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Lebensversicherung: Folgen des Brexit für Clerical Medical, Standard Life und Co.

Gastautor: Roland Klaus
14.03.2019, 20:55  |  694   |   |   

Der Brexit ist zunächst verschoben. Doch alles spricht dafür, dass er trotzdem kommt. Das kann wesentliche Auswirkungen für die Besitzer von britischen Lebensversicherungen haben. Betroffene Verbraucher sollten daher prüfen, ob ein Widerruf und eine Rückabwicklung für sie eine sinnvolle Lösung darstellt.

Besitzer von Fondspolicen britischer Anbieter sind durch den Brexit aufgeschreckt. Hier können Sie prüfen lassen, ob ein Widerruf bzw. Widerspruch der Versicherung ihnen mehr Geld bringt als die Kündigung der Versicherung. 

Bereits jetzt sind viele Kunden britischer Lebensversicherungen, wie beispielsweise Clerical Medical (CMI), Standard Life, Canada Life oder Friends Provident bitter enttäuscht. Vollmundige Versprechen, wie hohe Renditen und Steuervorteile, die Ihnen bei Abschluss ihrer Fondspolicen gemacht wurden, sind in der Realität nicht eingetreten.

Doch nun könnte es noch dicker kommen: Britische Versicherungsgesellschaften dürften im Falle eines sogenannten „harten“ Brexit keine Gelder mehr an ihm EU-Ausland wohnende Bürger auszahlen. Auch die Sicherung im Fall einer Insolvenz verschlechtert sich. Etliche Anbieter haben bereits mit der Verlagerung der Policen nach Luxemburg oder Irland reagiert. Doch zumindest das Insolvenzproblem wird damit nicht gelöst. 

Kunden von Versicherungen wie Clerical Medical (CMI) sollten sich daher dringend mit dem Widerruf einer Lebensversicherung beschäftigen. Dies ist dann möglich, wenn die Vertragsunterlagen fehlerhaft sind und aus diesem Grund die übliche Widerrufsfrist von 14 bzw. 30 Tagen nicht zu laufen beginnt. Verbraucher können dann Jahre nach Abschluss ihrer Police noch den Vertrag widerrufen und eine Rückabwicklung fordern.

Im Vergleich zu einer Kündigung der Police ist der Widerruf in nahezu allen Fällen deutlich profitabler. Denn bei einer Rückabwicklung muss die Versicherungsgesellschaft sämtliche Kosten für Vertrieb und Verwaltung an den Kunden zurückzahlen. In der Regel wird dadurch der Verbraucher um viele tausend Euro bessergestellt, als wenn er die Versicherung kündigt. Auch die Brexit-Unsicherheiten hätten sich damit erledigt.

Gerade mit der Clerical Medical haben wir bei der Interessengemeinschaft Widerruf bereits zahlreiche positive Erfahrungen gesammelt. Sobald der Versicherte einen Experten einschaltet, ist die Gesellschaft in der Regel zu einem vernünftigen außergerichtlichen Vergleich bereit, der die Ansprüche des Kunden abdeckt. Eine kostspielige und langwierige Klage vor Gericht ist daher in den meisten Fällen gar nicht nötig.

Bereits jetzt haben sich für die meisten Kunden von Clerical Medical die Policen aufgrund hoher Kosten und enttäuschender Wertentwicklung der Fonds zu einem Fiasko entwickelt. Durch den Brexit könnten nun weitere Probleme hinzukommen, die bis zu einem vollständigen Zahlungsausfall reichen könnten.

Versicherte, die dieses Risiko nicht eingehen wollen, können bei der Interessengemeinschaft Widerruf kostenlos und unverbindlich prüfen lassen, ob ihre Versicherung die Voraussetzungen für einen Widerruf erfüllt. Ist dies der Fall, so sagen Ihnen die Experten auch, welche konkreten nächsten Schritte unternommen werden müssten um den Widerruf erfolgreich umzusetzen.

Die Kosten für ein solches Vorgehen werden in vielen Fällen von einer Rechtsschutzversicherung übernommen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, auf ein Erfolgshonorar zurückzugreifen, bei dem nur dann Kosten anfallen, wenn die Rückabwicklung erfolgreich war.



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