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Egbert Prior: Smarte Geschäfte mit Smartphones

Gastautor: Egbert Prior
20.03.2019, 14:09  |  1039   |   |   

Bei UniDevice besteht die Möglichkeit, zu einer relativ frühen Phase einer Wachstumsstory einzusteigen. Noch kaum jemand kennt die Aktie. Wir sprechen mit CEO Christian Pahl. Die Berliner handeln im großen Stil mit Smartphones und Wear­ables. Dabei profitieren sie von Preisdifferenzen in unterschiedlichen Ländern. Sie kaufen beispielsweise bei Distributoren in Rumänien ein und versilbern die Ware umgehend wieder, etwa an einen deutschen Service-Provider. UniDevice tritt auch als Feuerwehr auf, sollte es bei Telefongesellschaften zu Engpässen bei bestimmten Modellen kommen. Die Hauptstädter machen sich bei ihren Lieferanten dadurch beliebt, daß sie schon zum Zeitpunkt der Bestellung zahlen, während man sich in der Branche an­sons­ten dafür gerne Zeit lässt. So eine Palette mit Handys kann schon einmal einen Wert von einer Million oder mehr repräsentieren. Die meis­ten Umsätze erzielt UniDevice mit Spitzenmodellen des iPhones oder auch Premiumgeräten anderer Hersteller. Während das iPhone schon längst die Schallmauer von 1000 Euro durchbrochen hat, will Samsung sogar ein Smartphone mit faltbarem Display für mehr als 2000 Euro auf den Markt bringen. Unternehmenslenker Pahl hat auch ein Faible für rote iPhones. Die möchte zwar kaum jemand haben, aber Russen und Scheichs aus Dubai sind ganz versessen danach. UniDevice wächst rasant. Die Umsätze lagen im Januar und Februar mehr als 40% über dem Vorjahr. Daher erscheint auch die offizielle Unternehmensprognose sehr konservativ. Derzufolge sollen die Erlöse 2019 um 20% auf 380 Millionen klettern und das Nettoergebnis um 45% auf 1,7 Millionen. Beim aktuellen Kurs von 1,52 Euro beträgt der Börsenwert lediglich 23 Millionen. Auf dieser Basis ergibt sich ein KGV von 13. Billig angesichts des hohen Wachstums. Im Prinzip ist der Markt zwar gesättigt, doch wollen Smartphone-Junkies permanent das neueste Modell. Auch der kommende Mobilfunkstandard 5G vernetzt die Menschen noch stärker als bisher. Der Trend zu Wearables – Apple ist inzwischen der größte Uhrenhersteller der Welt – spielt UniDevice in die Karten, weil sie sich für den Broker ebenfalls als lukrative Handelsware erweisen. Seit dem Börsenlisting vor einem Jahr stagniert die Aktie. Das hat sicherlich auch etwas mit der geringen Liquidität der Aktie zu tun. Die Handelsumsätze sind sehr gering. Die beiden Gründer und CEO Pahl halten zusammen 54%. Dieses Commitment überzeugt, doch mindert es den Streubesitz. Fazit: Smarte Geschäftsidee verspricht Wachstum. Auf Sicht der nächsten Monate hat der Kurs 50% Potential.

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