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Artprice und Artron passen ihre Strategie für den Kunstmarkt im Jahr 2019 an die Dimension Belt and Road Initiative (BRI) an, die der chinesische Präsident Xi Jinping diese Woche in Frankreich vorstellen wird

Nachrichtenquelle: PR Newswire (dt.)
21.03.2019, 12:49  |  239   |   |   

PARIS, 21. März 2019 /PRNewswire/ -- Im Rahmen der Europa-Tour des chinesischen Präsidenten diese Woche wird Herr Xi Jinping in Frankreich Chinas neue Entwicklungsstrategie, das Projekt „Neue Seidenstraβe" vorstellen, das offiziell unter dem Namen „One Belt, One Road" (OBOR) oder „Belt and Road Initiative" (BRI) bekannt ist.

Belt and Road Initiative (BRI) Artprice - Artron - Art Market

Die Belt and Road Initiative umfasst ca. 65 Länder in Asien und Europa und die Gesamtkosten werden auf 55% des Welt-Bruttoinlandsprodukts geschätzt. Sie umfasst 70% der Weltbevölkerung – 4,4 Milliarden Menschen – und 75% der Energiereserven weltweit; der Investitionszeitraum wird – bis alle Projekte abgeschlossen sind – auf 30 bis 35 Jahre geschätzt.

Die Kosten für die ersten Projekte werden auf ca. 900 Milliarden Dollar geschätzt, für die China Anleihen in Höhe von 8 Milliarden Dollar für künftige Infrastruktur in den verschiedenen Ländern entlang der Neuen Seidenstraße planen soll.

Herr Wan Jie, Geschäftsführer von Artron Group, der chinesischen Partnerinstitution von Artprice, erklärte in seinem Leitartikel zum 21. Jahresbericht des Weltkunstmarktes, der letzte Woche von Artprice und Artron gemeinsam veröffentlicht wurde: „Das Wachstum (des Kunstmarktes) ebenso wie der Partnerschaft zwischen Artron und Artprice, wird sich mit der gemeinsamen Nutzung unserer Ressourcen, der Optimierung unserer Daten, der Aktualisierung unserer Internet-Technologie und der Diversifizierung unserer Modelle für die wirtschaftliche Zusammenarbeit noch beschleunigen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit wird in eine Neue Seidenstraße münden, die die verschiedenen Kunstmärkte und -welten des Ostens und des Westen miteinander verbinden wird.

In seiner Rede anlässlich der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum der Reformen und der wirtschaftlichen Öffnung des Landes kündigte Präsident Xi Jinping neue Maßnahmen zur Stärkung des chinesischen Binnenmarktes an, Maßnahmen, die Artprice und Artron in ihren Unternehmen unverzüglich umgesetzt haben.

Artprice und Artron haben vereinbart, ihre wirtschaftlichen Beziehungen in China durch die Schaffung einer Zahlungsplattform und chinesischer Infrastruktur zu vertiefen, um sich an die im Februar 2019 angekündigten Maßnahmen und an die Anforderungen des gigantischen Binnenmarktes Chinas bestmöglichst anzupassen.

In diesem Kontext werden Artprice und Artron ihre offizielle Werbecampagne mit einem neuen chinesischen Markennamen und einem neuen Schriftzug auf Chinesisch starten, die dem Markt noch vor Ende März mitgeteilt werden. Diese überraschende Initiative –  entsprechend den im vergangenen Monat angekündigten chinesischen Maßnahmen für 2019, die eine „neue Strategie" nahe legen – hat die ursprünglichen Ziele von Artprice leicht verschoben, jedoch nicht geändert.

Thierry Ehrmann: Durch die Annahme eines chinesischen Markennamens in und für China – unter Berücksichtigung des besonderen Geschmacks der chinesischen Kunstliebhaber, Sammler und  Wirtschaftsakteure – taucht Artprice in die Geschichte und in den Alltag einer tausend Jahre alten Kultur ein – und hebt damit nicht nur sein Ansehen sondern auch seinen Umsatz.

Mehr den je zuvor ist es eines der Hauptziele von Artprice, den Anforderungen der chinesischen Verwaltung und ihrer 34 Provinzen zu entsprechen. Dies umfasst insbesondere die Anforderungen der chinesischen Zollbehörden und die Einrichtung einer funktionsfähigen steuerlichen Grundlage für Kunstwerke (wo dies erforderlich ist).

Über die Initiativen im Hinblick auf den chinesischen Binnenmarkt hinaus wurde Artprice inzwischen Mitglied des neuen Institut Franco-Chinois de Lyon (des französisch-chinesischen Instituts von Lyon, das 1921 gegründet wurde). Das neue Institut Franco-Chinois de Lyon, das auf Initiative der Stadt Lyon, der Handelskammer von Lyon und der Organisation ADERLY gegründet wurde, versammelte bereits zahlreiche institutionelle und private Partner, u. a. den Konzern SEB, EDF und die Bank of China und sieht sich u. a. als Kontaktvermittler für den Austausch auf höchster Ebene zwischen Frankreich und China.

Der Auftrag des Institutes ist es, Frankreich international  und die wirtschaftliche Attraktivität von Lyon bekannt zu machen, indem die wirtschaftlichen Vorteile der Stadt Lyon in China und chinesische Investitionen in der französischen Region Rhône-Alpes gefördert werden.

Es war nahe liegend, dass Artprice Mitglied des neuen Institut Franco-Chinois wird, zumal Lyon historisch seit der Renaissance eine der Destinationen an der Seidenstraße ist. Lyon ist übrigens auch eines der beliebtesten Ziele chinesischer Politiker für Städtebesuche in Frankreich

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