DAX-0,04 % EUR/USD-0,23 % Gold+0,15 % Öl (Brent)+0,49 %

General Electric vs. General Motors – welche Aktie ist der bessere Kauf?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
19.03.2019, 19:11  |  1090   |   |   

Die US-Konzerne General Electric (WKN:851144) und General Motors (WKN:A1C9CM) sind auf der ganzen Welt bekannt. Allerdings hatten es beide in letzter Zeit alles andere als einfach. Anlger, die diese amerikanischen Ikonen im Portfolio haben wollen, sollten wahrscheinlich Vorsicht walten lassen, was wir hier in den Auswahlprozess mit einfließen lassen werden.

Der Absturz

Die Aktien von General Electric sind in den letzten drei Jahren um über 60 % gesunken. Dieser Rückgang ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Die Aktie stand zuletzt in der Rezession von 2007 bis 2009 so tief, sodass es berechtigte Bedenken gab, dass GE diese Phase nicht überstehen würde. Und die aktuellen Probleme haben ihre Wurzeln immer noch in den Schwierigkeiten von damals.

GE ließ unter der Leitung von CEO Jack Welch seine Finanzabteilung überproportional groß werden und erlaubte es dieser, sich zu weit vom eigentlichen Zweck zu entfernen – nämlich von der reinen Hilfe des Verkaufs der Produkte und Dienstleistungen des Konzerns. Als die Rezession dann richtig im Gange war, musste der Industrieriese seine Dividende kürzen, Vermögenswerte verkaufen, enorme Einmalkosten tragen und eine Rettungsaktion von der US-Regierung annehmen. Das alles geschah dann schon unter Welchs Nachfolger Jeffrey Immelt.

Immelt schien GE in eine bessere Richtung zu bringen, indem er sich auf das Industriegeschäft konzentrierte und sich von der Finanzierung weitestgehend zurückzog. Allerdings tätigte er ein paar große Akquisitionen, die sich nicht wie geplant entwickelten, sodass er schließlich durch den Insider John Flannery ersetzt wurde. Der neue CEO musste dann verkünden, dass GE nicht so gut abschneidet wie den Investoren vorgemacht wurde, und dass das Unternehmen Abschreibungen vornehmen, Vermögenswerte verkaufen und wieder einmal seine Dividende kürzen würde. Die Finanzabteilung war zwar dann schon viel kleiner als bisher, stellte aber weiterhin ein Problem dar.

Flannery konnte den Turnaround nicht schnell genug vorantreiben und wurde nach etwa einem Jahr vom Vorstand ersetzt. Der neue CEO, Lawrence Culp, ist ein hochangesehener Kenner der Branche, der bereits an der Spitze von Danaher beachtliche Erfolge erzielte. Wie auch Flannery kündigte Culp an, dass GE größere Probleme hat, als die Investoren wüssten. Er kündigte ebenfalls einmalige Aufwendungen, Anlagenverkäufe und eine Dividendenkürzung an, wobei die Finanzabteilung den Konzern nach wie vor belastet.

GE ist derzeit ein Turnaround-Kandidat mit einer stark verschuldeten Bilanz. Und das Unternehmen dürfte in Zukunft vollkommen anders als heute aussehen. Außerdem ist man nach der mittlerweile langen harten Zeit schon längst in einer Position der Schwäche. So wurden einige der jüngsten Schritte von Branchenbeobachtern als fast verzweifelt bezeichnet, einschließlich der Veräußerungen der „Kronjuwelen“ – darunter fällt etwa die geplante Abspaltung der Gesundheitssparte. (Der Konzern hat kürzlich zugestimmt, einen Teil seines Gesundheitsgeschäfts an Danaher zu veräußern.)

Einige Branchenbeobachter glauben, dass GE kurz davor steht, seine größten finanziellen Probleme zu lösen. Hier besteht also enormes Potenzial auf Besserung. Allerdings wären die meisten Investoren besser beraten, GE erst einmal zu meiden, bis man mehr Fortschritte beim aktuellen Turnaround-Plan macht. Es ist noch zu früh, um zu sagen, wie GE nach der inzwischen schnell voranschreitenden Restrukturierung aussehen wird. Aber jetzt ist wohl nicht der Zeitpunkt für einen Kauf.

Vorbereitung auf die Rezession

Im Vergleich zu GE sieht General Motors heute wie ein Symbolbild für einen kerngesunden Konzern da. Allerdings sollten Investoren nicht vergessen, dass GM während der Rezession 2007-2009 in den Konkurs getrieben wurde. Dafür gab es viele Gründe, einschließlich einer hohen Schuldenlast, aber der wichtigste Punkt war, dass das Autogeschäft des Unternehmens einfach ein zyklisches Geschäft ist. Auch wenn es derzeit kein großes Insolvenzrisiko für GM zu geben scheint, neigen die Menschen immer noch dazu, weniger Autos zu kaufen, wenn die Wirtschaft schwächelt.

Und das ist ein Thema, das man genau beobachten sollte, obwohl GM Schritte unternimmt, um sicherzustellen, dass man auch in Zukunft investiert, selbst wenn der Autoverkauf weiter nachlässt. GMs Umsatz ging nämlich bereits 2018 um 1,6 % zurück. Obwohl das nicht so schlimm war wie bei der Konkurrenz, ist es dennoch keine tolle Situation. Der aktuelle wirtschaftliche Bullenmarkt gehört zu den längsten der Geschichte. Es bestehen darüber hinaus erhebliche wirtschaftliche Risiken auf dem Markt, darunter der Handelskrieg mit China, der Einbruch der dortigen Absätze im Autobereich (China ist ein Schlüsselmarkt für GM) sowie eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Europa.

Seite 1 von 4

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel