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AUTODOC Geschäftsführer Alexej Erdle im Interview "Der Onlinehandel für Autoersatzteile ermöglicht den Kunden erhebliche Einsparpotenziale und wird zukünftig überproportional zum Gesamtmarkt wachsen"

Nachrichtenagentur: news aktuell
12.03.2019, 12:30  |  388   |   |   
Berlin (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

AUTODOC wuchs innerhalb von 10 Jahren vom Start-Up zur
europäischen Benchmark im Onlinehandel für Autoersatzteile heran.
Nachdem zuletzt über den Einstieg der Berliner als Sponsor im
Rallyesport berichtet wurde, gewähren sie nun einen Blick hinter die
Kulissen. Im Gespräch mit Unternehmensgründer und Geschäftsführer
Alexej Erdle werden die Macher hinter der rasanten Wachstumsstory
beleuchtet. Was die drei Unternehmer antreibt und wo es mit AUTODOC
zukünftig hingehen soll, erfahren wir in diesem Interview.

Herr Erdle, Sie führen Ihr Unternehmen zusammen mit Ihren beiden
Kollegen. Erzählen Sie doch mal, wer denn hinter der Erfolgsstory
AUTODOC steht?

Alexej Erdle: Hinter AUTODOC stehen unverändert die drei Gründer.
Vitalij Kungel, Max Wegner und ich sind 2008 mit unternehmerischem
Geist gestartet. Unsere Leidenschaft für Autos und die Begeisterung
für internetbasierte Geschäftsmodelle halfen uns die Firma aufzubauen
und schnell zu expandieren. Heute betreiben wir Onlineshops in 26
europäischen Ländern. Trotzdem sind wir weiterhin drei Unternehmer,
die ganz einfach gute Arbeit machen wollen und den Kunden einen
Mehrwert bieten.

Wie kamen Sie 2008 auf die Idee Autoteile online zu verkaufen,
anstatt über Werkstätten oder eigene Shops? Und was bringt das dem
Kunden?

Alexej Erdle: Herr Kungel bemerkte, dass er ein Ersatzteil für
sein Auto über die Werkstatt nur sehr teuer bekam, das gleiche aber
im Großhandel sehr viel günstiger angeboten wurde. Angesichts des
hohen Preisaufschlags in den Werkstätten und im Einzelhandel sahen
wir eine Möglichkeit hier durch direkte Vermarktung einen Spareffekt
um bis zu 70% zu erzielen. Wir schalten den Zwischenhandel aus und
bieten so die gleichen Originalteile wie der stationäre Handel zu
einem günstigeren Preis. Wir hatten das Know-how einen einfachen
Onlinevertrieb selbst aufzubauen und haben direkt angefangen.

Und welches Rezept steckt dahinter, dass man damit so erfolgreich
wird?

Alexej Erdle: Ich denke Bodenständigkeit und unermüdlicher Fleiß
wurden uns allen dreien in die Wiege gelegt. Hinzu kommt, dass jeder
von uns noch besondere Fähigkeiten mitbringt, die sich im Hinblick
auf unser Geschäftsmodell extrem gut ergänzen. Max ist unser Visionär
und treibt uns an neue Meilensteine zu erreichen. Zudem brachte er
IT-Kenntnisse mit und hat mit seinem Team inzwischen hervorragendes
Wissen im Onlinemarketing entwickelt. Vitalij ist ein klassischer
Betriebswirt, der immer den wirtschaftlichen Überblick behält. Und
ich komme aus der Automobilbranche, habe also das nötige Fachwissen
und weiß, was die Kunden brauchen. Das alles zusammen sorgt für eine
nachhaltige Entwicklung.

AUTODOC beeindruckt seine Branche in den letzten Jahren mit
überdurchschnittlichem Wachstum. Das belegte zuletzt das
deutschlandweite Ranking "Wachstumschampions 2018" von FOCUS Business
und statista, dort nahm AUTODOC im gesamten Automobilbereich den
zweiten Rang ein - wohin geht die Reise, hält das Wachstum an?

Alexej Erdle: Bereits im ersten Halbjahr des vergangenen Jahrs
haben wir im Ranking der am schnellsten wachsenden Unternehmen in
Europa von der Wirtschaftszeitung Financial Times Platz 240 erreicht.
Das unterstreicht noch stärker unseren Führungsanspruch in Europa.
Aber wir stehen erst am Anfang des Erfolges und sehen noch viele
Möglichkeiten und erhebliches Wachstumspotenzial. Der Onlinehandel
wächst überproportional zum stationären Handel, der momentan noch
einen Großteil des Gesamtmarkts umsetzt. McKinsey hat im Juni 2017
die Studie "The changing aftermarket game" publiziert, in der die
Unternehmensberatung damit rechnet, dass bis 2035 20-30% der
Ersatzteile online gekauft werden. Es stimmt schon, wir sind die
letzten Jahre sehr schnell gewachsen - und wir sind stolz darauf,
unseren Umsatz jährlich im hohen zweistelligen Prozentbereich zu
erhöhen, ohne dass wir andere Firmen aufkaufen. Wir sehen darin die
Bestätigung, dass unser Konzept gebraucht wird.

Sie sprechen von vielen Möglichkeiten. Was können wir von AUTODOC
zukünftig konkret erwarten?

Alexej Erdle: Um auch in Zukunft schneller als der Markt zu
wachsen, investieren wir ständig in unsere Onlineshops, Logistik und
Produkte. Inzwischen bieten wir mehr als 2,5 Millionen Ersatzteile
für Autos an und erweitern das Sortiment stetig. Doch es gibt
natürlich noch andere Fahrzeuge. Bestes Beispiel ist der Markt für
Lkw-Ersatzteile, den wir seit Ende letzten Jahres bedienen. Er bietet
fundamental ähnliche Chancen wie wir sie für Pkws schon nutzen, auch
hier mit enormem Einsparpotenzial für die Kunden und das gilt auch
für Originalteile. Darüber hinaus wollen wir zum richtigen Zeitpunkt
natürlich in weitere attraktive Produktgruppen und Regionen
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