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GOLD Bekommt das Edelmetall die zweite Luft?

13.03.2019, 11:35  |  1430   |   |   

Nach dem deutlichen Preisrückgang konnte das Edelmetall zuletzt wieder eine Erholung starten. Hat der Markt womöglich die Tiefs der Korrektur bereits gesehen? Mit anderen Worten: Bekommt Gold die zweite Luft?

Rückblick. In unserer Kommentierung vom 28.02. hieß es u.a. „[…] Der Goldpreis zog sich nach der Ausbildung des Bewegungshoch im Bereich von 1.350 US-Dollar auf den ersten wichtigen Unterstützungsbereich zurück. Ein Blick auf den Chart offenbart die spannende Konstellation. Im Chart hat sich als Kombination aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend und dem kurzfristigen Abwärtstrend eine Dreiecksformation ausgebildet, die eine baldige Entscheidung über die Richtung für die nächste Zeit ankündigt. Kann sich der Aufwärtstrend durchsetzen?[…]“

Der Aufwärtstrend konnte sich schließlich nicht durchsetzen. Gold kippte in ein Konsolidierungsszenario, was zweifelsohne Wasser auf die Mühlen der Goldpessimisten war. Ob sich die Perspektiven für Gold auf mittlere und lange Sicht jedoch negativ verändert haben, darf bezweifelt werden. Das Ganze könnte sich als Intermezzo, als temporäre Schwäche herausstellen. Zudem legt insbesondere die erste Phase der Korrektur aus unserer Sicht den Schluss nahe, dass vor allem kurzfristig orientierte Investoren die Gunst der Stunde genutzt und Gewinne mitgenommen haben.

Der gestrige Dienstag hat nun für neuen Schwung beim Goldpreis gesorgt. Zum einen schürte die gescheiterte Abstimmung im britischen Parlament über den Brexit-Plan wieder die Unsicherheit. Weitaus relevanter dürften hingegen die Daten zu den US-Verbraucherpreisen gewesen sein. Im Februar legten diese zwar um 1,5 Prozent zu, was aber unter dem erwarteten Wert von 1,6 Prozent lag. Am heutigen Mittwoch stehen noch weitere Preisdaten in Form der US-Erzeugerpreise an. Eine moderate Preisentwicklung dürfte der US-Notenbank weiterhin die Gelegenheit geben, ihre von Vorsicht bestimmte Geldpolitik zunächst fortsetzen zu können. 

Aus charttechnischer Sicht erwies sich der Bereich um 1.280 US-Dollar als (letzter) Rettungsanker. Der erfolgreiche Test dieser Marke verhinderte ein weiteres Abrutschen des Goldpreises. Insofern sollten die 1.280 US-Dollar nun nicht mehr unterschritten werden. Auf der Oberseite konnte Gold bereits die 1.295 US-Dollar und die wichtigen 1.300 US-Dollar zurückerobern. Doch mit Blick auf das Widerstandscluster, das im Wesentlichen durch die Widerstände von 1.305 US-Dollar, 1.315 US-Dollar sowie 1.325 US-Dollar gebildet wird, wird deutlich, dass die Aufgaben auf der Oberseite nicht einfacher werden. 

Kurzum: Trotz der jüngsten Rückschläge bleiben wir auf mittlere Sicht unverändert bullisch für Gold. Eine zügige Rückeroberung der 1.325 US-Dollar wäre ein wichtiger Fingerzeig. Auf der Unterseite sollten nun die 1.280 US-Dollar nicht mehr unterschritten werden. 
 


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