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Top 100 Gastro-Unternehmen 2018 mit 5,3 Prozent Umsatzplus

Nachrichtenagentur: news aktuell
14.03.2019, 20:10  |  419   |   |   
Frankfurt/Main (ots) - Deutschlands 100 führende
Foodservice-Unternehmen haben 2018 mit 14,5 Milliarden Euro
Nettoumsatz 5,3 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Die Zahl der
Betriebe erhöhte sich um 2,2 Prozent auf mehr als 19.600. An der
Spitze der größten Gastronomieunternehmen und -systeme in Deutschland
stehen McDonald's, Burger King und LSG, gefolgt von Tank & Rast. Neu
unter den Top 100 ist der Schweizer Valora-Konzern als Eigentümer der
beiden Marken Ditsch und Backwerk.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Branchenerhebung der
Wirtschaftsfachzeitschrift foodservice (dfv Mediengruppe). Die
Umsätze allein der Top 10 sind seit 2008, also in den letzten zehn
Jahren, um exakt 20,5 Prozent gestiegen; global distribuierte
Quickservice-Marken mit gelernten, etablierten Sortimenten
beherrschen das Feld.

Gewinner-Analyse

McDonald's und Burger King generierten zusammen 4,5 Mrd. Euro
Marktvolumen. Die Big Mac-Macher kommen nach Schätzung von
foodservice auf 6,6 Prozent Umsatzplus. Der Marktführer hat nach
einer Minus-Epoche 2013/14 im Jahr 2018 einen Rekord hingelegt, und
zwar mit der höchsten Wachstumsrate in bestehenden Restaurants seit
1993. Dieser Erfolg resultiert aus einem umfassenden inneren
Veränderungsprozess mit neuem Küchenprinzip, neuen Signature-Burgern,
einem stark ausgeweiteten Dienstleistungsspektrum (einerseits
Table-Service als Standard, andererseits Lieferung nach Hause) sowie
sehr kraftvollen Value-Aktionen mit Preisknüllern.

Vom Umsatzwachstum der Top 100 entfällt in absoluten Zahlen der
größte Brocken auf McDonald's (geschätzt 215 Mio. Euro), es folgen
Domino's (67 Mio. Euro) sowie SSP (geschätzt 35 Mio. Euro). Bei den
relativen Gewinnern führt Domino's (plus 43,8 Prozent) vor Gustoso
(39,8 Prozent) sowie dean & david (plus 32,7 Prozent).

Herausragendes Wachstum im Fullservice-Sektor liefern die drei
expansionsstarken Marken L'Osteria (plus 18,2 Prozent Umsatz), Hans
im Glück (plus 17,4 Prozent) sowie Peter Pane (plus 21,1 Prozent) mit
Pizza und Better-Burgern in den Kernsortimenten.

2018 war für den Wirtschaftszweig und insbesondere für die
Vorderen ein Spitzenjahrgang. Es gab Rückenwind durch gute Konjunktur
und beste Verbraucherlaune, allerdings auch Gegenwind durch geradezu
dramatischen Fachkräftemangel.

Es war auch ein Jahr, in dem mehr Marken und Firmen ihren
Eigentümer bzw. Investor wechselten als je zuvor.

Turbo-Dynamik im Markt

Die bedeutendsten Übernahmen und Zukäufe im Feld der Top 100:

- Der italienische Autogrill-Konzern kauft von der französischen
Groupe Soufflet Le CroBag mit Standortschwerpunkt Bahnhof.

- Delivery-Weltmarktführer Domino's übernimmt Hallo Pizza, die
Nummer 2 in diesem Spezialsegment.

- Die Fischrestaurant-Kette Nordsee wechselt aus dem Portfolio von
Theo Müller und Heiner Kamps zum Schweizer Finanzdienstleister Kharis
Capital.

- Delivery Hero verkauft sein deutsches Geschäft mit den Marken
Foodora, Lieferheld und Pizza.de an Takeaway.com aus den Niederlanden
mit der Marke Lieferando.

Food und Foodservice werden als krisenresistente Kapitalanlage mit
nachhaltiger Nachfrage betrachtet. Deutschland gilt dabei als
ausgesprochen attraktiver, aber auch schwieriger Ländermarkt. Viel
beachtete Firmentransfers auf globaler Ebene waren: Die Holding der
deutschen Familie Reimann (JAB) kauft die britische Kult-Marke Pret a
Manger vom Investor Bridgepoint. Und: Der Weltkonzern Coca-Cola
übernimmt die Kette Costa Coffee von Whitbread (beide
Großbritannien).

Aktuelle Trends der Gastronomie-Branche

Das Treiber-Thema heißt Lieferservice bzw. Lieferplattformen. Es
ist ein urbanes Thema. Die Entwicklung hat eine atemberaubende
Geschwindigkeit. Sie bietet Restaurants in der kompletten Bandbreite
von Fastfood bis Fine Dining Wachstumschancen. Praktisch alle großen
Marken experimentieren damit. Noch beschränkt sich das neue Business
auf Innenstädte, größere Markenbekanntheit lockt. Zu den operativen
Herausforderungen gehören Integration der Abholung im
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