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DAX-Wochenplan: DAX kurzfristig über 11.700 und damit Trendfortsetzung

DAX-Wochenplan DAX kurzfristig über 11.700 und damit Trendfortsetzung

Gastautor: Andreas Mueller
17.03.2019, 11:26  |  7623   |   |   

Nach dem Verfallstag und vor der US-Notenbanksitzung sind Anleger gespannt auf die weiteren Kursbewegungen. Aus dem Chartbild heraus identifiziere ich hier einige Marken für die neue Handelswoche.

Eine insgesamt bullishe Woche mit vier Gewinntagen brachten den Kalendermonat März wieder ins positive Terrain. Dabei war der Start noch von den Nachwirkungen der US-Arbeitsmarktdaten geprägt. Alle Tage schlossen über der 11.500 Punkten und somit war die Konsolidierung recht solide vollendet. Auf der Oberseite wurde die 11.630 schliesslich am Dienstag wieder kurzfristig erreicht. Ein Zielbereich, welcher in der letzten Wochenanalyse entsprechend skizziert wurde:

 

...es könnte auch nur eine Konsolidierung sein, die nun mit Schwung erneut über die 11.600 führen kann.

 

So sah das Szenario in dieser Analyse aus:

 

 

Im Chartbild war dies erst einmal erneuter Widerstand, an dem sich viele Trader entsprechend positionierten.

 

 

Doch der DAX wollte keine tieferen Regionen testen und schwang sich per Schlusskurs ab Dienstag jeden Tag höher. Vor allem der Freitag stach wieder hervor, da hier ein Verfallstag anstand. Am so genannten "Hexensabbat" verfielen Optionen und Futures auf Aktien und die großen Indizes und sorgten nicht nur für die größte Tagesbewegung im Wochenvergleich, sondern auch für ein doppeltes Handelsvolumen. Die Auflistung der einzelnen Wochentage bringt dies noch einmal hervor:

 

 

In Summe standen rund zwei Prozent Gewinn auf der DAX-Tafel und die Hochs aus Februar wurden damit kurzzeitig überschritten.

Mit dem Verfallstag legte der DAX auch kurzfristig bis auf 11.725 Punkte ordentlich zu, so dass einige Stopp-Orders ausgelöst wurden. Denn über dem Hoch des Vormonats lagen diese bereits im Markt und führten damit zu einem kurzfristigen Dominoeffekt. Es lässt sich zumindest darauf schließen, wenn man sich die Dynamik vom Freitag an dieser Stelle ansieht und dem wieder kurz darauf folgenden Abverkauf:

 

 

Im 4-Stunden-Chart (und natürlich auch im Tageschart) war dies ein neues Mehr-Monats-Hoch. Da jedoch keine Anschlusskäufe einsetzten, muss man dies hinterfragen und vorsichtig sein. Folgendes Chartbild zeigt auf, dass die Kerzenkörper auf 4-Stunden-Basis jeweils unter dem Februarhoch geschlossen haben:

 

 

Genau diese großen Zeitebenen sind jedoch für die Handelssignale verantwortlich, an denen sich große Voluminas ausrichten und auf dessen Basis entsprechende Kauf- und Verkaufsentscheidungen getroffen werden. Dort ist die 11.700 ein Level, an dem der DAX nun über weiteres Potenzial zu entscheiden hat. Sehr deutlich im Tageschart über den Zeitraum der letzten 6 Monate sichtbar:

 

 

Mit Kursen von 11.850 und darüber dann direkt den 12.000 Punkten hat er eine starke Aufgabe vor sich, die jedoch nicht unlösbar ist. Immerhin waren am Freitag bereits die Pläne Pekings, ab April die Mehrwertsteuer zu senken und damit den Konsum und Import zu stärken, freudig am Markt aufgenommen worden.

Skeptisch sollte man erst werden, wenn wir erneut unter die gezeigte Trendlinie fallen würden. Bis dahin sind kurzfristig aber noch einige Unterstützungen aus der jüngsten Handelswoche erkennbar. Diese zeichne ich mir immer optisch in den 30-Minuten-Chart ein, um entsprechendes Potenzial eines Trades besser ablesen zu können. Sie liegen für die nächste Woche an den Stellen:

  • 11.630 als Reversal-Marke am Dienstag
  • 11.560 als Schlussbereich Montag und Unterstützung Mittwoch
  • 11.470 als Bereich des Wochentiefs
  • 11.400 darunter als Auffangzone zu den US-Arbeitsmarktdaten

 

Im Chart sind sie nun optisch dargestellt:

 

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