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Europa USA bauen Marschflugkörper für Europa

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
15.03.2019, 19:28  |  1243   |   |   
Washington (dts Nachrichtenagentur) - Die USA haben begonnen, landgestützte konventionelle Marschflugkörper mit Reichweiten über 500 Kilometer zu bauen. Das berichtet der "Spiegel". Der Großen Koalition steht damit ein Nachrüstungsstreit bevor.

Es geht um die Reaktion der Bundesregierung auf den russischen Marschflugkörper SSC-8. Die NATO beschuldigt Russland, mit dessen Produktion und Stationierung gegen den INF-Vertrag zum Verbot landgestützter Mittelstreckenwaffen zu verstoßen, weil er über 500 Kilometer weit fliegen soll. Moskau bestreitet das. Die SPD lehnt als Antwort des Westens eine Stationierung atomarer wie konventioneller US-Mittelstreckenwaffen in Europa ab; die Union hingegen will sich alle Optionen offenhalten. Potenziell erhöht die Stationierung von Marschflugkörpern jeglicher Gattung das Risiko eines Kriegs, weil die Vorwarnzeit nur wenige Minuten beträgt. Zudem lassen sich die atomare und die konventionelle Variante beim Anflug nicht unterscheiden. Die USA haben angekündigt, im August erste Testflüge mit dem neuen Marschflugkörper durchführen zu wollen, was nach INF-Vertrag verboten wäre. Bereits in 18 Monaten soll dann eine Stationierung möglich sein. Den Deutschen haben die Amerikaner versichert, noch sei eine Rückkehr zur alten Vereinbarung möglich - aber nur, wenn auch Moskau den INF-Vertrag einhalte.
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4 Kommentare

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Kommentare

Ach du ahnst es nicht - da führt also ein User als Quelle sputniknews an ...

Ein Ausbund an Objektivität, gell?

Wenn man sich heutzutage einigermaßen objektiv informieren will, bleiben nicht (mehr) viele Möglichkeiten. Ich empfehle die Neue Zürcher Zeitung, und in der finden sich zu russischen bzw. von staatlichen russischen Stellen gesteuerten "Nachrichten"-Portalen beispielsweise folgende Artikel:

https://www.nzz.ch/meinung/die-russische-machtmaschinerie-erlebt-die-grenzen-der-unverschaemtheit-ld.1426638
https://www.nzz.ch/international/die-jagd-nach-putins-agenten-wie-ein-spionagefall-in-lausanne-zu-einem-fiasko-des-russischen-geheimdiensts-fuehrte-ld.1429047
https://www.nzz.ch/meinung/im-fall-skripal-hat-sich-moskau-selbst-entlarvt-ld.1420226
https://www.nzz.ch/international/skripal-russland-zieht-schweiz-in-den-fall-hinein-ld.1377578
https://www.nzz.ch/meinung/der-erste-hybride-weltkrieg-ld.1365857

aus dem letzten link:
Eine sehr wichtige Rolle spielen «Sabotage-Einheiten» im hybriden Krieg – die berühmten Troll-Fabriken, die im Internet Fake-News und panische Gerüchte verbreiten. Vor einigen Jahren entstanden in Russland mehrere solcher Firmen, in denen rund um die Uhr in Schichten Tausende von Mitarbeitern die Funktion von bezahlten Internet-Trollen erfüllen. Sie schreiben Posts und Kommentare, die die Opposition verunglimpfen und Putin lobpreisen. Eine dieser Firmen in St. Petersburg wurde von früheren Mitarbeiterinnen (Olga Malzewa und Ljudmila Sawtschuk) aufgedeckt. Der bekannteste Organisator von Troll-Fabriken ist Putins ehemaliger Koch Jewgeni Prigoschin, dem die Holding Fabrika Media gehört.

Die Troll-Fabriken zielen nicht nur auf das russische, sondern auch auf das westliche Publikum, wofür aktiv Personal mit guten Fremdsprachenkenntnissen angeworben wird. Die Moskauer Manipulatoren werben auch aktiv Social-Media-Spezialisten in Europa an. Wie zum Beispiel Olga Sokolowa, eine Journalistin und Mitarbeiterin der Freien Universität Berlin, in ihrem Blog mitteilte, wurde ihr von Leuten aus Moskau das Angebot unterbreitet, im Wahlkampf bei einer Social-Media-Kampagne mitzuarbeiten, die sich gegen Angela Merkel richtet. Vorgesehen war die Verbreitung von Agitationsmaterial in speziell angelegten Communitys und anderen Plattformen in den sozialen Netzwerken, um die Kanzlerin und ihre Partei zu diskreditieren. Hauptstossrichtung: Flüchtlingskrise, Sicherheit und Merkels Person.

Für den Westen stellt sich die entnervende Frage, wie man mit einem Regime bzw. einem System kommunizieren soll / kann, bei dem jede Aussage und jede Behauptung eine Lüge sein können, das Verträge nach Belieben bricht, falls es opportun erscheint, das seine Kontrahenten verleumdet und zu diskreditieren sucht und weder ethische Grundsätze noch Menschenrechte beachtet.
Putin steht in der verbrecherischen Tradition der kommunistischen Sowjetunion, deren Auflösung er ja als größte geopolitische Katastrophe des 20.Jahrhunderts bezeichnet hat und an deren "Wegesrändern" Abermillionen von Erschossenen (Schauprozesse in den 1930er Jahren, Liquidierung der Kulaken, polnische Kriegsgefangene etc.), zu Tode Gequälter (Straflager, z.B. Archipel Gulag) und Verhungerter (Ukraine in den Jahren 1932 und 1933: "Holodomor") liegen ...

Putins "rechte Hand" übrigens, Lawrow, ist ein menschliches Monstrum, dem menschliche Kategorien völlig fremd sind.

Und ich hoffe, es kommt die Zeit, wo die russischen Propagandatrolle hier und anderswo keine Gelegenheit mehr haben werden, ihr elendes Geschäft zu betreiben.
Europa als Vorwarnsystem für die USA.
Die letzten beiden Weltkriege haben die USA territorial unbeschadet überstanden. Beim Dritten soll das anscheinend auch so sein. Die europäischen Regierungen, solange es die in der jetzigen Form übehaupt noch gibt, gehen dieses Risiko für Europa auch noch ein. Oder verkaufen die uns womöglich?
Aber immer dran denken. Wenn es soweit kommt, habt ihr wahrscheinlich, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, auch keine Zeit mehr, euch rechtzeitig zu verkrümeln.
Laut ehemaligem US Chefwaffeninspektor sind die Vorwuerfe erstunken und erlogen und waren lediglich Vorwand fuer die USA, den Vertrag zu kuendigen. Europa sei ebenso fuer diese Entwicklung schuldig, weil man den haltlosen Vorwuerfen nicht widersprochen habe.

“Europe is as much to blame for the demise of the INF Treaty as is the US,” Ritter said. “NATO's slavish echoing of the US accusations void of any demonstrable proof that the US claims had any validity provided the diplomatic cover the US needed to proceed to withdraw from the treaty.”

https://sputniknews.com/analysis/201903061072987231-un-usa-e…

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