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DGAP-News Baader Bank schließt 2018 mit deutlich negativem Konzern-Jahresergebnis ab und verschafft sich mit umfangreichen strategischen Maßnahmen eine bessere Ausgangsposition für künftiges Wachstum

Nachrichtenquelle: EQS Group AG
22.03.2019, 08:55  |  331   |   |   




DGAP-News: Baader Bank AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis


Baader Bank schließt 2018 mit deutlich negativem Konzern-Jahresergebnis ab und verschafft sich mit umfangreichen strategischen Maßnahmen eine bessere Ausgangsposition für künftiges Wachstum


22.03.2019 / 08:55



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Pressemitteilung:



Baader Bank schließt 2018 mit deutlich negativem Konzern-Jahresergebnis ab und verschafft sich mit umfangreichen strategischen Maßnahmen eine bessere Ausgangsposition für künftiges Wachstum

Unterschleißheim, 22. März 2019: Wie bereits zum 22. Februar 2019 berichtet, schließt die Baader Bank das Geschäftsjahr 2018 mit einem negativen Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -19,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) ab. Dabei wurde konzernweit ein Gesamtertrag von EUR 98,1 Mio. (Vorjahr: EUR 121,3 Mio.) erwirtschaftet.



Handels- und Provisionsergebnis mit Rückgang


Das Handels- und das Provisionsergebnis steuern mit weiterhin 86 % den Hauptteil zum Gesamtergebnis bei. Mit EUR 40,5 Mio. (Vorjahr: EUR 46,5 Mio.) leistet das Provisionsergebnis erneut einen wesentlichen Beitrag und stellt rund 41 % der Konzernerträge dar. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr konnte in Grenzen gehalten werden. Die negativen Effekte aus dem Wegfall der Schuldscheindarlehen und schwindenden Margen beim Vertrieb von Research-Produkten durch die Einführung der MiFID II konnten durch die Gewinnung einer Vielzahl von Neukunden v.a. im internationalen Brokerage annähernd kompensiert werden. Im Kapitalmarktgeschäft konnte die Baader Bank weniger Transaktionen durchführen als in 2017 und mussten dort trotz eines Rekordergebnisses in der Wertpapiertechnik einen leichten Ergebnisrückgang hinnehmen.



Das im Baader Bank Konzern erwirtschaftete Handelsergebnis ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 41,0 Mio. zurückgegangen (Vorjahr: EUR 57,7 Mio.). Es leistet einen Ergebnisbeitrag an den Gesamterträgen des Konzerns von 42 %. Maßgeblich zum Ergebnisrückgang haben hier die Umsatzeinbrüche im Wertpapierhandel der Handelsplattformen beigetragen, an denen die Baader Bank ihr Market Making-Geschäft betreibt.



Die ausschließlich durch den kroatischen Windpark Selan beigesteuerten Umsatzerlöse konnten in 2018 auf EUR 13,1 Mio. (Vorjahr: EUR 12,1 Mio.) gesteigert werden.



Das Zinsergebnis im Geschäftsjahr 2018 zeigt sich nur leicht negativ, die laufenden Erträge, im wesentlichen Dividenden, positiv. Insgesamt sind Zinsergebnis und laufende Erträge mit einem Anteil von weniger als 1,0 % am Rohertrag nach wie vor von untergeordneter Bedeutung für die Ertragslage des Baader Bank Konzerns.



Konstantes Kostenniveau zeigt Kostendisziplin


Den negativen Ertragsentwicklungen setzte die Baader Bank eine konstante Kostenbasis entgegen, die den Abschwung im operativen Geschäft etwas abfedern konnte. Der Gesamtaufwand wurde mit EUR 117,5 Mio. (Vorjahr: EUR 117,1 Mio.) relativ stabil gehalten. Ein Beleg für die herrschende Kostendisziplin des Instituts.



Auf Grund des sich stark eintrübenden Geschäftsverlaufs im zweiten Halbjahr 2018 hat der Vorstand der Baader Bank Maßnahmen für weitere Kostensenkungen beschlossen, die sich in den entsprechenden Aufwandspositionen als Restrukturierungskosten niederschlagen und das Gesamtergebnis 2018 entsprechend mindern. Das Vorsteuerergebnis wird in diesem Zuge durch Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Wertpapiere und Beteiligungen sowie durch Zuführung zu Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in einer Gesamthöhe von EUR 10,4 Mio. belastet.



Operativ weist die Baader Bank in 2018 ein Konzernergebnis von EUR -14,2 Mio. aus (Vorjahr: EUR 7,7 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern liegt bei EUR -19,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.), das Nachsteuerergebnis bei EUR -21,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.). Der Steueraufwand im Konzernabschluss resultiert vor allem aus den positiven Ergebnisbeiträgen von Tochtergesellschaften, die steuerlich nicht mit negativen Ergebnissen saldiert werden können.



Kapitalbasis nach wie vor als Stärke


Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf EUR 713,2 Mio. (Vorjahr: EUR 764,8 Mio.). Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 11 % (Vorjahr: 13 %), die modifizierte Eigenkapitalquote 14 % (Vorjahr: 16 %). Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote der Baader Bank AG beträgt 14 % (Vorjahr: 17 %).



Restrukturierungsmaßnahmen, Fokussierung einiger Geschäftsaktivitäten und neue Produkte weisen Zukunft


So negativ und ergebnisbelastend die Entwicklung in einigen Kernaktivitäten auch war, so erfreulich zeigte sich das Wachstum in den jungen Geschäftsfeldern Banking Services mit Vermögensverwaltern, Asset Management für Fondsmanager und der Ausbau von Aktivitäten in neuen Märkten und in neuen Produkten im Brokerage, dem Research und dem Market Making.



In Reaktion auf die deutliche Verlagerung und den Rückgang der Wertpapierhandelsvolumina, forciert die Baader Bank den Ausbau im Handel mit offenen Orderbüchern. Im außerbörslichen Handel war in 2018 ein leichtes Umsatzwachstum innerhalb Deutschlands zu verzeichnen. Längerfristig wird die Ausdehnung der außerbörslichen Aktivitäten auf nichtdeutsche Märkte angestrebt. Die Baader Bank wurde in 2018 bei insgesamt neun Börsengängen im Prime Standard der Börse Frankfurt als Market Maker mandatiert.



Bei den Kapitalmarktdienstleistungen begleitete die Baader Bank in 2018 insgesamt zehn Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 800 Mio.. Das zunehmend volatile Marktumfeld im Geschäftsjahresverlauf hielt hier viele Unternehmen von ihren ursprünglich geplanten Börsengängen und Transaktionen ab.

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