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Bullen hatten zu Karneval eine gute Zeit

Gastautor: Sven Weisenhaus
07.03.2019, 08:53  |  880   |   |   

Sicherlich werden viele Menschen zu Karneval eine sehr schöne Zeit gehabt haben. Und auch das „Wirtschafts-Forum“ der Stockstreet GmbH war wieder ein voller Erfolg. Doch aus Sicht der Börsen hatten die Bullen zu Karneval definitiv die schönere Zeit – zumindest gegenüber den Bären. Denn die Aktienmärkte zeigten tendenziell Stärke.

DAX konnte sehr wichtige Marken überwinden

Zwar gab es in den vergangenen Tagen auch leichte Rücksetzer, doch fielen diese relativ gering aus.  Und zuvor konnte der DAX am Tag nach Altweiber sehr entscheidende Widerstände überwinden (siehe grüner Kreis im Chart). Unter anderem gewannen die Bullen den Kampf um einen Ausbruch über den Kreuzwiderstand aus der wichtigen Abwärtslinie (dick rot), der Konsolidierungslinie (rot gestrichelt) und der Mittellinie bei 11.525 Punkten.

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Zudem wurde das 38,20%-Fibonacci-Retracement der gesamten Korrekturbewegung übersprungen (siehe grüner Kreis im folgenden Chart), womit nun weiteres Potential bis zur 50%-Marke freigesetzt ist – unter Berücksichtigung der am vergangenen Mittwoch genannten Zwischenhürden.

DAX - Fibonacci-Retracements

Zudem konnte mit dem Sprung über die (dicke rote) Abwärtslinie (erster Chart oben) auch die Nackenlinie der vermeintlichen Schuler-Kopf-Schulter-Formation (SKS) zurückerobert werden (siehe grüner Kreis im folgenden Chart). Damit hat diese nun ihren Schrecken endgültig verloren.

DAX - Schulter-Kopf-Schulter-Formation

Allerdings hatten wir, wie Sie vielleicht noch wissen, schon recht frühzeitig und dann immer wieder Zweifel angemeldet, dass sich hier überhaupt eine regelkonforme SKS ausbildete. Schon am 26.04.2018 war in der Börse-Intern zu lesen, dass die Entwicklung der Umsätze im Kursverlauf nicht stimmte. Daher hatten wir anschließend nur noch von einer SKS-ähnlichen Formation gesprochen.

Statt einer komplexen SKS-Formation nur eine banale ABC-Korrektur?

Die wichtigste Erkenntnis daraus, dass die SKS-Formation nun durch die Rückeroberung ihrer Nackenlinie endgültig aus dem Rennen ist, ist folgende: Eine SKS-Formation ist eine Umkehrformation. Hätten wir es also mit einer regelkonformen SKS zu tun gehabt, hätte dies eine nachhaltige und anhaltende Wende von einem Bullen- in einen Bärenmarkt zur Folge gehabt. Doch diese Gefahr ist nun definitiv nicht mehr gegeben.

Stattdessen könnten wir (mit den zwei Korrekturwellen) seit dem Hoch von Ende 2018 nach einem (großen) Aufwärtstrend lediglich eine (relativ große und) völlig banale (ABC-)Korrektur gesehen haben. Und genau auf diese Möglichkeit hatte ich auch schon am 12.10.2018 hingewiesen (siehe „DAX: Top-Formation oder ABC-Korrektur?“). Diese (ABC-)Korrektur passt auch viel besser zu dem Elliott-Wellen-Szenario, welches ich hier schon seit vielen Monaten verfolgt habe. Erstmals mit dem folgenden Chart aus der Börse-Intern vom 15.02.2018 hatte ich mit dem roten Pfeil sehr klar aufgezeigt, dass auf absehbare Zeit mit dieser ABC-Korrektur zu rechnen war.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Das neue Allzeithoch (grüner Pfeil) wurde zwar nicht mehr erreicht, doch grundsätzlich ging das Szenario bislang sehr gut auf und es kam zu den erwarteten Kursverlusten in Richtung 10.000 Punkte (roter Pfeil).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

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