im laufenden Jahr bereits auf 9 Prozent und die nächste interessante Zone im Chartbild konnte angelaufen werden - 11.600 Punkte. Ein Durchbruch an der benannten Trendlinie verlief jedoch nicht glatt und selbstverständlich. Wir starteten die Handelswoche recht genau an der Abwärtstrendlinie um 11.460 Punkte und hatten damit eine richtungsweisende Entscheidung im Raum stehen. So lautete der Titel vor einer Woche auch "Entscheidung am Abwärtstrend" und sah optisch wie folgt aus:

 

 

Gleich am Montag konnten wir schon über dieser Linie eröffnen und sie noch einmal am Dienstag und Mittwoch von oben testen. Dabei wurde ein kleiner Trendkanal etabliert, der den Markt immer wieder zur und über die 11.500 Punkte schob. Dies machte einige Marktteilnehmer und Trader im Forum entsprechend nervös:

 

 

Letztlich vollzog sich der Bruch der Trendlinie jedoch erfolgreich, wie man an folgendem Chartbild und den ersten Kursnotierungen des Monats März nun im Tageschart sehen kann:

 

 

Dabei half zwischenzeitlich auch die Wall Street, die sich weiter an ihre Allzeithochs annähern konnte und ein fallender Goldpreis, welcher am Freitag in Folge der zunehmenden Wochenabgaben sogar deutlich unter 1.300 US-Dollar rutschte:

 

 

Vertiefend können Sie dies in folgender Gold-Chartanalyse nachvollziehen und auch meine Vorab-Meinung noch einmal recherchieren.

 

Mit dem Erreichen der 11.600 war im DAX ein Ziel erreichet worden, welches ich in der Vorwochenanalyse erarbeitet hatte.

 

 

Den Bereich um 11.600 möchte ich im aktuellen Chartbild noch einmal detaillierter aufzeigen. Er ist deswegen so relevant, weil sich der Markt bereits vor einem Jahr im Februar und März dort annäherte und bei der Unterschreitung im November 2018 dann noch einmal von unten diesen Bereich als Widerstand testete. In genau dieser Situation befinden wir uns nun erneut:

 

 

Wie vor einer Woche an der 11.460 stellt sich hier erneut die "simple" und dann doch in der Umsetzung beim Trading schwierige Frage: Durchbruch oder Abprall. Ein Durchbruch würde die Ziele 11.820 und runde 12.000 Punkte auf den Plan rufen. Kursmarken, auf die DAX-Anleger seit 5 Monaten aus ihrem täglichen Blickfeld auf die Kurstafel gestrichen hatten.

 

Ein Treiber für höhere Kurse ist hier definitiv die weitere Einigung zwischen China und den USA. Im Handelsstreit war es seit Monaten zu Strafzöllen und Verschärfungen der Lieferbeziehungen gekommen, welche nun wieder entflochten werden sollen. Ebenso scheinen sich die europäischen Probleme bezüglich des Brexits aufzulösen bzw. erst einmal zu verschieben. So könnten Milliardenschäden vermieden werden, wie "Die Zeit" hier sehr gut auflistete. Bis zum 29.03. wird daher weiter hart verhandelt und um eine Lösung gerungen.

 

Auf der Negativseite des Markten wiegen die aktuellen Konjunkturdaten. Sie haben den Markt momentan nicht belastet, sollten aber auch nicht ganz ausgeblendet werden. Immerhin schwenkt unser Wirtschaftsminister Olaf Scholz nun von "die fetten Jahre sind vorbei" auf "ordentliche wirtschaftliche Entwicklung" um, wie man in der Süddeutschen lesen konnte. Solide 1 Prozent Wachstum in diesem und 1,6 Prozent im kommenden Jahr seien aus seiner Sicht und dem BDI realistisch.

 

Zurück zum Chartbild des DAX. Dort ist die 11.600 vermutlich noch ein paar Tage Dreh- und Angelpunkt und somit für den kurzfristigen Handel eine spannende Marke. Ein Rücksetzer auf 11.500 etwa wäre hierbei auch kein Makel, denn im Tageschart verläuft der Aufwärtstrend nun bereits stabiler und könnte entsprechend als Unterstützung fungieren und den DAX einbremsen:

 

 

Insgesamt sehe ich die Bewegungen auf der Unterseite als eher geordnet und das Potenzial auf der Oberseite als dynamischer an. Gerade vor dem Hintergrund einer Wall Street, die sich dem Allzeithoch nähert.

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