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Egbert Prior Sixt startet mit Mobilitätsplattform durch

Gastautor: Egbert Prior
06.03.2019, 11:43  |  1658   |   |   

Durch Innovationen und freches Marketing ist es dem Autovermieter aus kleinen Anfängen gelungen, zum deutschen Marktführer zu avancieren. Die Kursentwick-lung spricht Bände. In den letzten zehn Jahren sind die Vorzüge um 1.600% explodiert. Doch jetzt steht Sixt möglicherweise vor einem Quantensprung. Vor wenigen Tagen gab CEO Erich Sixt den Startschuß für eine Mobilitätsplattform: Mit einer einzigen App können Kunden in Zukunft zugreifen auf Autovermietung, Carsharing und Fahrdienste wie Taxis, Mitfahrgelegenheiten oder Limousinenservices. Die Autos werden mit dem Smartphone gebucht, gefunden, aufgeschlossen und abgerechnet. Der Umweg über einen Sixt-Schalter ist nicht mehr nötig. Das Angebot startet in Berlin soll aber noch im zweiten Quartal auf drei weitere deutsche Metropolen ausgeweitet werden und dann Schritt für Schritt weiter expandieren. Die App „Sixt One“ soll das komplette Angebot des Autovermieters digitalisieren und bündeln. Aufhorchen läßt eine Kooperation mit dem amerikanischen Fahrdienstvermittler Lyft. Der kleine Bruder von Uber bereitet gerade seinen Börsengang vor. Mal wieder hat sich Sixt an die Spitze der Bewegung gesetzt. Aus einem Carsharing Gemeinschaftsunternehmen mit BMW waren die Pullacher ausgestiegen und hatten sich den Abschied mit 200 Millionen versüßen lassen. Geld, das jetzt zur Verfügung steht, die erforderlichen Investitionen zu stemmen. Die Aktie hat auf die Ankündigungen begeistert reagiert und um mehr als 10% zugelegt. Mit 63,80 Euro notieren die Vorzüge aber immer noch deutlich unter dem Allzeithoch, das im Mai vergangenen Jahres mit 75,40 Euro markiert wurde. Auf dieser Basis ergibt sich ein KGV von 12. Eigentlich ein Witz, wenn Sie bedenken, daß das Unternehmen seit Jahren den Gewinn um einen zweistelligen Prozentsatz steigert. Für 2018 stellt Sixt einen Gewinnzuwachs von 15 bis 20% auf bis zu 345 Millionen vor Steuern in Aussicht. Der Umsatz soll deutlich über dem Vorjahr (2,3 Milliarden) liegen. Den Mund wässrig macht auch der kräftige Discount gegenüber den Stammaktien. Mit rund 90 Euro notieren die stimmberechtigten Anteilsscheine 40% höher. Zuletzt wurden 4,02 Euro ausgeschüttet. Rendite satte 6,3%. Darin enthalten 2,05 Euro Bonuszahlung für den erfolgreichen Verkauf des joint ventures mit BMW. Fazit: Auf dem günstigen Bewertungsniveau ist die Aktie ein klarer Kauf!

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