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15. Rekordjahr

15. Rekordjahr

Gastautor: Hussam Masri
21.03.2019, 09:38  |  1240   |   |   

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat Analysten mit einem Schlussspurt im insgesamt schwierigen Geschäftsjahr 2018 versöhnlich gestimmt. Zwischenzeitlich hatten überraschend schwache Zahlen der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) sowie der Krankenhaussparte Helios zu deutlichen Aktienkursverlusten geführt. Bei Vorlage des Geschäftsberichts am 20.02.2019 konnte der Vorstandsvorsitzende Stephan Sturm aber trotz aller Belastungen über das 15. Rekordjahr in Folge berichten. Dank einer überraschend guten Entwicklung im vierten Quartal endete das Gesamtjahr mit einem zweiprozentigen Umsatzzuwachs auf 33,5 Mrd. Euro, während der Konzerngewinn im Vorjahresvergleich um vier Prozent auf knapp 1,9 Mrd. Euro zulegte. Die Dividende soll nun gegenüber dem Vorjahr um fünf Cent auf 0,80 Euro je Aktie erhöht werden. Wenn die Hauptversammlung am 17. Mai zustimmt, hat Fresenius die Gewinnausschüttung bereits 26 Mal ohne Unterbrechung angehoben.

Allerdings offenbart das Zahlenwerk für 2018 auch die vorhandenen Probleme mit einem konzernweiten Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses um vier Prozent auf 4,6 Mrd. Euro. Im Oktober hatte Fresenius den Jahresausblick reduziert und die mittelfristigen Ziele kassiert. 2019 soll nun ein Übergangsjahr mit Investitionen werden, um auf den Erfolgspfad zurückzukehren. Laut Analysten entspricht der Ausblick für 2019 mit drei bis sechs Prozent Umsatzzuwachs bei einem ungefähr konstanten Konzernergebnis den Erwartungen. Zudem würden die Ziele für 2020 bis 2023 von solidem Wachstum zeugen, das durch die getätigten Investitionen und Sparmaßnahmen gestützt werde. In diesem dreijährigen Planungszeitraum will Fresenius den Umsatz jährlich um vier bis sieben Prozent steigern und das Konzernergebnis durchschnittlich um fünf bis neun Prozent pro Jahr erhöhen.

Fresenius finanziert sich am Kapitalmarkt unter anderem durch die Emission von Anleihen. Nach Angaben des Managements erreicht der Konzern im aktuellen Umfeld eine Optimierung der Kapitalkosten, wenn sich der Verschuldungsgrad gemessen am Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Spanne zwischen 2,5 bis 3,0 bewegt. Die jüngsten Daten zum Ende des dritten Quartals 2018 geben diese Kennzahl mit 2,751 in der Mitte der Bandbreite an, während sich die Finanzverbindlichkeiten auf knapp 19 Mrd. Euro belaufen. Analysten verweisen auf die stark angestiegene Verschuldung und Goodwillposition durch die getätigten Akquisitionen. Die internationalen Rating-Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch bewerten Fresenius am unteren Ende des Bereichs Investment Grade mit stabilem bis positivem (S & P) Ausblick.*

1,20 Prozent p.a. marktunabhängiger Festzins

Die DekaBank 1,20 % Fresenius bonitätsabhängige Schuldverschreibung 01/2026 (WKN DK0S05) leistet sieben feste Zinszahlungen jeweils im Januar der Jahre 2020 bis 2026 und sieht die Rückzahlung des Nennbetrags (10.000,00 Euro) zur Fälligkeit am 15.01.2026 vor. Als notwendige Bedingung für jede dieser Zahlungen darf bis zum 08.01.2026 kein sogenanntes Kreditereignis bei der Fresenius SE & Co KGaA als Referenzschuldnerin eintreten.

Sollte es jedoch - bspw. durch Insolvenz, Nichtzahlung oder Restrukturierung von Verbindlichkeiten der Fresenius SE & Co KGaA - zu einem Kreditereignis kommen, drohen Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags. In einem solchen Negativszenario würde der Anleger keine Zinsen mehr erhalten und statt des Nennbetrags ein deutlich reduzierter Barausgleichsbetrag vor oder nach dem geplanten Rückzahlungstermin (15.01.2026) ermittelt werden, der auch null betragen kann. Zusätzlich zu diesem Referenzschuldnerrisiko besteht ein Emittentenrisiko, da insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 18.03.2019 bis 05.04.2019, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

* Siehe auch https://www.fresenius.de/rating, Stand: 18.03.2019

 

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Hussam Masri
Managing Director Produktmanagement, Product Sales und Produktmarketing, DekaBank

Hussam Masri verantwortet als Bereichsleiter das Produkt- und Marktmanagement der Deka-Gruppe. Er zeichnet in dieser Funktion für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte und Zertifikate sowie für die Vertriebsunterstützung verantwortlich. Hussam Masri hat maßgeblich dazu beigetragen, das Fondsgeschäft der DekaBank erfolgreich auszubauen und das Zertifikategeschäft der Deka in wenigen Jahren auf eine marktführende Position zu entwickeln. Der Diplom-Betriebswirt und Finanzökonom (ebs) verfügt insgesamt über fast 20 Jahre Produkt- und Vertriebserfahrung.

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