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HENKEL IM FOKUS Veganes Shampoo soll Beautysparte antreiben

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
04.03.2019, 16:05  |  507   |   |   

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern Henkel ist vor allem für sein Persil-Waschmittel bekannt. Den größten Anteil am Umsatz macht jedoch die Klebstoffsparte aus. Nach einem ernüchternden Jahr 2018 will Henkel mit neuen Produkten in der Pflegesparte punkten. Die Lage des Unternehmens, was die Analysten sagen, und wie es für die Aktie läuft:

LAGE DES UNTERNEHMENS:

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Der Konsumgüterkonzern aus Düsseldorf hat sich auf drei Standbeine aufgestellt: Klebstoffe, Waschmittel und Kosmetikprodukte. Bei Letzterem ging es zuletzt nur schleppend voran, die Umsätze waren rückläufig. Beim dem Zugpferd Klebstoffe lässt zudem das Wachstum nach. Henkel-Chef Hans Van Bylen will daher Marken neu auflegen und das Unternehmen stärker digital ausrichten. Dafür sollen jährlich rund 300 Millionen Euro zusätzlich anfallen.

Neu ist zum Beispiel die vegane Ausführung der Shampoo-Marke Schauma. Ein Teil der Produkte soll etwa keine Milch oder Honig mehr enthalten. Bei der neuen Marke OnlyLove wirbt das Unternehmen damit, ohne Alkohol, Ammoniak und Silikone auszukommen. Insgesamt verschreibt sich Henkel eine Öko-Kur: Auch für die Geschirrspülmarke Pril sind neue, ökologisch-zertifizierte Produkte mit nachhaltigen Kunststoffverpackungen geplant.

Der weit wichtigere Markt ist für Henkel jedoch das Klebstoffgeschäft. Marken wie Loctite, Teroson oder Technomelt erwirtschaften rund 40 Prozent des Konzernumsatzes. Die Industrieklebstoffe kommen etwa bei der Autoreparatur oder auf dem Bau zum Abdichten von Fenstern und Fassaden zum Einsatz. Im vergangenen Geschäftsjahr wuchs die Sparte aus eigener Kraft um vier Prozent. Experten rechnen für 2019 aber mit einem langsameren Wachstum.

Im Waschmittelbereich muss sich Henkel im wichtigen US-Markt gegen den Rivalen Procter & Gamble durchsetzen. In Nordamerika wollen die Düsseldorfer mit Waschmittelkapseln und -tabs punkten. Die größte US-Marke All wurde zudem neu aufgelegt. Die Kernmarke Persil soll umfassend erneuert werden.

Wegen der hohen Investitionen ist der Dax-Konzern in seinem Ausblick für 2019 zurückhaltend. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie dürfte um einen mittleren einstelligen Prozentsatz sinken, wenn man Schwankungen der Währungskurse herausrechnet. Der Umsatz soll aus eigener Kraft um zwei bis vier Prozent steigen. Die um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Umbaukosten bereinigte Gewinnspanne (Ebit-Marge) soll 16 bis 17 Prozent erreichen.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Mit 13 von 20 im dpa-AFX-Analyser gelisteten Experten rät die Mehrheit zum Halten der Aktie, nur drei empfehlen den Kauf sowie vier den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel auf zwölf Monate liegt bei 96,20 Euro. Am optimistischsten sind die Analysten der Commerzbank. Sie sprechen sich für Kaufen aus und sehen ein Aufwärtspotenzial von rund 44 Prozent bei einem Kursziel von 128 Euro. Am pessimistischsten ist die US-Investmentbank Morgan Stanley, die mit einem Abwärtspotenzial von 13 Prozent rechnet und bei einem Kursziel von 77 Euro den Verkauf empfiehlt.

Analyst Jörg Philipp Frey vom Analysehaus Warburg weist auf die Bedeutung der Konjunktur für die Wettbewerbsfähigkeit des weltgrößten Klebstoffherstellers hin. Das Geschäft hänge stark von der weltweiten Industrieproduktion ab. Das Wachstum der Sparte habe sich im vierten Quartal aufgrund einer sehr starken Vergleichsbasis verlangsamt. Der Anstieg der Preise solle sich jedoch auch im ersten Quartal 2019 noch positiv auswirken. Zudem habe Henkel den Umsatzanteil der wichtigsten Marken deutlich erhöht. Zu den Pluspunkten zähle auch, dass das Unternehmen im Kosmetikbereich innovativ sei. In Rezessionen habe Henkel durch Produkteinführungen im Einstiegspreissegment Einbußen im professionellen Salongeschäft kompensiert.

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