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Millionenstrafe Zwingen "Babypuder-Klagen" Johnson & Johnson in die Knie?

14.03.2019, 09:51  |  2683   |   |   

Johnson & Johnson (J&J) muss einer US-Amerikanerin 29 Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen. Die Klägerin behauptet, dass Asbest in talkhaltigen J&J -Kosmetika ihre Krebserkrankung auslöste. Der Konzern sieht sich mit tausenden ähnlichen Klagen konfrontiert. Die Aktie gibt nachbörslich leicht nach.

Der US-amerikanische Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson (J&J) muss in den Prozessen um mutmaßlich krebserregende talkhaltige Kosmetikprodukte erneut eine Gerichtsniederlage einstecken. Eine Geschworenenjury im US-Bundesstaat Kalifornien sprach einer an Krebs erkrankten Frau, die talkhaltige Kosmetikprodukte von J&J verwendet hatte, gestern eine Entschädigung in Höhe von 29 Millionen US-Dollar zu. Dies berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters".

Bereits im Juli 2018 war der US-Pharmakonzern in einem ähnlichen Prozess zu einer Strafe in Höhe von 4,7 Milliarden US-Dollar verurteilt worden. Geklagt hatten 22 Frauen, die angaben durch talkhaltige Produkte des Konzerns an Eierstockkrebs erkrankt zu seien. In den USA ist J&J außerdem noch mit mehr als 13.000 Klagen wegen talkhaltiger Produkte, die im Verdacht stehen krebserregenden Asbest zu enthalten, konfrontiert.

Zu dem jüngsten Gerichtsurteil sagte ein Sprecher von J&J: "Wir respektieren das rechtliche Verfahren und betonen aber, dass Jury-Urteile keine medizinischen, wissenschaftlichen oder regulatorischen Schlussfolgerungen über ein Produkt sind". J&J weist den Vorwurf zurück, dass seine talkhaltigen Produkte Krebs verursachen. Zahlreiche Studien und Tests von Aufsichtsbehörden hätten gezeigt, dass der Talk des Konzerns sicher und asbestfrei sei. J&J wird gegen das Urteil wahrscheinlich Berufung einlegen.

An der Nasdaq steht die J&J-Aktie nachbörslich rund 1,8 Prozent im Minus. Ein Anteilsschein kostet 136,90 US-Dollar (Stand: 13.03.2019, 19:59 Uhr)

Johnson & Johnson

Quelle:

Reuters



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