DAX-0,18 % EUR/USD+0,11 % Gold+0,10 % Öl (Brent)+0,51 %

Gold und Goldaktien freundlich, Palladium über 1.600 $/oz

Gastautor: Martin Siegel
21.03.2019, 08:06  |  1276   |   |   

Der Goldpreis steigt im gestrigen New Yorker Handel von 1.304 auf 1.312 $/oz. Heute Morgen zieht der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong weiter an und notiert aktuell mit 1.318 $/oz um 12 $/oz über dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit freundlich.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki verlangt die Ausweisung des US-Botschafters Richard Grenell, da er sich wie ein „Hochkommissar einer Besatzungsmacht aufführt“. Am Erfolg der Forderung kann in den nächsten Tagen abgelesen werden, welche Position Grenell gegenüber Kubicki und Deutschland einnimmt.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis kann der Goldpreis bei einem schwächeren Dollar leicht zulegen (aktueller Preis 37.122 Euro/kg, Vortag 37.005 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.


Silber zieht an (aktueller Preis 15,58 $/oz, Vortag 15,35 $/oz). Platin steigt (aktueller Preis 866 $/oz, Vortag 855 $/oz). Palladium steigt auf ein neues Allzeithoch (aktueller Preis 1.607 $/oz, Vortag 1.596 $/oz). Die Basismetalle verbessern sich um etwa 1 %. Der Ölpreis kann zulegen (aktueller Preis 68,62 $/barrel, Vortag 67,68 $/barrel).


Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich um 1,9 % oder 1,4 auf 76,8 Punkte. Bei den Standardwerten steigen Kinross 3,4 % und Yamana 3,0 %. Franco-Nevada gibt 2,5 % nach. Bei den kleineren Werten ziehen Argonaut 5,9 % und Alamos 4,8 % an. Chesapeake fallen 4,9 % und First Mining 4,0 %. Bei den Silberwerten können Impact 6,6 %, Minaurum 5,1 % und Mandalay 4,0 % zulegen.


Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel freundlich. Sibanye steigen 6,5 % (Vortag +9,5 %), DRD 4,9 % und Gold Fields 3,9 %.


Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen freundlicher. Bei den Produzenten steigen Ramelius 9,5 %, Aurelia 5,3 % und Perseus 5,2 %. Blackham bricht 33,3 % ein. Bei den Explorationswerten befestigt sich Echo 4,7 %. Bassari gibt 5,0 % nach. Bei den Metallwerten erholt sich Panoramic 6,8 %. Grange verliert 5,2 %.


Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verbessert sich um 1,1 % auf 127,09 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Ramelius (+9,5 %), Sibanye (+6,5 %) und Perseus (+5,2 %). Der Fonds dürfte heute weniger als der Xau-Vergleichsindex zulegen.

In der Monatsauswertung zum 28.02.19 verbessert sich der Fonds um 4,2 % auf 124,50 Euro. Seit dem Jahresbeginn kann der Fonds um 13,8 % zulegen und entwickelt sich damit deutlich besser als der Xau-Vergleichsindex, der um 8,3 % zulegt. Seit Auflage des Fonds im April 2007 setzt sich der Fonds mit einem Gewinn von 24,5 % vom Xau-Vergleichsindex (-39,0 %) deutlich ab. Das Fondsvolumen erhöht sich im Februar durch die Kursgewinne und Zuflüsse von 80,3 auf 86,5 Mio Euro.
Seite 1 von 4


1 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

WOLFSBURG/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die VW-Forderung nach einem radikalen Wechsel zur batteriebetriebenen Elektromobilität hat die deutsche Autoindustrie gespalten. Im Kern geht es darum, ob sich die Förderung - wie es VW-Chef Herbert Diess vorschwebt - künftig ausschließlich auf Batteriefahrzeuge konzentrieren soll. Am Mittwochabend einigten sich Diess sowie BMW-Chef Harald Krüger und Daimler-Boss Dieter Zetsche im Gespräch mit dem Präsidenten des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, auf batterieelektrische Autos und Hybride als "Gebot der Stunde", wie die Deutsche Presse-Agentur aus VW-Kreisen erfuhr. Darüber hinaus müsse die Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgebaut werden, hieß es.

Der Preis für Palladium wird hierdurch eher fallen als weiter steigen. Die Blase wird auch hier bald platzen, ähnlich wie beim Bitcoin.

Disclaimer

Aus der Redaktion