Geschlossene Immobilienfonds: sichere Geldanlage oder Risiko?

Gastautor: Rainer Brosy
07.03.2019, 14:50  |  1232   |   |   

Wie krisensicher sind geschlossene Immobilienfonds?

Aufgrund der steigenden Zahlen bei Mieten und Immobilienwerten sind zahlreiche Anleger an einer Teilhabe interessiert. Der Erwerb von Anteilen an einem geschlossenen Immobilienfonds ermöglicht es, von der Entwicklung der Branche zu profitieren. Vor allem die Flucht der Anleger in Sachwerte nach der Finanzkrise 2008 hat zu einer steigenden Nachfrage geführt. Aber stellen die geschlossenen Immobilienfonds überhaupt eine sichere Geldanlage oder doch ein hohes Risiko dar?

Geschlossene Immobilienfonds sind für Anleger eine Möglichkeit, mit geringerem Kapitaleinsatz in Immobilien zu investieren. Bildquelle: skeeze / Pixabay

Wie funktionieren geschlossene Immobilienfonds?

Als Privatanleger kann man sich an einer bereits fertigen oder noch zu bauenden Immobilie beteiligen. Die Emittenten des Immobilienfonds verkaufen Anteile, um das notwendige Eigenkapital für die Investition von den Anlegern einzusammeln. Wurde das Investitionsvolumen für das Projekt oder die Projekte erreicht, wird die Anlage für weitere Investoren geschlossen. Daher spricht man von einem geschlossenen Immobilienfonds.

Die im Fonds investierten Anleger werden zu Gesellschaftern einer Handelsgesellschaft, die Eigentümerin des Objekts wird. Daraus resultiert, dass die Anleger Anteile am Gewinn verzeichnen, aber auch das Risiko von Verlusten (mit)tragen. Die Laufzeit der geschlossenen Fonds liegt bei zehn Jahren und mehr; ein vorzeitiger Ausstieg zieht meist Verluste nach sich – wenn er überhaupt möglich ist.

Dabei ist es egal, ob es sich um eine Wohn-, eine Büro- oder Gewerbeimmobilie handelt. Die Investition in all diese Objekte ist seit Jahren bekannt und beliebt, weil sie als substanzstark und krisensicher gilt. Der Immobilienmarkt hat sich aufgrund dessen in den zehn Jahren nach der Finanzkrise größter Beliebtheit erfreut.

Anwalt Niels Andersen erkennt Risikopotential

Foto: RA Niels Andersen. Bildquelle:APS Rechtsanwalts GmbH

Zuvor waren Beteiligungen an Schiffen führend in diesem Kapitalmarkt – bevor die Banken und Reeder Schiffsfonds versenkten. Niels Andersen, Anwalt für Kapitalmarktrecht, erkennt bei geschlossenen Schiffs- und Immobilienfonds Ähnlichkeiten: „Das Risiko wird bei geschlossenen Immobilienfonds an die Investoren weitergegeben – wie bei Schiffsfonds. Dadurch können auch bei Immobilienfonds Verluste für die Anleger entstehen.“

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Geschäftsführer
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Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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